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Attendorn, 24. Mai 2017

Verzicht auf Motto, festes Wochenende und Verlängerung der Kirmes

Diskussion: Attendorner Stadtfest attraktiver gestalten

Frank Burghaus vom Stadtmarketing stellte seine Präsentation „Attraktivierung Stadtfestkonzeption Attendorn“ vor.
Frank Burghaus vom Stadtmarketing stellte seine Präsentation „Attraktivierung Stadtfestkonzeption Attendorn“ vor.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Wie kann das Stadtfest in Attendorn attraktiver werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Versammlung der Werbegemeinschaft Attendorn. Zunächst stellte Frank Burghaus vom Stadtmarketing seine Präsentation „Attraktivierung Stadtfestkonzeption Attendorn“ vor, die auch schon im Rat am 17. Mai diskutiert wurde (Lokalplus berichtete).

Um die Ideen zur Belebung des Stadtfestes umzusetzen, sind die Einzelhändler gefragt. Soll das Kirmesgeschäft schon freitags starten? Ist es besser, zukünftig auf ein Motto zu verzichten? Wäre es ratsam, immer einen festen Termin zu nehmen? Soll es Konventionalstrafen geben, wenn gebuchte Stände nicht besetzt werden, und kann man die Ladenöffnungszeiten am Samstag beim Stadtfest auf 20 Uhr erweitern, damit man nahtlos mit dem Abendprogramm auf der Bühne starten kann?

Gerade die längeren Öffnungszeiten am Samstag sorgten für kontroverse Diskussionen. Man bekomme es schon nicht hin, dass alle Händler zum jetzigen Zeitpunkt bis 18 Uhr öffnen, bemerkte Sandra Deimel an und andere Händler scheuten sich vor dem sehr langen Samstag. „Jede Stunde nach hinten tut weh“, so Nicole Kost. Nahtloser Übergang wichtig Bürgermeister Christian Pospischil machte deutlich, wie wichtig ein nahtloser Übergang ist. „Wenn um 18 Uhr die Geschäfte schließen, bleiben die Gäste nicht noch zwei Stunden um auf das Abendprogramm zu warten, und sind sie einmal weg, kommen sie nicht wieder.“

Aber so richtig zustimmen wollten die anwesenden Mitglieder der Werbegemeinschaft nicht. Von den 33 Stimmberechtigten waren zwar elf dafür, aber 15 enthielten sich und zwei stimmten mit Nein. Daraufhin wurde die Diskussion erneut entflammt. Schließlich stimmte man nochmals über die Grundidee ab, das Angebot zwischen Markt- und Verkaufsangebot zum Bühnenprogramm nicht zu unterbrechen. Doch das Ergebnis mit 12 Ja-Stimmen, vier  Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen war nicht besser. Schließlich einigte man sich, die Mitglieder nochmals schriftlich zu diesem Thema zu befragen.
Hingegen beschlossen wurde, die Öffnungszeiten an verkaufsoffenen Sonntagen von 12 bis 17 Uhr anzubieten. Auch die Kirmes startet nun schon freitags, was eine frühere Sperrung in der Innenstadt bedeutet. „Dadurch können wir aber andere Fahrgeschäfte gewinnen, die nur kommen, wenn sie für drei Tage gebucht werden“, so Frank Burghaus.

Dem Vorschlag, eine Ideensammlung unter den Bürgern zu machen, wie das Stadtfest zukünftig heißen soll, konnten sich die Mitglieder anschließen, und auch den Verzicht auf ein Motto tat niemanden weh. Einführung Konventionalstrafen Auch auf das zweite September-Wochenende als fester Termin für das Stadtfest ab 2018 konnte man sich mit großer Mehrheit einigen. Konventionalstrafen bei nicht Nichtbesetzung von gebuchten Ständen wurde auch durch gewunken.

Zum Schluss wurde auf die zweite Sauerland Ralley im Oktober in Attendorn hingewiesen. „Die haben wir beim ersten Mal total verpennt“, so die Einsicht der Mitglieder. Damit das nicht nochmal passiert, ist nun ein Treffen mit den Veranstalter Peter Goebel geplant.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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