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Attendorn, Attendorn, 15. September 2015

Jakup Berisa hat es geschafft: Von den Werthmann-Werkstätten zu einem festen Arbeitsplatz auf dem freien Markt

"Dieser Schritt war für mich ganz wichtig"

Jakup Berisa bei seiner Arbeit, die ihm großen Spaß macht.
Jakup Berisa bei seiner Arbeit, die ihm großen Spaß macht.
Jakup Berisa ist stolz. Er hat es geschafft. Von der Schule über die Werthmann-Werkstätten, hin zu einem Arbeitsplatz in der Firma „Damm Oberflächentechnik“ in Attendorn.

Nach dem Ende seiner Schullaufbahn kam Jakup Berisa zu den Werthmann-Werkstätten in die Abteilung Attendorn. Hier werden innerhalb des Eingangsverfahrens die ersten drei Monate genutzt, um die Stärken und Schwächen, aber auch die individuellen Wünsche und Möglichkeiten des neuen Arbeitnehmers zu erfassen. Hieraus ergeben sich Entwicklungspotenziale, die in der anschließenden zweijährigen beruflichen Bildung erprobt werden.

So startete Jakup Berisa in sein Arbeitsleben. Der damals 19-jährige hat, unterstützt von der Werkstatt, erkannt, wo seine Talente und Fähigkeiten im Berufsleben liegen. „Ich habe schnell gemerkt, dass mir die Arbeit als Industriehelfer viel Spaß macht“, erzählt der heute 23-jährige. Außerhalb der Werkstatt Schnell wurde Jakup Berisa klar, dass er seine Fähigkeiten gern auf einem Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt ausprobieren möchte. Dies konnte er bereits während der Beruflichen Bildung umsetzen.

Dabei wurde er unterstützt von der Abteilung eXtern, einer der vier Abteilungen der Werthmann -Werkstätten innerhalb des Caritasverbandes Olpe. Diese Abteilung ist spezialisiert darauf, Menschen mit Behinderung in Außenarbeitsplätzen von Betrieben im Kreis Olpe zu vermitteln und arbeitet dabei eng mit dem Integrationsfachdienst zusammen.

Der Sprung von der Werkstatt hin zum freien Arbeitsmarkt während der Beruflichen Bildung ist eine Möglichkeit, Fähigkeiten außerhalb der Werkstätten direkt auszuprobieren. Hierbei wurde Jakup Berisa aktiv unterstützt. Integrationsassistent Günther Rotthoff stellte direkt den Kontakt zur Firma „Damm Oberflächentechnik “ her.
Die Firma „Damm Oberflächentechnik“ übernimmt soziale Verantwortung: (v.l.) Betriebsleiter Markus de Vries, Jakup Berisa und Geschäftsführer Roland Damm.
„Wir haben in den vergangenen Jahren schon zwei Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in unserem Unternehmen geschaffen“, erklärt Geschäftsführer Roland Damm. „Da unsere Zusammenarbeit und Unterstützung mit den Werthmann-Werkstätten hervorragend ist, waren wir bereit, auch Jakup Berisa eine Chance zu geben.“

Jakup Berisas Aufgabe bei „Damm Oberflächentechnik“ ist es, Teile der Automotive Industrie für die Lackierung vorzubereiten. Diese müssen auf spezielle Ständer befestigt werden, bevor sie den Maschinen zugeführt werden „Ich habe meine berufliche Bildung erfolgreich innerhalb der Firma Damm abgeschlossen und schließlich einen Arbeitsplatz hier in der Firma bekommen“, ist er heute stolz auf seine Leistung. „Dieser Schritt war für mich ganz wichtig. Als nächstes werde ich heiraten und in eine eigene Wohnung ziehen“. Pünktlich und zuverlässig Auch Roland Damm hat diesen Schritt nicht bereut. „Jakup Berisa sorgt für ein gutes Arbeitsklima. Er ist gut in unserem Zwei-Schicht Betrieb einsetzbar. Er ist pünktlich und zuverlässig, versteht sich mit seinen Kollegen und ist mit Begeisterung bei der Sache.“

Hinzu kam die individuelle Begleitung durch Günther Rotthoff als Integrationsassistenten, die eine fachtheoretische Aufbereitung der beruflichen Bildung auch auf dem Außenarbeitsplatz garantierte.

„Ich kann andere Firmen nur ermutigen, unserem Beispiel zu folgen. Allerdings sollten dabei nicht die finanziellen Mitteln im Vordergrund stehen, die es zunächst gibt. Es muss einfach passen“, so Roland Damm. „Ich denke, das ist soziale Verantwortung der Betriebe und gelebte Inklusion.“
Weitere Infos unter www.werthmann-werkstaetten.de oder 02722/921 2013.
(LP)

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