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Lokalsport, 11. April 2018

Fußball-Westfalenpokal, Halbfinale

SC Paderborn lässt beim 3:0-Sieg gegen die SpVg. Olpe zahlreiche Chancen aus

Westfalenpokal: SpVg. Olpe chancenlos gegen Drittliga-Primus SC Paderborn
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Paderborn. Nichts zu holen in Ostwestfalen: Die SpVg. Olpe ist am Mittwochabend, 11. April, nach einer 0:3 (0:2)-Niederlage bei Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn im Halbfinale des Westfalenpokals ausgeschieden. Der haushohe, drei Klassen höher spielende Favorit hatte die Partie in der Benteler-Arena vor über 1100 Zuschauern zu jeder Zeit voll im Griff und musste sich hinterher nur den Vorwurf gefallen lassen, nicht deutlich höher gewonnen zu haben.

Für die SpVg. Olpe war es das zweite Spiel unter Interimscoach Ingo Peter, der erst in der Vorwoche als Nachfolger des entlassenen Marek Lesniak verpflichtet worden war (siehe unten). Der Westfalenligist stand vom Anpfiff weg sehr tief und versuchte sein Glück mit langen Schlägen in die gegnerische Hälfte. Für Entlastung sorgte das gegen den souverän und höchst dominant auftretenden SC Paderborn allerdings nicht – im Gegenteil, wie ein Blick in die Statistik zeigt: Nach 23 Minuten standen für die Ostwestfalen bereits elf (!) Eckbälle zu Buche. Darüber hinaus führten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt auch bereits mit 1:0. Thomas Bertels hatte in der zehnten Spielminute eine Flanke von der rechten Seite aus fünf Metern unbedrängt und unhaltbar in die Maschen geköpft. 

Die Hausherren drängten in der Folge auf das zweite Tor, ließen jedoch ein halbes Dutzend Möglichkeiten ungenutzt. Besser machte es schließlich Marc Vucinovic, der Olpes Schlussmann Dominik Bölker mit einem trockenen Dropkick ins kurze Eck von der rechten Strafraumkante überwand (38.). Bis zum Seitenwechsel hätten die Paderborner noch mehrmals nachlegen können, ließen aber weitere Hochkaräter aus. So ging es mit einem aus Gästesicht schmeichelhaften 2:0 in die Kabinen. Chancenwucher auch nach dem Seitenwechsel Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild: Der SC Paderborn schnürte die SpVg. Olpe in deren Hälfte ein und erspielte sich zahlreiche weitere Gelegenheiten, ließ aber die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen. Und die Paderborner sammelten fleißig weiter Eckbälle: Nummer 25 wurde in der 84. Minute notiert. Quasi mit dem Schlusspfiff gelang dem eingewechselten Sergio Gucciardo schließlich der hochverdiente dritte Treffer für den SC Paderborn. 

Damit trifft der Sportclub am 21. Mai im Endspiel um den Westfalenpokal auf Regionalligist Tus Erndtebrück, der in der Vorwoche überraschend Drittligist SF Lotte mit 2:1 bezwungen hatte.
Stenogramm

SC Paderborn: Ratajczak – Wassey, Wimmer (46. Itter), Herzenbruch, Bertels (74. Gucciardo), Vucinovic, Schallenberg, Stingl, Fesser, Zolinski, Geurts (60. Selkos)

SpVg. Olpe: Bölker – Griffel, Stöcker, Krumm, Schulte (46. Ohm), Ziegler, Buchen, Scheppe, Santana (46. Hebbecker), Prothmann, Pfaffenrot (73. Rath)

Schiedsrichter: Max Krämer

Tore: 1:0 (10.) Bertels, 2:0 (38.) Vucinovic, 3:0 (90.+1) Gucciardo
In der Vorwoche war Trainer Marek Lesniak am Kreuzberg wegen anhaltender Erfolgslosigkeit und nach drei Niederlagen in Serie entlassen worden. Die Trendwende blieb im ersten Spiel unter Ingo Peter aus: Die Spielvereinigung verlor ihr Heimspiel gegen den Lüner SV am Sonntag trotz früher Führung mit 1:3. Nach 22 von 28 Spieltagen liegen die Olper auf Platz 13 – und nur dank der um drei Treffer besseren Tordifferenz vor dem punktgleichen SC Brackel, der den ersten Abstiegsrang belegt. 

Marek Lesniak hatte die SpVg. Olpe zur Saison 2015/16 übernommen. Unter dem Ex-Bundesliga-Profi und ehemaligen polnischen Nationalspieler beendeten die Kreisstädter die ersten beiden Spielzeiten als Fünfter bzw. Siebter, ohne in Abstiegsgefahr zu geraten. Im Vorjahr gewann der Westfalenligist unter Lesniaks Regie den Kreispokal. Im Sommer wäre der Vertrag des 54-Jährigen am Kreuzberg ausgelaufen; mit Thomas Hütte hatte die SpVg. Olpe im Dezember bereits den neuen Coach für die kommende Spielzeit vorgestellt.
Der Weg ins Halbfinale

Runde 1: FC Marl – SpVg. Olpe 0:5

Runde 2: SpVg. Olpe – Holzwickeder Sport Club 2:1

Achtelfinale: SpVgg. Horsthausen – SpVg. Olpe 0:7

Viertelfinale: SpVg. Olpe – DJK TuS Hordel 3:0
Ein Artikel von Sven Prillwitz

Bildergalerie: SC Paderborn lässt beim 3:0-Sieg gegen die SpVg. Olpe zahlreiche Chancen aus