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Attendorn, 04. Dezember 2016

Evangelische Kirchengemeinde ehrt Organisten

Dankesworte und Ständchen zu Gogollas 50-jährigem Orgeljubiläum

Pfarrer Schliebener (rechts) und Kreiskantorin Verena Forstbauer dankten Manfred Gogolla für seine 50-jährige musikalische Begleitung der Gottesdienste.
Pfarrer Schliebener (rechts) und Kreiskantorin Verena Forstbauer dankten Manfred Gogolla für seine 50-jährige musikalische Begleitung der Gottesdienste.
Foto: Karl-Hermann Ernst
Attendorn. Zu Beginn seiner Karriere als Organist in der evangelischen Kirchengemeinde der Hansestadt musste er wieder in die Schule und sogar ins Gefängnis. Manfred Gogolla begann seine Orgeltätigkeit vor genau 50 Jahren zunächst aushilfsweise für Martin Ernst in den Schulen in Petersburg und Helden, in denen die Gemeindeteile ihre sonntäglichen Gottesdienste feierten. Mit einem festlichen Abendgottesdienst feierte die Evangelische Kirchengemeinde Attendorn am Samstag, 3. Dezember, in der Friedenskirche in Petersburg Gogollas 50-jähriges Orgeljubiläum.

Dessen kurzen musikalischen Lebenslauf ließ der Vorsitzende des Presbyteriums, Wolfgang Dröpper, in seiner Dankesrede noch einmal Revue passieren: Der kürzlich verstorbene Pastor Klaus Peters, der sehr schnell nach Gogollas Umzug der Liebe wegen nach Neu-Listernohl die Fähigkeiten des damals 26-Jährigen erkannt hatte, „dienstverpflichtete“ ihn vor 50 Jahren auch für die Gottesdienste in den Justizvollzugsanstalten in Ewig, Siegen und Olpe.

Erst 1971 erhielt Gogolla mit der Fertigstellung der Friedenskirche in Petersburg seine „eigene“ Orgel, nachdem er sich bis dahin mit jeweils einem Harmonium hatte begnügen müssen. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt teilten sich die beiden nebenamtlichen Organisten Manfred Gogolla und Hermann Ernst die Dienste auf, so dass Manfred Gogolla nunmehr auch 14-tägig in der Erlöserkirche Manuale und Pedale bediente. Glückwünsche aus Bielefeld, Lüdenscheid und Plettenberg Nach dem Tod von Hermann Ernst übernahm er zunehmend auch die Begleitung bei den Amtshandlungen. Heute spielt er nach Jahren der Zusammenarbeit mit Gabriele Fuchs-Rinscheid und Ulrich Schauerte die Orgel im Wechsel mit Anne Jürgens, Wolfgang Elsässer und dem Kirchenmusikdirektor i.R. Gerhard Strub. 

Wolfgang Dröpper sprach Gogolla persönlich und für die Kirchengemeinde seinen Dank aus. Zudem verlas er das Glückwunschschreiben der evangelischen Landeskirche in Bielefeld. Auch die Kreiskantorin des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Verena Forstbauer, die auch an diesem Abend die Orgelbegleitung des Gottesdienstes übernahm, dankte dem 77-jährigen Gogolla im Namen des Kirchenkreises für die 50-jährige musikalische Begleitung der Gemeindearbeit in Attendorn und drückte den Wunsch aus, dass diese Zeit noch lange währen möge. In diesem Zusammenhang wies der Jubilar daraufhin, dass er während dieser Zeit nicht ein einziges Mal aus Krankheitsgründen einen Orgeltermin versäumt habe. CJVM singt für den Jubilar Pfarrer Andreas Schliebener hatte zuvor in seiner Predigt schon auf die 50-jährige Tätigkeit des Jubilars und die Bedeutung der Orgel für die Kirchenmusik besonders in der evangelischen Kirche hingewiesen.

Ihren Dank für die langjährige musikalische Begleitung ihrer Gottesdienste sprach Margret Krüger für die Heldener Gemeindegruppe aus und überreichte Gogolla einen Blumenstrauß. Einen ganz besonderen Dank erhielt er vom CVJM: Einige Mitglieder brachten ihm während des geselligen Beisammenseins nach dem Gottesdienst ein kleines Ständchen. (khe)
(LP)

Bildergalerie: Dankesworte und Ständchen zu Gogollas 50-jährigem Orgeljubiläum