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Lokalsport, 19. September 2016

12. Sportgespräch des Kreissportbundes

„Bildung braucht Bewegung"

Bewusst richtete der Kreissportbund das Sportgespräch in einer Schule aus.
Bewusst richtete der Kreissportbund das Sportgespräch in einer Schule aus.
Foto: privat
Attendorn. Ganz bewusst hatte der Kreissportbund (KSB) Olpe eine Schule als Ort für das diesjährige Sportgespräch mit dem Thema „Bildung braucht Bewegung – Bildungspotential des Sports“ ausgewählt: die Sonnenschule in Attendorn. „Wo, wenn nicht in einer Bildungseinrichtung, kann man besser über Bildung diskutieren?“, fragte Wilfried Schauerte, Vorsitzender des KSB, daher auch rhetorisch.

Die Podiumsgäste und das Publikum gingen schließlich auch in die Diskussion. Landrat Frank Beckehoff, Schulrat Walter Sidenstein, KSB-Vorstandsmitglied Rolf Kantelhardt, Oliver Wacker (Schulleiter der Sonnenschule), Janina Ochsenfeld (OGS-Leiterin der Sonnenschule) und Jens Wortmann (Vorsitzender der Sportjugend NRW) diskutierten angeregt darüber, was es bedeutet, wenn man sagt: „Sportvereine sind Bildungsakteure“.
 
Anhand des kürzlich verabschiedeten Bildungsprofils des KSB wurde darüber gesprochen, ob es die Sportvereine nicht überfordere, wenn man sie als Bildungsakteur mit den damit zusammenhängenden Erwartungen betrachte. Doch so sei dies keine zusätzliche Verantwortung für die Vereine, sondern bereits Realität. Lenen "am eigenen Leib"Sportvereine seien bereits Lernorte. Wer Sport treibt, lerne quasi „am eigenen Leib“ - nicht nur in motorischer Hinsicht, sondern zum Beispiel auch in sozialer und kognitiver Weise, waren sich die Gesprächspartner einig. So sei es auch wünschenswert, wenn die Sportorganisationen vor Ort sich dies noch ein Stück bewusster machen und sich als gleichberechtigter Partner im Bildungs- und Betreuungsbereich sähen, so Jens Wortmann. Nicht nur in der Schule oder im Studium lerne man, sondern auch im Sportverein.

Was diese Sichtweise für die Sportvereins- und Verbandsarbeit nun konkret bedeute, darüber wurde auch diskutiert. So müsse der KSB die notwendige Unterstützung bieten und das Selbstverständnis, dass Sport und Bildung untrennbar zusammengehören, auch verstärkt nach außen vertreten. Nicht zuletzt diene dafür auch die aktuelle Kampagne des Landessportbundes NRW namens „Das habe ich beim Sport gelernt“. (LP)

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