Nachrichten Sport
Lokalsport, 02. Mai 2018

Fußball-Kreispokal

VfR Rüblinghausen und SC Drolshagen kämpfen um zweites Final-Ticket

Kreispokal: VfR Rüblinghausen und SC Drolshagen ermitteln 2. Finalisten
Symbolfoto: Prillwitz
Rüblinghausen. Der VfR Rüblinghausen und der SC Drolshagen ermitteln am Donnerstag, 3. Mai, den zweiten Kreispokal-Finalisten. Um 19 Uhr wird das Duell zwischen der torhungrigsten Mannschaft der Kreisliga A und der Mannschaft mit der drittbesten Defensive der Bezirksliga 5 auf dem Sportplatz „Am Birkendrust“ angepfiffen.

Mit dem 3:0-Heimsieg gegen die SG Hützemert/Schreibershof hat der VfR Rüblinghausen am Sonntag den Bezirksliga-Aufstieg so gut wie perfekt gemacht. Vier Spieltage vor Saisonende hat der A-Liga-Spitzenreiter damit zwölf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Rothemühle. Der Aufstieg ist dem VfR Rüblinghausen damit nur noch theoretisch zu nehmen. Die drei Treffer am Sonntag waren die Saisontore Nummer 74 bis 76. Damit hat die Mannschaft von Trainer Avdi Quaka im Schnitt 2,9 Treffer pro Partie erzielt.

Also auch im Pokal-Halbfinale auf Attacke setzen? Mitnichten. „In der Liga sind wir gezwungen, offensiv zu spielen, weil wir in jeder Partie gegen eine Mauer anrennen“, sagt Quaka. Das sei gegen den SC Drolshagen allerdings nicht zu erwarten, gegen den es „immer noch ein Klassenunterschied von einer Liga ist“. Außerdem ist es für Quaka im Pokalwettbewerb ohnehin erst einmal entscheidend, kein Tor zu kassieren. Einsatz von Stammtorhüter Stahl fraglich Umso härter würde den VfR Rüblinghausen daher der Ausfall von Daniel Stahl treffen. Der Stammtorhüter laboriert an Kniebeschwerden und musste auch am Sonntag aussetzen. Sein Einsatz ist laut Quaka fraglich. Für ihn würde – wie zuletzt auch gegen die SG Hützemert/Schreibershof – Maximilian Stracke zwischen die Pfosten rücken. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Sechser Max Niemann, der nach Verletzungsproblemen in der Rückrunde erst eineinhalb Spiele absolviert habe.

Deutlich mehr Ausfälle muss der SC Drolshagen verkraften – und das teilweise schon seit Monaten und sogar seit Saisonbeginn. Mit Joel Stamm (Meniskusschaden), Philipp van Gerven (Schambeinverletzung), Fathi Ulutas (Kreuzbandriss), Marius Mester (Hüft-OP), Adrian Bock (Kreuzbandriss), Theo Maiworm (Kreuzbandanriss) und Timo Schaffhäuser (Schambeinverletzung) fehlen Trainer Matthias Würde gleich sieben Spieler langfristig. Zwei oder vier weitere Ausfälle für Würde? Für das Halbfinale fallen außerdem Christopher Koch (Urlaub) und Jannis Neu (Rotsperre) definitiv aus. Ob Würde seinen spielenden Co-Trainer Sebastian Wasem (erkrankt) und Lukas Rademacher (Oberschenkelverletzung) einsetzen kann, wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. „Wir haben, was Verletzungen angeht, in dieser Saison echt Pech“, sagt Würde. Dennoch habe seine Mannschaft als Tabellensechster eine gute Bezirksliga-Saison gespielt. Entscheidend dafür: die starke Defensive. In 23 Spielen hat sich der SC erst 30 Gegentore gefangen.

Auf genau diese Qualität setzt Würde auch für das Halbfinale, das er als „echtes Highlight“ bezeichnet, „auf das wir uns schon seit Monaten freuen“. Mit Blick auf den Gegner spricht der Trainer des SC Drolshagen von einer „schweren Nummer“. Immerhin spiele der VfR Rüblinghausen seit Jahren im Kreisoberhaus oben mit. Der Klassenunterschied werde daher kein Faktor sein. „Ich rechne mit einem offenen Spiel. Die Chancen liegen bei 50:50“, sagt Würde.
Alle Plätze im SC-Fanbus vergeben

Alle 50 Plätze im Fanbus sind belegt, den der Förderverein des SC Drolshagen für das Pokal-Halbfinale in Rüblinghausen gechartert hat. Der Bus fährt am Donnerstag pünktlich um 18.30 Uhr am Marktplatz in Drolshagen ab. Allen Zuschauern, die mit dem Auto anreisen wollen, empfiehlt der Förderverein, sich ebenfalls am Marktplatz einzufinden und Fahrgemeinschaften zu bilden, weil die Parkplätze in Rüblinghausen „bekanntlich limitiert“ seien.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: VfR Rüblinghausen und SC Drolshagen kämpfen um zweites Final-Ticket