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Attendorn, 18. Juni 2017

Funker und Funkerinnen aus ganz Deutschland im Sauerland

13. Fichtenfieldday des Deutschen Amateur-Radio-Clubs

Dank ausgeklügelter Technik konnten aus dem Sauerland Kontakte in die ganze Welt geknüpft werden.
Dank ausgeklügelter Technik konnten aus dem Sauerland Kontakte in die ganze Welt geknüpft werden.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Von Barbara Sander-Graetz
Redaktion
Weltringhausen. Noch bis zum Sonntag, 18. Juni, veranstaltet der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) Ortsverein Lennestadt den 13. Fichtenfieldday in Weltringhausen bei Attendorn. Zwei große Gittermasten mit Antennen, die bis zu 25 Meter ausgefahren werden können, sind schon von weitem zu sehen. Nein, hier hat nicht die NSA ein geheimes Abhörlager aufgebaut, sondern rund 80 Funker und Funkerinnen treffen sich zurzeit hier, um drahtlos rund um die Welt von A nach B zu kommunizieren.

Mithilfe von zwei Funkstationen, die für die Kommunikation über UKW oder Kurzwelle zuständig sind, wird Weltringhausen aktuell zum Nabel der Welt der Funker in Deutschland. Kontakte nach Indonesien, Japan, Aserbaidschan oder Amerika lassen sich im Minutentakt herstellen. „Das ist Völkerverständigung über Grenzen hinaus“, weiß Funker Kai-Uwe Pieper. Er hat einen ausrangierten Funkwagen der Bundeswehr mitgebracht.

Dabei gehe es weniger darum, zu erfahren, wie das Wetter am anderen Ende der Welt ist oder was es dort Neues gibt. „Beim Amateurfunk geht es um die Methoden, mit denen überhaupt eine Kontaktaufnahme möglich ist. Die eigentlichen Gesprächsinhalte beschränken sich meist auf funkspezifische und technische Dinge“, berichtet Pieper. Ein reiner Informationsaustausch ist heute mit Internet und Handys wesentlich einfacher. Handarbeit & Rahmenprogramm Löten und Programmieren von Mikrocontrollern stehen auch im Mittelpunkt der Workshops und Vorträge. „Es ist für einen Funker immer spannend, auch Dinge selber zu bauen, besonders wenn es sie nicht so gibt, wie er sich das vorstellt“, ergänzt der Vorsitzende des ausrichtenden Ortsvereins, Manfred Jung. Um das umzusetzen, ist ein Erfahrungs- und Ideenaustausch ganz wichtig. „Wir haben das Ziel, hier oben innerhalb von sechs Stunden eine Netz- und Infrastruktur zu schaffen. Das gelingt von Jahr zu Jahr besser.“

In diesem Jahr sind aus den 24 Funkdistrikten, die es in Deutschland gibt, 14 anwesend. Viele sind mit Familie angereist und nutzen den benachbarten Zeltplatz zum Übernachten. Es gibt natürlich auch ein Rahmenprogramm. So werden Schwedenstühle aus Holz gefertigt. Ein Lagerfeuer lädt zum Verweilen ein, eine Hängematte zum Ausruhen. Bei einer „Fuchsjagd“ gilt es, versteckte Sender mit einem Peilempfänger zu finden und ganz nebenbei werden auch noch Freundschaften geschlossen oder vertieft.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: 13. Fichtenfieldday des Deutschen Amateur-Radio-Clubs