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Attendorn, 10. Oktober 2016

Crone besucht Tagespflege

Crone besucht Tagespflege
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. SPD Bundestagsabgeordnete Petra Crone besuchte am Montag, 10. Oktober, die Tagespflege Repetal, um sich persönlich vor Ort ein Bild von den zahlreichen Angeboten der Einrichtung zu machen.

„Tagesüber betreut und nicht allein, abends nach Hause und wieder daheim“, so das Motto der Tagespflege, die nun schon seit acht Jahren in den ehemaligen Räumen des Landhauses im Repetal beheimatet ist. „Wir haben 15 Plätze und betreuen zurzeit 65 Gäste“, erklärte Pflegedienstleiterin Martina Reucker-Blume. „Nicht alle Gäste kommen täglich, aber alle kommen immer gerne.“ Zusammen mit fünf examinierten Kräften und fünf weiteren Mitarbeiterinnen ist sie für die Pflege und das Angebot zuständig. Träger der Tagespflege sind die „Pflegeprofis“, ein privater ambulanter Pflegedienst mit Annette Saure und Monika Schulte als Geschäftsführerinnen.

Besonders begeistert zeigte sich Petra Crone vom Hol- und Bringdienst für die Gäste: „Das rundum sorglos Paket.“ Auch das täglich durch zwei hauswirtschaftliche Kräfte frisch zubereitete Mittagessen lobt die Abgeordnete. Aber Petra Crone weiß auch aus Besuchen in anderen Einrichtungen, dass es für die Gäste nicht immer ganz leicht ist, hierher zu kommen. „Es ist für viele eine Umgewöhnung und manchmal ist der Partner noch zuhause und macht sich Sorgen. Anfangs rufendie Angehörigen auch schon mal mehrfach an um zu fragen wie es dem Vater, Mann oder der Mutter geht“, weiß Martina Reucker-Blume. Wie gut es ihnen geht, das konnte Petra Crone bei der Morgenrunde erleben. Krankenschwester und Demenzfachkraft  Barbara Poggel las aus der Zeitung vor, wobei einige Artikel intensiv diskutiert wurden. "Befindlichkeiten und Wünsche an der Basis aussehen" Doch zuvor wurden die Räume der Einrichtung besichtigt. Ruheraum, großzügige Bäder, aber auch die Außenanlage sind bei den Gästen gefragt. „Wir haben hier mehr Zeit für die Gäste als in Altenheimen, wo die Klingel im Nacken ist“, so Martina Reucker-Blume. „Außerdem dürfen die Gäste hier machen, was sie möchten. Alle Angebote vom Musizieren bis zum Kegeln sind freiwillig und nicht verpflichtend.“ Kegeln ist aber besonders mittwochs bei den Männern gefragt. Besuche von Kindergärten, Pastor oder auch Chören sind immer gern gesehen und bringen Abwechslung. Diese Abwechslung ist für viele ein Hauptgrund, die Tagespflege zu besuchen. Zuhause sind sie oft allein. Sozialkontakte sind gering.  Petra Crone ging im Gespräch mit Mitarbeiter und Gäste auf Ausbildung und Entlohnung im Bereich Alten- und Krankenpflege ein, erklärte ihre Arbeit in Berlin und wie es zur Gesetzgebung kommt. „Ich mache mir daher wie heute immer ein Bild vor Ort um dann bei der Gesetzgebung auch zu wissen, wovon ich spreche und wie die Befindlichkeiten und Wünsche an der Basis aussehen.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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