Nachrichten Dies und das
Attendorn, Attendorn, 10. April 2016

Jorgo Schäfer stellt seine Bilder in der Rathausgalerie aus

Dynamik und Rhythmus auf der Leinwand eingefangen

Jorgo Schäfer vor seinem Werk
Jorgo Schäfer vor seinem Werk "Requiem".
Fotos: Barbara Sander-Graetz
„Kultura“, der Kunst- und Kulturverein Attendorn, begrüßte zur Vernissage am Samstagmorgen, 9. April in der Rathausgalerie der Hansestadt Attendorn zahlreiche Gäste. Präsentiert wurde die Ausstellung des Künstlers Jorgo Schäfer, die den Titel „Watching With My Ears – Soundcheck auf Leinwand und Papier“ trägt. Dabei sorgte Schäfer für die Leinwände, und den musikalischen Part übernahm das Duo „Undertone“ mit Christof Thewes an der Posaune und Ute Völker am Akkordeon.

Die Begrüßung der Gäste übernahm Bürgermeister Christian Pospischil. „Die Einladungskarte war für mich schon eine Provokation“, meinte der erste Mann der Stadt mit einem Augenzwinkern: „Und das lag nicht an dem Bart. Das haben wir bei anderen Personen in Attendorn auch. Nein, der Künstler trägt auf dem Bild ein Shirt mit dem Schalke-Emblem. Dabei sollten hier nur noch Anhänger des 1. FC Köln ausstellen. Doch wir machen heute gern eine Ausnahme.“ So gäbe es mit der Ausstellung einen echten „Doppelpass“: Musik und Malerei. „Meine Grußworte sind aber nur die Aufwärmphase. Jetzt kommt der Anpfiff von Monika Schulte-Klaus.“

Sie übernahm die Einführung in die Werke von Jorgo Schäfer, dessen bevorzugtes Thema der Jazz ist. Seit 2000 nimmt er jährlich als „Artist in Residence“ am „New York Vision Festival“ teil. Das ist ein Freejazz-Festival, bei dem sich neben den Musikern auch Tänzer, Maler und Lyriker treffen. Dort entstehen erste Skizzen und Bilder, Eindrücke vom Geschehen auf der Bühne. „Jorgo portraitiert die Künstler nicht als Individuen, sondern zeigt ihre Dynamik, ihren Rhythmus in der Form, wie er zeichnet oder skizziert.“ Tod als weiteres zentrales Thema Aus diesen Impressionen entwickle Schäfer so jedes Jahr neue Geschichten, die in seinen Bildern lebendig werden. Ein weiteres zentrales Thema in seinen Bildern ist der Tod. Viele Bilder mit diesem Thema seien 2002 entstanden, in dem Jahr, als sein Freund Peter Kowald unerwartet verstarb. Eine Auswahl beider Themen zeigt Jorgo Schäfer in der Rathausgalerie.

Gerade das Thema „Tod“ war ein Schwerpunkt im zweiten Teil der Ausstellung. Während Christof Thewes und Ute Völker mit improvisierter Musik für außergewöhnliche Klänge in der Rathausgalerie sorgten, enthüllte Jorgo Schäfer Schritt für Schritt ein imposantes neunteiliges Gemälde, das jetzt im unteren Teil der Rathausgalerie zu sehen ist. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 17. April und ist samstags und sonntags von 11.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sowie montags bis freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr. Auch montags von 14 bis 16.30 Uhr und mittwochs von 14 bis 17.30 Uhr sind die Werke zu sehen.

Der Künstler wird auch zur Finissage am Sonntag, 17. April, anwesend sein. Diese wird um 15 Uhr musikalisch gestaltet von Eberhard Hertin am Piano.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Dynamik und Rhythmus auf der Leinwand eingefangen