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Lokalsport, 23. Dezember 2016

Mit der roten Laterne in die Winterpause

Fußball-Frauen des FC Finnentrop unterliegen in Recklinghausen 2:4

Fußball-Frauen des FC Finnentrop: Mit roter Laterne in die Winterpause
Foto: Matthias Gutwein
Von Franziska Menn
Redaktion
Recklinghausen. Im letzten Spiel des Jahres mussten die Westfalenliga-Frauen des FC Finnentrop eine weitere Niederlage hinnehmen. Die Schützlinge von Trainer Mentor Bujupaj verkauften sich beim Tabellenzweiten und Aufstiegsfavoriten 1. FFC Recklinghausen teuer, fuhren nach einer 2:4 (1:3)-Niederlage aber ohne Punkte zurück ins Sauerland. Immerhin: Der FC Finnentrop, Schlusslicht der Westfalenliga, hatte eine tolle Moral ubewiesen und ein deutliches Zeichen gesetzt, sich im Kampf um den Klassenerhalt keineswegs aufgegeben zu haben.

Das Spiel begann aus FC-Sicht wie schon mehrfach in dieser Saison mit einer frühen Führung des Gegners. Die Gastgeberinnen legten los wie die Feuerwehr und gingen in der 10. Minute durch Sabrina Mallner mit 1:0 in Führung. Doch die Bujupaj-Elf ergab sich nach dem frühen Rückstand keineswegs in ihr Schicksal, sondern spielte mutig mit – und wurde prompt belohnt: In der 12. Minute setzte sich Elena Strautz auf der rechten Seite durch und flankte zielgenau auf die mitgelaufene Eva Hochstein, die mit einem schulmäßigen Kopfball das 1:1 markierte.

Die Freude wiederum war von kurzer Dauer bei den Sauerländerinnen, denn Sabrina Mallner brachte Recklinghausen in der 16. Minute erneut in Führung. Als Pakize Dökel in der 26. Minute auf 3:1 aus Sicht des Favoriten erhöhte, schien die Partie gelaufen. Der 1. FFC Recklinghausen dominierte nun die Partie, die Gastmannschaft konnte sich nur gelegentlich aus der Umklammerung befreien. Carmens Anschlusstreffer lässt Gäste wieder hoffen Direkt nach dem Seitenwechsel deutete der FC Finnentrop mit großem Einsatzwillen und auch spielerischem Esprit an, dass er sich nicht geschlagen geben wollte. In der 50. Minute wuchtete Weronika Camen einen Freistoß aus 20 Metern Torentfernung zum Anschlusstreffer in die Maschen. Und plötzlich schien die Partie zu kippen, die Gastgeberinnen verloren zeitweilig ihre Souveränität, ungewohnte Fehler schlichen sich ein. In der 58. Minute wäre dem FC Finnentrop fast der Ausgleich gelungen: Elena Strautz setzte sich an der Strafraumgrenze durch und schoss sofort aufs Tor. FFC-Keeperin Anja Goretzki konnte aber den Ball mit einer Glanzparade um den Pfosten lenken. Diese starke Phase des FC Finnentrop wurde dann jäh beendet. Irgendwie hatte die Defensive Marina Kruse völlig aus den Augen verloren. Freistehend erhöhte die Stürmerin des Tabellenzweiten die eigene Führung auf 4:2. Mit diesem Vorsprung im Rücken übernahm Recklinghausen in der Folge wieder die Spielkontrolle. Schulte gibt sich kämpferisch „Die Tabellenstatistik ist ernüchternd. Der FC Finnentrop trägt zwar weiterhin die rote Laterne, aber die Mannschaft hat heute erneut gezeigt, dass noch mit ihr zu rechnen ist", verabschiedete sich Finnentrops 1. Vorsitzender Engelbert Schulte nach der Niederlage mit kämpferischen Worten in die Winterpause.
FC Finnentrop
Tigges – Bathe, Brüggemann, Gutwein, Schulte, Filter, Strautz (Wanken), Hochstein, Becker (Jungermann), Gunkel, Carmen
Ein Artikel von Franziska Menn

Bildergalerie: Fußball-Frauen des FC Finnentrop unterliegen in Recklinghausen 2:4