Nachrichten Dies und das
Attendorn, 14. Mai 2018

Bienenaktionstag ein voller Erfolg

"Attendorn summt(e)" am Samstag

Viele Besucher wollten einen Blick ins Innere eines Bienenstockes werfen.
Viele Besucher wollten einen Blick ins Innere eines Bienenstockes werfen.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. „Attendorn summt(e)“ am Samstag, 12. Mai, in der Hansestadt und das ganz fleißig. Die Stadt hatte in Kooperation mit dem Imkerverein Attendorn, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der evangelischen Kirchengemeinde und dem Hummelexperten Roland Friedrich zu einem Bienen-Aktionstag eingeladen. Neben einem Informationsstand in der Innenstadt gab es auch eine Aktionsfläche auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde am Westwall. Hier konnten die Kids herausfinden, wie ein Bienenstock aussieht, wie Honig entsteht, ob die Bienenkönigin eine Krone trägt, ein Insektenhotel basteln und vieles mehr.

Wie in einem Bienenstock, der sogenannten Beute, ging es am Infostand in der Innenstadt zu. Die interessierten Besucher kamen, zum Teil auch im Schwarm, um sich zu informieren und den Honig zu kosten. Magnetischer Anziehungspunkt war eine Schaubeute. Hier konnte jeder, geschützt durch eine Glasscheibe, sehen, wie es im Inneren eines Bienenstockes aussieht. Besonders die Kinder machten es sich zur Aufgabe, unter den hunderten Bienen die Königin zu finden. Diese war nicht nur größer, sondern auch mit einem blauen Punkt gekennzeichnet. Die Imker, die so nicht nur einen hautnahen Einblick in ihr Hobby gaben, standen für zahlreiche Fragen und Anregungen zur Verfügung und freuten sich über jedes Gespräch mit Passanten. „Die Botschaft vom Bienensterben ist bei vielen angekommen“, so der Vorsitzende Andreas Graetz. „Die Menschen machen sich Gedanken und fragten immer wieder nach, was auch sie dagegen unternehmen könnten.“ Dass das gar nicht so schwer ist, konnten die Fachmänner und -frauen mit vielen Tipps erklären. „Wir haben heute unter anderem auch Samen für bienenfreundliche Grünflächen verschenkt“, ergänzt der Vorsitzende. „Es wäre toll, wenn viele, die eine Tüte mitgenommen haben, auch wirklich dafür eine Fläche im heimischen Garten finden. Dann haben sie schon für Nahrung für die Bienen gesorgt. Man kann auch im Garten ein Bienenvolk eines Imkers aufstellen lassen oder einem Insektenhotel einen Standort geben. Es ist vieles möglich.“ Besonders gefragt war auch die Honigverköstigung. Jeder, der wollte, konnte die verschiedenen Sorten probieren. Außerdem hatte Markus Harnischmacher eigens für den Aktionstag ein Honigbrot gebacken und Honigpralinen entworfen. Neben Information konnten besonders die Kinder auf dem Gelände der evangelischen Kirche auch einen Blick in einen echten Bienenstock werfen. Gut geschützt mit Imkerkleidung für Kinder, waren sie hautnah dabei und konnten einem Imker über die Schulter schauen. Wer wollte, konnte ein Insektenhotel basteln und eine Fotobeute zeigte auch hier das Innenleben eines Bienenstocks, allerdings ohne die kleinen Honigsammler. Die Schaubeute, deren Anschaffung mit Unterstützung der Sparkasse ALK und des Ehrenmitglieds Franz-Josef Köster ermöglicht wurde, hat ab sofort an der Attandaraschule ein neues Zuhause.

„Wir haben uns sehr über die überwältigende Resonanz gefreut und möchten uns bei allen, die uns geholfen und unterstützt haben, bedanken“, ergänzt Andreas Graetz „Damit hat sich die monatelange Arbeit gelohnt.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: "Attendorn summt(e)" am Samstag