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Attendorn, 06. Juni 2017

Chilenische Segelschule und YCL kooperieren

Übergabe der Clubstander (von links): Osvaldo E. Torres, Eckhard Follmann, Michael Schröder, Eduardo Cruz.
Übergabe der Clubstander (von links): Osvaldo E. Torres, Eckhard Follmann, Michael Schröder, Eduardo Cruz.
Foto: Yacht-Club Lister
Attendorn. Am Wochenende, 3. und 4. Juni, wehten am Fahnenmast des Yacht-Club Lister nicht nur der eigene Clubstander und die Deutschland-Flagge als Zeichen für die Opti-Regatta, es hing auch die Gastlandflagge für Chile. Am Samstag wurde die Partnerschaft zwischen dem Yacht-Club Lister (YCL) und der chilenischen Segelschule Cedena Club Escuela Deportes Nauticos besiegelt. Dies war einer der Höhepunkte der Reise der chilenischen Delegation aus Puerto Williams nach Deutschland. Der Bericht des YCL:

Die Chilenen reisten am Donnerstag, 1. Juni, mit drei Erwachsenen und drei Jugendlichen an. Sie wurden im Sauerland herzlich empfangen, bekamen Clubboote vom YCL, um an der an Pfingsten stattfindenden Regatta teilzunehmen und machten jeden Tag neue Erfahrungen. In Puerto Williams am Kap Hoorn wird es im Sommer, wenn das Wetter sich ganz viel Mühe gibt, maximal 15 Grad warm. Da waren die sommerlichen Temperaturen des vergangenen Wochenendes richtig heiß für die Chilenen.

So war es für die Jugend aus dem kalten Ausland auch das Größte direkt im Anschluss an die Regatta ins Wasser zu springen und nach Herzenslust zu planschen. Die Kinder wohnen in Chile auf einer winzigen Insel und viele von ihnen sind noch nie von dort verreist. So war es eine tolle Erfahrung nicht nur auf den südamerikanischen Kontinent sondern gleich um die halbe Welt zu reisen. Die Eltern konnten ihre Kinder, Jorge, Arturo und Joaquin, in guten Händen wähnen, mitgereist sind der Segellehrer Mauro Garrizo, der Vorsitzende des Segelclubs, Eduardo Cruz, und der Organisator der ganzen Reise, Osvaldo Escobar Torres.
Begrüßungsreden des 1. Vorsitzenden des YCL, Michael Schröder (links) und des Organisators der Reise, Osvaldo E. Torres (rechts). In der Mitte Initiator Eckhard Follmann.
Clubvorsitzender Michael Schröder begrüßte den internationalen Besuch in seiner Willkommensrede sehr herzlich und jonglierte mit den diversen spanischen Bezeichnungen so souverän als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er freute sich über den schönen Segeltag, an dem auch drei chilenische Segel die Bigge bereichterten. Zum ersten Mal wurde der Opit-Cup, der traditionell an Pfingsten ausgesegelt wird, in internationaler Besetzung ausgetragen.Gegenbesuch im kommenden JahrSchröder sah in einem internationalen Jugendprojekt in den Zeiten immer weiter fortschreitender Globalisierung einen Schritt in die richtige Richtung und avisierte einen Gegenbesuch im nächsten Jahr. Sowohl er als auch der Organisator auf chilenischer Seite, Osvaldo E. Torres, betonten, dass gegenseitige Besuche sehr erwünscht und willkommen seien.

Osvaldo Torres stellt danach in seiner kurzen Ansprache in gutem Deutsch fest, dass er es noch gar nicht fassen könne, nun wirklich im Sauerland zu sein. Begonnen hatte die Geschichte am 29. Januar 2016. An diesem besonderen Tag, der genau 400 Jahre nach der Erstumrundung des Kap liegt, segelte er unter anderem mit Eckhard Follmann, Fahrtenwart des YCL, vor Kap Hoorn. Besonderes Lob sprach er hierbei Follmann aus, der mit viel Engagement alle Bedenken und Widrigkeiten beiseite schob, um eine Clubpartnerschaft in die Wege zu leiten. Beide Vereine überreichten gegenseitig ihre Clubstander und freuen sich auf gemeinsame Zeiten.
Chilenen und YCL-Vorstand freuen sich über die neue Partnerschaft (von links), hintere Reihe: Eckhard Follmann, Osvaldo E. Torres, Michael Schröder, Martin Cordes, Eduardo Cruz. Vordere Reihe: Mauro Garrizo und die drei Jugendlichen Jorge Barria, Arturo Oyarzun und Joaquin Cruz.
(LP)

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