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Lokalsport, 23. Dezember 2016

Lara Kamp fehlt in Oberwiesenthal Kontinuität

Deutschlandpokal: Melina Schöttes verpasst das Siegerpodest um zwei Sekunden

Melina Schöttes (links) und Lara Kamp.
Melina Schöttes (links) und Lara Kamp.
Foto: privat
Kreis Olpe/Oberwiesenthal. Lara Kamp vom TV Attendorn und Melina Schöttes vom SC Oberhundem sind jetzt in Sachsen beim Deutschlandpokal an den Start gegangen. Schöttes verpasste im Doppeljahrgang U20 nur hauchdünn das Siegerpodest. Der Bericht des SC Oberhundem:

„Die Suche nach Schnee gestaltet sich in diesem Winter bisher sehr schwierig in Deutschland. Bereits Anfang des Monats musste der Deutsche Skiverband Qualifikationswettkämpfe der Skilangläufer nach Italien verlegen, die auch Melian Schöttes vom Ski Club Oberhundem als erste Testwettkämpfe, direkt im Anschluss an einen zweiwöchigen Trainingslehrgang in Norwegen, nutzte.

Auch für den ersten Deutschlandpokal musste kurzfristig ein Ausweichort gefunden werden, da im Biathlonstadion in Ruhpolding kein Schnee lag, um die Auftaktveranstaltung der höchsten deutschen Rennserie im Skilanglauf auszurichten. Fündig wurden die Verantwortlichen in Oberwiesenthal im Erzgebirge. Eine Naturschneedecke rund um den Fichtelberg und genügend Kunstschnee in der Sparkassenarena boten den 200 angereisten Sportlern aus allen Landesverbänden des DSV optimale Bedingungen beim ersten Deutschlandpokal in dieser Saison. Da die Rennen auch international ausgeschrieben waren, nutzten einige tschechische Sportler die Möglichkeit, wichtige FIS-Punkte für die neue Saison zu erlaufen. Auch Lara Kamp vom TV Attendorn und Melina Schöttes vom SC Oberhundem reisten mit Landestrainer Stefan Kirchner und vier weiteren Sportler nach Sachsen. Sprint bei Kaiserwetter Bei Kaiserwetter am Samstag stand ein Sprint auf dem Programm. Sehr anspruchsvolle 1,2 Kilometer auf der FIS homologierten Strecke hieß im Prolog die Vorgabe, die besten 30 Damen und Herren qualifizierten sich für die weiteren Finalläufe. Zufrieden zeigten sich beide heimischen Sportler mit dem Ergebnis des Prologes nicht. Bedeutete es für Lara Kamp mit Platz 40 in der Gesamtwertung das Aus schon im Prolog, ging es für Melina Schöttes nach Platz 21 im Prolog im Viertelfinale weiter.

„Am Berg habe ich mich noch sehr gut gefühlt, konnte aber das Tempo auf dem Flachstück vor der Zielgeraden nicht mehr mit gehen“, war Melina am Ende ein wenig enttäuscht. Die 18-jährige kam im Viertelfinale zwar auf Platz 2 liegend hinter der nach dem Prolog führenden Tschechin ins Stadion. Konnte aber auf der Zielgerade, diesen Platz, der fürs weiterkommen gereicht hätte, nicht sichern. Angriff auf die Spitze mit Wut im Bauch Am Sonntagmorgen stand der Einzellauf in der klassischen Technik über 5 Kilometer auf dem Programm. Mit ein wenig Wut im Bauch ging Melina die anspruchsvolle Strecke sehr beherzt an. Bis Kilometer 4 lag sie auf Platz 2 bei den Juniorinnen, musste dann dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Am Ende reichte es nach 16:27,0 Minuten aber für einen hervorragenden 4. Platz in dem Doppeljahrgang der U20. Lediglich 2 Sekunden fehlten zum Bronzerank. „Heute lief es bedeutend besser, leider fehlte am Ende ein wenig die Kraft“, war die Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Winterberg mit diesem Wettkampftag zufriedener. 

Der Attendornerin Lara Kamp merkte man das fehlende Schneetraining an. Auch wenn sie Anfang Dezember eine Woche in Harrachov auf Schnee trainieren konnte, fehlte die Kontinuität. Die 16-jährige erreichte nach 18:57,5 Minuten das Ziel was am Ende für Platz 43 in dem Doppeljahrgang der U18 reichte. 

Dominiert wurde das Wochenende von Sportlern aus Sachsen und Thüringen, die teilweise schon seit November durchgängig die Möglichkeit haben, auf Schnee zu trainieren, was ein großer Vorteil ist. (…) Weiter geht es mit dem ersten Saisonhöhepunkt, den Deutschen Meisterschaften vom 13.bis 15. Januar an gleicher Stelle in Oberwiesenthal.
(LP)

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