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Kreis Olpe, 02. November 2018

Jahresbilanz

Radfahren im Sauerland liegt weiter voll im Trend

Radfahren im Sauerland liegt weiter voll im Trend
Foto: Nils Dinkel
Kreis Olpe. Eine durchweg positive Bilanz des Jahres 2018 konnte die Sauerland-Radwelt auf ihrer Mitgliederversammlung im Hotel Diehlberg in Olpe ziehen.

Im Rahmen des Geschäftsberichtes stellte Projektleiter Jannik Müller den anwesenden Mitgliedern die durchgeführten Maßnahmen und Projekte vor und gab zudem einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit.

Dass das Thema Radfahren voll im Trend liegt, bestätigen die Zählungen durch fest installierte Messstellen im gesamten Sauerland. Hier lässt sich anhand der ausgewerteten Datensätze ein Wachstum von zum Teil 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nachweisen. Homepage des RuhrtalRadwegs wurde oft aufgerufen So wurden beispielsweise am Messpunkt an der Biggemündung in Finnentrop rund 55.000 Radfahrer im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Oktober 2018 gezählt, 52.200 am Messpunkt in Meschede-Berge.

Und auch online bewegt sich die Anzahl der Interessierten auf einem weiterhin hohen Niveau, wie die ausgewerteten Webstatistiken beweisen.

Allein die Homepage des RuhrtalRadwegs wurde im Zeitraum von Januar bis August 2018 von knapp 200.000 Nutzern aufgerufen und sei damit eine der beliebtesten touristischen Internetseiten im Sauerland. Anforderungen der Urlaubsgäste sollen erfüllt werden Gearbeitet wird darüber hinaus am Qualitätsmanagement der verschiedenen Radrouten, sowohl im Tourenrad- als auch im Mountainbike-Bereich, um die stets wachsenden Anforderungen seitens der Urlaubsgäste weiterhin erfüllen zu können.

Ergebnisse einer ersten Erhebung zum Freizeitwert von Trailparks, durchgeführt im TrailGround Brilon mit mehr als 300 Befragungen, aus diesem Jahr sollen im Frühjahr 2019 vorgestellt werden. Als weitere Projekte für das Jahr 2019 ist die verstärkte Vermarktung des Radnetzes Sauerland und Siegen-Wittgenstein sowie eine intensivere Bespielung der vorhandenen Social Media-Kanäle geplant. Volker Schröder scheidet aus dem Vorstand aus Ebenfalls auf der Tagesordnung standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Nicht mehr im Vorstand der Sauerland-Radwelt aktiv sein wird zukünftig Volker Schröder von Schröder’s Hotelpension in Willingen, der nach 14 Jahren im Vorstand, davon elf Jahre als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, zurücktrat.
(von links): Jannik Müller, Michael Behle, Ulrich Stanciu, Volker Schröder, Ulrich Bork und Katharina Sasse.
Schröder bleibt dem Thema Mountainbike und Radsport im Sauerland jedoch in anderer Position erhalten und wird auch weiterhin als treibende Kraft für das Bike Festival in Willingen aktiv sein.

„Volker Schröder war stets eine kritische und konstruktive Stimme für die Entwicklung der Sportart Mountainbike in der Region“, betonte Jannik Müller in der Verabschiedung. „Die Sauerland-Radwelt hat ihm viel zu verdanken.“ "Vater des Mountainbiken" hält einen Vortrag Neu in den Vorstand der Sauerland-Radwelt wurde Michael Behle vom Hotel Hochheide in Willingen gewählt. Er bekleidet ab sofort den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. „Mit ihm gewinnen wir einen begeisterten Mountainbiker und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit“, so Müller.

Für einen zusätzlichen fachlichen Input im Rahmen der Mitgliederversammlung sorgte der abschließende Gast-Vortrag von Ulrich Stanciu.

Der deutsche Journalist und Buchautor, der  in Fachkreisen als einer der Väter des Mountainbiken in Europa gilt, thematisierte dabei unter dem Titel „Destinationsentwicklung Mountainbike/ Entwicklung, Chancen und Ausblicke“ Möglichkeiten der touristischen Vermarktung der Sportart in Bezug auf das Sauerland. 2023 sollen 80 Prozent mit E-Bikes unterwegs sein „In fünf Jahren werden 80 Prozent der Radfahrer auf E-Bikes unterwegs sein“, prognostizierte der Mountainbike-Pionier die rasante Entwicklung des elektrobetriebenen Bikesports.

Die Destination Sauerland befinde sich durch die bereits angestoßenen Projekte und Maßnahmen schon auf dem richtigen Weg, zukünftigen Ansprüchen gerecht zu werden. Wichtig sei jedoch, darauf zu achten, die bereits vorhandenen Zentren des Mountainbike-Sports durch weitere Angebote in der gesamten Fläche zu entlasten.
(LP)

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