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Lokalsport, 25. November 2016

Mit drei Judoka des TV Attendorn

JKG Siegen qualifiziert sich für Bezirksliga-Finalrunde

Zu fünft mussten Dennis Krämer, Florian Müller, Sebastian Kuhlmann, Manuel Cordes und Aymann Faiad (von links) die Leistung von sieben Kämpfern erbringen.
Zu fünft mussten Dennis Krämer, Florian Müller, Sebastian Kuhlmann, Manuel Cordes und Aymann Faiad (von links) die Leistung von sieben Kämpfern erbringen.
Foto: privat
Attendorn/Siegen. Drei Judoka des TV Attendorn gingen kürzlich für die JKG Siegen an den Start: Dennis Krämer, Florian Müller und Manuel Cordes wurde im zweiten Poolwettkampf der Bezirksliga einiges abverlangt. Da eigentlich sieben Sportler im Team gebraucht werden, musste sich Manuel Cordes, der gleichzeitig auch Trainer der Judoka ist, einiges einfallen lassen. Der Bericht des TV Attendorn:

„Zeitgleich zum Aufstieg der ersten Mannschaft der JKG Siegen (LokalPlus berichtete; Anm. d. Red.) verbuchte die zweite Mannschaft der Südsauerländer mit der Qualifikation zur Finalrunde der Bezirksliga mehr als einen Achtungserfolg.

Da verständlicherweise fast alle verfügbaren Kämpfer für den Aufstiegskrimi in Herne gebraucht wurden, standen für den zweiten Poolwettkampf der Bezirksliga nur fünf Judoka zur Verfügung. Davon waren Dennis Krämer, Florian Müller und Manuel Cordes vom TV Attendorn im Einsatz. Aber diese fünf wackeren Kämpfer holten das Bestmögliche an diesem Tage heraus. Eigentlich sieben Kämpfer mehrerer KlassenEin Judoteam besteht normal aus sieben Kämpfern, die die verschiedenen Gewichtsklassen, von 60 Kilogramm bis mehr als 100 Kilogramm, besetzen müssen. Da von den fünf angereisten Sauerländern drei die gleiche Gewichtsklasse hatten, musste sich Trainer Manuel Cordes einiges einfallen lassen, um alle Kämpfe optimal durch Hochsetzen einiger Judoka zu vergeben.

Zum Anfang gegen den JC Samurai Schwelm musste Florian Müller, eigentlich -81 Kilogramm eingewogen, in der Klasse bis 90 Kilogramm antreten. Doch Florian ließ sich den Gewichtsunterschied nicht anmerken und beherrschte seinen Gegner nach Belieben. Zuerst durch einen Tomoe-Nage (Selbstfallwurf) und kurze Zeit später durch einen Fussfeger sicherte sich Florian große Wertungen, um den Kampf vorzeitig zu gewinnen. Fehler nach zehn SekundenSebastian Kuhlmann musste auch eine Klasse hochrutschen und fand sich in der offen Klasse (+100 Kilogramm) wieder. Leider verschlief er den Auftakt ein wenig. Nun rannte er seinem Gegner hinterher und fiel auf einen Konter rein. Manuel Cordes ist sogar zwei Gewichtsklassen höher angetreten (-81 für -100 Kilogramm). Doch er nutze seine ganze Erfahrung und nutze den ersten Fehler des Schwelmers nach zehn Sekunden aus um Ihn mit Tani-o-toshi (Handwurf)zu werfen. Somit ging die Führung wieder an die JKG. Aymann Faiad (-73 Kilogramm) setzte wie gewohnt strake Seoi-Nage Ansätze (Schulterwurf) an und holte somit die Punkte für den Sieg.

Jetzt ging Youngster Dennis Krämer (-81 Kilogramm) auf die Matte. In seinem erst dritten Kampftag bei den Senioren ließ Dennis keine Unsicherheit aufkommen und zwang seinen Gegner mit einem Feger zu Boden und hielt ihm im Boden fest. Das war der vierte und damit siegbringende Punkt. Die letzten beiden Kämpfe (-60 und-66 Kilogramm) mussten kampflos abgegeben werden, aber der Sieg stand mit 4:3 für die JKG zu Buche. Sieg mit taktischer LeistungGegen den Gastgeber SV Lünen, bis jetzt ungeschlagen in der Liga, lief es nicht so gut. Florian merkte man die Anstrengung aus dem ersten Kampf noch an, und er konnte leider nicht gewinnen. Aber Sebastian machte es diesmal besser. Er konnte mit einer taktischen Leistung den Lüner zu Strafen zwingen. Diesen Vorsprung gibt er nicht mehr her, und sein Gegner musste entkräftet aufgeben. 

Manuel wollte jetzt nachlegen. Lange ging das Konzept auf, und er hielt den deutlich schwereren Gegner auf Distanz. Doch dann wollte er sprichwörtlich mit dem Kopf durch die Wand und wurde dabei ausgekontert. Aymann, gewohnt stark, sicherte schnell den nächsten Punkt durch einen Tani-o-toshi. Dennis konnte diesmal nichts gegen einen sehr erfahrenen Gegner ausrichten, und die letzten beiden Kämpfe mussten wieder kampflos abgegeben werden. Kampf um Aufstieg eröffnetDer eine Sieg brachte aber die nötigen Punkte, um sich für die Finalrunde der besten vier Mannschaften zu qualifizieren. Jetzt haben die Judoka der JKG Siegen die Chance, in zwei Wochen um den Aufstieg mitzukämpfen. Und die tapferen Judoka, die sich trotz Unterzahl so wacker geschlagen und immer an Ihre Chance geglaubt haben, haben sich die Möglichkeit mehr als verdient.“
(LP)

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