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Lokalsport, 22. Mai 2018

Fußball-Kreispokal

FC Lennestadt stellt sich auf umkämpftes Pokalfinale gegen SC Drolshagen ein

Kreispokalfinale: FC Lennestadt empfängt SC Drolshagen
Symbolfoto: Sven Prillwitz
Lennestadt. Die Gastgeber peilen den nächsten Erfolg der laufenden Saison an, während die Gäste einer Premiere entgegenfiebern: Im Endspiel um den Fußball-Kreispokal empfängt Westfalenliga-Aufsteiger FC Lennestadt am Freitag, 25. Mai, den SC Drolshagen. Der Bezirksligist steht erstmals im Finale. Anstoß im Hensel-Stadion ist um 19.30 Uhr.

Der FC Lennestadt hat derzeit einen Lauf. An Christi Himmelfahrt machte die Mannschaft von Trainer Jürgen Winkel den direkten Wiederaufstieg perfekt, am Pfingstmontag setzte der Tabellenzweite mit dem 3:2-Heimsieg gegen Landesliga-Meister RSV Meinerzhagen ein Ausrufezeichen. Jetzt will der FC Lennestadt die starke Saison mit dem Pokalsieg krönen. Ein gutes Omen: Auch im Finale vor zwei Jahren hatte der FC im Finale Heimrecht und besiegte vor heimischem Publikum den SV Rothemühle mit 2:0.   

Allerdings mit einiger Mühe, wie sich Winkel erinnert. Nun geht es erneut gegen einen Gegner, der eine Klasse tiefer spielt und auf eine körperbetonte Spielweise setze. „Wir erwarten einen hochmotivierten Gegner, der uns 90 Minuten mit allen Mitteln bekämpfen wird. Wir müssen den Pokalmodus einschalten und aggressiv dagegenhalten“, fordert Winkel. Vor dem Gegner hat er höchsten Respekt: „Die haben sich richtig gut entwickelt und stehen nicht von ungefähr auf Platz sechs in der Bezirksliga.“ Starke Offensive als Trumpfkarte Eine Trumpfkarte seiner Mannschaft dürfte die starke Offensive um die Toptorjäger Florian Friedrichs (35 Liga-Tore) und Christian Schmidt (22) sein: 90 Treffer gelangen dem FC Lennestadt an 29 Spieltagen. Auch personell sieht es gut aus: Bis auf den langzeitverletzten Semih Baser und Alexander Schauerte stehen Winkel alle Spieler zur Verfügung – auch Kevin Schulte. Der Stammtorwart wird nach seiner Verletzungspause voraussichtlich für Steffen Dicke zwischen die Pfosten rücken.

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hat der SC Drolshagen das Kreispokal-Endspiel erreicht. „Für uns ist das ein absolutes Highlight“, sagt Trainer Matthias Würde. Und gleichzeitig, mit Blick auf den höherklassigen, torgefährlichen Gegner, eine „furchtbar schweren Aufgabe“. Aber genau deshalb habe seine Mannschaft auch nichts zu verlieren. Das Ziel: „Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offenhalten, an unser Limit gehen und es den Lennestädtern so schwer wie möglich machen“, kündigt Würde an. DFB-Pokalfinale als Mutmacher Wenn dann noch die „nötige Entschlossenheit“ und das „Quäntchen Glück in entscheidenden Situationen“ hinzukäme, könnte am Ende der Außenseiter triumphieren. Ähnlich sei es am Samstag im DFB-Pokalfinale gelaufen, in dem Eintracht Frankfurt überraschend Rekordmeister Bayern München mit 3:1 niederrang.

Anders als sein Gegenüber Jürgen Winkel muss Würde allerdings auf einige Spieler verzichten. Neben sieben Langzeitverletzten fehlt am Freitag auch Christopher Koch, der im letzten Ligaspiel gegen Fortuna Freudenberg (0:3) die gelbe-rote Karte sah und damit für das Pokalfinale gesperrt ist. Ob Sinan Kesen, der wenige Tage zuvor gegen den SV Ottfingen umknickte, spielen kann, werde sich kurzfristig entscheiden.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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