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Lokalsport, 08. März 2019

Mehrere Langläufer aus Kreis Olpe in Schweden dabei

Oberhundemerin Melina Schöttes beste Deutsche beim Vasalauf

Vasa-Lauf in Schweden: Mit dabei waren Melina Schöttes (Mitte) aus Oberhundem, ihr Bruder Manuel (re.) und ihr Vater Andreas.
Vasa-Lauf in Schweden: Mit dabei waren Melina Schöttes (Mitte) aus Oberhundem, ihr Bruder Manuel (re.) und ihr Vater Andreas.
Foto: privat
Kreis Olpe. Immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis,  für jeden ambitionierten Skilangläufer ist der Vasalauf in Schweden, das weltweit größte Skilanglauf-Spektakel. Über 60.000 Sportler aus der ganzen Welt hatten hierfür gemeldet. Alleine der Hauptlauf über 90 Kilometer von Sälen nach Mora war mit knapp 16.000 Sportler komplett ausgebucht.

Für die 20-jährige Melina Schöttes vom SC Oberhundem sollte es die Premiere über die Mammutdistanz von 90 Kilometern sein und es wurde ein mehr als erfolgreiches Debüt auf der Traditionsstrecke, auf der bereits ihr Opa Peter Schöttes in den 70er-Jahren, das letzte 1979, also vor genau 40 Jahren, die Ski unterschnallte.
 Auch Vater und Bruder am Start Aber nicht nur der Hauptlauf stand für Melina, ihrem Bruder Manuel und Vater Andreas auf dem Programm. Zusammen mit zwei Sportlern vom Ski Club Girkhausen wollten sie an dem Stafettvasa teilnehmen. Hier wird die komplette Strecke von 90 Kilometern abwechselnd von insgesamt fünf Sportlern zurückgelegt. Ein Ereignis, zu dem 2.360 Staffeln gemeldet hatten.

Die Girkhäuser Lennert Versen und Norbert Saßmannshausen liefen die ersten beiden Abschnitte, bevor Manuel Schöttes übernahm und nach 14 Kilometer an seine Schwester Melina übergab. Andreas Schöttes lief den letzten Abschnitt und erreichte nach 5:07:42 das Ziel. Dies bedeutet einen hervorragenden Gesamtplatz 131 und eine Medaille. Melina Schöttes lief auf ihrem Teilabschnitt sogar die zehntbeste Zeit von den knapp 2.400 Staffeln.
 Probleme durch Wind und Schnee Zwei Tage später stand der Hauptlauf über 90 Kilometer von Sälen nach Mora an. Schneefall über den kompletten Wettkampftag in Verbindung mit Wind machte diesen Lauf zu einem der langsamsten der letzten Jahre. An den Anstiegen war der Schnee knöcheltief.All dies störte Melina Schöttes nicht und sie hielt von Anfang an den Anschluss zur Spitze. „Nach ungefähr 25 Kilometer wurde ich in einer Abfahrt in eine Sturz verwickelt, danach hatte ich für ungefähr zehn Kilometer ein paar Probleme, dann ging es wieder besser,“ so Melina Schöttes. Nach 5:55:37 überquerte sie absolut erschöpft die Ziellinie. Nach ein paar Minuten konnte sie ihr sensationelles Ergebnis realisieren: Platz 29 in der Damenwertung und beste deutsche Starterin überhaupt sowie Gesamtplatz 620. Auf nur einem Stock ins Ziel Vater Andreas Schöttes erreichte nach 6:45:11 Stunden auf Platz 1.547 bei den Herren das Ziel in Mora. „Es war mein sechster Vasalauf, aber bei solch harten Bedingungen bin ich bisher auch noch nicht gelaufen“, so der Oberhundemer. Manuel Schöttes erging es nicht so gut. „Nach 20 Kilometer hat mit jemand meinen Stock abgetreten, dann musste ich fast 20 Kilometer mit nur einem Stock laufen, da konnte ich den Anschluss nicht mehr halten“, so der 25-jährige. Er erreichte nach 7:36:30 Stunden das Ziel in Mora., was Platz 3.161 bedeutete.
Auch Carmen Otto und Peter Schneider starteten in Schweden.
Zwei weitere Sportler aus dem Kreis Olpe feierten eine Premiere beim Vasalauf. Die Trailspezialisten Carmen Otto und Peter Schneider vom Sport Schneider-Trail-Team tauschten in Schweden die Crossschuhe mit den Langlaufskiern. Auf den Laufstrecken gehören sie zweifellos zu den Besten. Auch auf den 90 Kilometern zahlte sich ihre Ausdauer und Willensstärke aus und beide erreichten das Ziel. Peter Schneider benötigte 8:57:55 Stunden, was bei den Herren Platz 6.110 bedeutete. Carmen Otto lief nach 10:35:16 Stunden als 1132. Dame über die Zielleine. Unter allen Teilnehmern war dies Platz 10.191. Gänsehaut-Momente Zwei Tage zuvor hatten Carmen Otto und Peter Schneider bereits den "Nattvasan 45" bestritten, einem Team-Nachtlauf über 45 Kilometer. „Bei dem Start im Dunkeln bekam man schon eine Gänsehaut, als 600 Kopflampen angingen“, berichten sie.“ Schwierig wurde es im Schein der Kopflampen bei schnellen Abfahrten, da die Strecke eisig war. Nach 3:04:55 Stunden kamen die beiden auf Platz 81 als eines der besten Mixed-Teams ins Ziel.
(LP)

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