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Attendorn, Attendorn, 7. November 2015

Helios Klinik führt Besucher durch Herzkatheterlabor und Wahlleistungsstation

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Helios Klinik präsentiert neue Bereiche
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Bei einem Tag der offenen Tür hat die Helios Klinik in Attendorn am Freitag das neue Herzkathederlabor und die Wahlleistungsstation einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 200 Interessierte folgten der Einladung und warfen bei mehreren Führungen einen Blick hinter die Kulissen. Über vier Millionen Euro, mehr als die Hälfte davon aus Eigenmitteln, hat Helios in den letzten Monaten in der Hansestadt investiert.

Rene Stahl, Pfleger auf der Intensivstation und im Herzkathederlabor, führt eine Besuchergruppe durch die neuen Räumlichkeiten. Das neue Labor liegt auf Ebene vier, genau gegenüber der Intensivstation. „So haben wir immer kurze Wege“, erläutert er, „Hier findet auch die Überwachung statt. Jeder Patient bleibt mindestens zwei Stunden nach der Untersuchung auf der Intensivstation – zu unserer, aber auch zu seiner eigenen Sicherheit.“

Er und sieben andere Kollegen der Intensivstation haben zuvor nicht nur eine zusätzliche theoretische Ausbildung für das Herzkathederlabor absolviert; sie waren auch als Hospitanten im Helios Herzzentrum Wuppertal. „Hier wurden wir in die praktische Arbeit eingebunden und haben viel im Alltag gelernt“, sagt Stahl. Sechs-Personen-Team in zwei Schichten Mit jeweils zwei ausgebildeten Pflegern, Chefarzt Dr. Doldi und drei Oberärzten ist das Herzkathederlabor tagsüber in zwei Schichten und nachts über Rufbereitschaft besetzt. „Die Anlage ist innerhalb von einer Minute einsatzbereit, besonders strahlungsarm und somit für den Patienten wie auch den Untersucher besonders schonend.“ Anschließend erläutert Rene Stahl die Vorgehensweise bei einem Herzkatheder. „Im Ernstfall, bei einem Herzinfarkt, kommt es auf Minuten an“, sagt er. „Je schneller das verstopfte Gefäß wieder geöffnet ist, umso weniger Schaden entsteht.“ Bevor es das neue Labor gab, mussten die Patienten für diese Untersuchung, die auch einen Verschluss der Herzgefäße im Notfall beseitigen kann, entweder nach Lüdenscheid oder Olpe verlegt werden. „Das ist jetzt vorbei. Wir sind hier im Haus jetzt auf dem neusten Stand der Technik.“ 50 Patienten, darunter acht akute Infarkte, nutzten das Herzkathederlabor seit der Inbetriebnahme Anfang Oktober. Wahlleistungsstation bietet Hotel-Ambiente Den neusten Stand findet man auch zwei Etagen über dem Herzkatheterlabor. Die ehemalige Station 63/64 ist nicht mehr wiederzuerkennen. Wahlleistungsstation heißt sie jetzt und erstrahlt im neu renovierten Glanz. Das Ambiente ist einem Hotel angepasst. Es gibt hier zehn Einzelzimmer und neun Doppelzimmer. Alle sind frisch renoviert, jedes Zimmer hat eine eigene Nasszelle, natürlich mit barrierefreier Dusche. Handtücher, Bademantel, alkoholfreie Getränke, eigener Kühlschrank, Pflegeprodukte, Minibar, WLAN und der TV-Bezahlsender Sky, dazu Tageszeitung, individuelle Menüauswahl, Obst sowie Kaffee und Kuchenauswahl am Nachmittag gehören ebenfalls dazu. Gegenüber den Aufzügen ist eine Lounge mit Balkon. Hier kann man Besucher empfangen. Service auch für Selbstzahler „So wollen wir Privat- und Zusatzversicherten, aber auch Selbstzahlern einen Krankenhausaufenthalt mit gehobenem Komfort und Hotelambiente ermöglicht“, sagt Wahlleistungsmanagerin Gabriele Schmitz. 150 Euro pro Tag kostet das Einbettzimmer, das Doppelzimmer schlägt mit rund 83 Euro zu Buche. „Das sind noch die Maximalpreise. Diese werden nach der endgültigen Einstufung durch den privaten Krankenhausverband voraussichtlich geringfügig niedriger sein.“ Grundsätzlich hat jeder Patient die Möglichkeit diese Wahlleistungsstation zu nutzen. Nur bei Entbindungen sollte auch weiterhin die Wöchnerinnenstation genutzt werden.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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