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Attendorn, 19. Mai 2017

Kommandowagen soll vielfältig eingesetzt werden

DRK weiht neues Einsatzfahrzeug ein

Das schlechte Wetter konnte die gute Laune der Anwesenden nicht trüben.
Das schlechte Wetter konnte die gute Laune der Anwesenden nicht trüben.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Der DRK Ortsverein Attendorn weihte am Freitag, 19. Mai, seinen neuen Kommandowagen (KdoW) feierlich ein. Das Gefährt dient als Ersatz für den 19 Jahre alten Mannschaftstransportwagen. Martin Diller, Vorsitzender des Ortsvereins, konnte zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter der anderen DRK Ortsverein und Hilfsorganisationen begrüßen. Für den guten Ton sorgte der Spielmannszug Biekhofen, der sich auch vom Dauerregen nicht beirren ließ.

Der neue KdoW, ein VW Amorak, soll verschiedene Aufgaben übernehmen: „Er wird beispielsweise als Transportfahrzeug bei Blutspendeterminen benötigt“, erklärte Martin Diller, „außerdem wird er als Kommandowagen für den Einsatzdienst verwendet und er erfüllt auch seinen Zweck als Helfer-vor-Ort-Fahrzeug.“ Entscheidend hierfür ist auch die ausziehbare Schublade, auf der ein Kistensystem installiert ist. Diller erklärte weiter, man habe sich für ein Fahrzeug mit zuschaltbarem Allradgetriebe entscheiden „um sich den topographischen Gegebenheiten des Sauerlandes anzupassen und eine zuverlässige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.“

Ermöglicht wurde die Anschaffung durch die Gerd-Rosenberg-Stiftung. Gerhard Rosenberg, Gründer des Rohrleitungssystem-Herstellers Aquatherm, hatte die Stiftung 2008 mit einem Stammkapital von 2.000.000 Euro (das zwischenzeitlich auf 3.000.000 Euro erhöht wurde), ins Leben gerufen. „Ich hatte vor elf Jahren eine schweren Reitunfall“, erklärte´ Rosenberg die Hintergründe. „Ich wurde in einem furchtbaren Fahrzeug transportiert. Darum habe ich später beim Kreis angerufen und gesagt, ich kaufe dem DRK ein neues Auto. Aber die haben abgelehnt.“ Neu statt gebrauchtDoch als dann Jahre später der Anruf von Martin Diller mit der Bitte um finanzielle Hilfe für die Neuanschaffung eines Fahrzeuges kam, schlug die Stunde von Gerd Rosenberg. „Angefragt hat das DRK um 5.000 Euro. Ich habe meinen Sohn Christoph angerufen, der die Finanzen der Stiftung unter sich hat, und gefragt, was im Topf ist. Es war genügend drin, so dass sich das DRK sogar ein neues Auto und nicht, wie erst geplant, einen Gebrauchtwagen kaufen konnte.“ Neben Gerd Rosenberg galt der Dank des DRK auch dem Autohaus Frey und der Plugge tec für den Ausbau des Fahrzeuges.

Das Fahrzeug wurde nach den Grußworten des stellvertretenden Bürgermeisters Uli Selter vom evangelischen Pfarrer Andreas Schliebener und seinem katholischen Amtskollege Andreas Neuser eingeweiht. Anschließend konnten sich die Gäste selbst ein Bild vom Fahrzeug machen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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