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Attendorn, Attendorn, 26. Juni 2015

Kreuzung L539 Richtung Olpe/Attendorn: Schaltzeiten sorgen für Verwirrung

Ampelanlage ärgert Autofahrer

Ampel ärgert Autofahrer
Foto: Barbara Sander-Graetz
Das geplante Industriegebiet Fernholte-Eckenbachtal sorgt nicht nur bei Befürwortern und Gegner für Diskussionen, auch die Autofahrer raufen sich die Haare. Schuld ist die Ampelanlage am Kreuzungspunkt L539 Richtung Olpe/Attendorn und Gut Ewig. Sie ist seit einem halben Jahr im Betrieb und sorgt im Berufsverkehr für kilometerlange Staus.

Morgens staut sich der Verkehr hier nicht selten bis zum Kraghammersattel, und Autofahrer aus Richtung Listerscheid haben es auch bei Grün schwer, in den fließenden Verkehr zu gelangen. „Gewinner" sind die Abbieger, die aus Richtung JVA und ACS kommen. Mussten sie früher eine Lücke im fließenden Verkehr abpassen, sorgt heute die Ampel dafür, dass sie freie Fahrt haben. Freie Fahrt zeigt die Ampel auch in regelmäßigen Abständen zum Industriegebiet Fernholte an. Doch eine Zufahrt ist noch gar nicht möglich, Barken versperren den Weg. Dafür warten die Autofahrer auf der anderen Seite in Richtung Olpe lange darauf, dass bis es weiter geht.

Jürgen Große, UWG-Mitglied und Polizist, erklärte die Problematik und die damit verbundene Unfallhäufigkeit in der Stadtverordnetenversammlung. Rolf Schöpf (CDU) fragte, ob die Anlage nicht einfach abgeschaltet werden könne. „Die Zahlen, die der Landesbetrieb Straßen NRW als Grundlage für die Berechnung der Ampelschaltzeiten genommen hatte, sind nicht mehr ganz aktuell“, sagte Kämmerer Klaus Hesener. „Wir haben uns auch schon mit dem Landesbetrieb in Verbindung gesetzt und um Nachbesserung gebeten.“ Keine Alternativen in Sicht Abschalten könne man die Ampelanlage aber nicht, auch nicht bis zur Fertigstellung des Industriegebietes Fernholte-Eckenbachtal. „Die Straße ist jetzt hier vierspurig. Zwei Spuren gehen Richtung Olpe, hinzu kommen eine Abbiegespur und die Fahrspur Richtung Attendorn. Für Abbieger aus Ewig in Richtung Olpe ist eine Überquerung ohne Lichtanlage zu gefährlich“, so Hesener. Auch eine vorgeschaltete Ampelanlage mit Warnlicht komme nicht als sinnvolle Alternative in Betracht.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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