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Kreis Olpe, 27. März 2017

Gustav Hensel GmbH & Co. KG: Ausbilder Ingo Hendrichs im Gespräch

Gustav Hensel GmbH & Co. KG: Ausbilder Ingo Hendrichs im Gespräch
Foto: karriere-suedwestfalen.de
Ingo Hendrichs ist Ausbilder in den Bereichen Elektroniker mit Fachrichtung Betriebstechnik sowie Industrielektriker bei der Firma Hensel in Lennestadt. Im Gespräch berichtet er über seine Arbeit als Schaltanlagenbauer sowie über die Vorteile von Hensel als Arbeitgeber.
Hallo Ingo, gerne möchten wir mehr über das Unternehmen Hensel erfahren. Doch zunächst erzähl uns erstmal etwas über Dich.
Gerne. Meine Ausbildung begann im Jahr 1998 bei Hensel als Energieelektroniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik. Nach der Ausbildung, die 3,5 Jahre dauerte, war ich noch ein halbes Jahr im Unternehmen beschäftigt. Dann entschied ich mich für einen 2. Ausbildungsweg im Handwerk in einem anderen Unternehmen als Elektroinstallateur. Parallel habe ich an der Abendschule meinen Meister gemacht und anschließend wieder bei Hensel angefangen.
Welche Tätigkeiten zählen zu Deinem Aufgabenbereich?
Anfangs habe ich für eine kurze Zeit als Hauptmonteur gearbeitet. Danach kam das Prüfen von Schaltanlagen nach der Fertigstellung hinzu. Das mache ich jetzt seit rund zehn Jahren. Vor drei Jahren habe ich den Bereich der Ausbildung im Schaltanlagenbau übernommen und betreue die angehenden Elektroniker und Industrieelektriker mit Fachrichtung Betriebstechnik. In dieser Funktion bin ich für die Auszubildenden der Ansprechpartner: Ich stehe ihnen in der Praxis bei der Arbeit zur Seite, aber selbstverständlich auch in schulischen Fragen.
Und was ist für Dich das Besondere an Deinem Beruf als Elektroniker im Bereich Schaltanlagenbau?
Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf! Jeder Kunde hat andere Ansprüche an seine Schaltanlage, somit sind die Aufgaben sehr vielfältig und abwechslungsreich. Zudem gefällt mir der Kontakt mit meinen Kollegen und das übergreifende Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Abteilungen.
Was reizt Dich am meisten an diesem Beruf?
Im Gesamten macht mir der Beruf einfach Spaß. Besonders reizt mich die Auseinandersetzung mit den ständig ändernden technischen Neuerungen und Vorschriften sowie den sich daraus ergebenden technischen Problemstellungen.
Kommen wir mal zum Thema Ausbildung. Worauf achtest Du als Ausbilder besonders bei der Suche nach neuen Auszubildenden?
Sehr wichtig für uns ist, dass der Gesamteindruck des Bewerbers stimmt. Sicherlich sind gute Noten in den Hauptfächern wichtig, doch noch wichtiger für uns ist, dass die jungen Menschen Begeisterung und Interesse mitbringen. Das wird meistens schon im Bewerbungsgespräch deutlich, wie sie über den Beruf und ihre bisherigen Erfahrungen erzählen.
Was macht Hensel interessant bei jungen Menschen, die eine Ausbildung anstreben?
Hier wird sehr viel geboten: Es beginnt in der Grundausbildung in der die Auszubildenden alle Abteilungen des Unternehmens kennenlernen, ein Kommunikationstraining durchführen, am Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen und gemeinsam zum Kennenlernwochenende fahren. Während der Ausbildung unterstützen wir unsere Azubis mit Werksunterricht und es gibt die Möglichkeit an Fachmessen teilzunehmen oder auch ins Ausland zu gehen.

Besonders wichtig ist uns der Zusammenhalt unserer Auszubildenden, deshalb haben wir ein jährliches Azubi-Projekt eingeführt. Unsere Azubis unternehmen aber auch viel zusammen über die Arbeit hinaus, wie z.B. einen regelmäßigen Azubi-Stammtisch. Die Stimmung unter den Azubis ist sehr gut und darauf sind wir sehr stolz.
Und die Azubis werden auch während der gesamten Ausbildungszeit betreut?
Genau, das ist ganz wichtig. Nur so lernen sie dazu und können sich dementsprechend weiterentwickeln. Unsere Azubis arbeiten, wenn es der Ausbildungsablauf erlaubt, direkt in der Produktion mit und übernehmen dadurch schon selbst Verantwortung.
Warum ist Hensel für Dich ein attraktiver Arbeitgeber?
Für mich ist wichtig, dass ein Arbeitgeber, wie die Firma Hensel, sich für die Belange der Mitarbeiter im beruflichen und privaten Bereich interessiert und darauf eingeht. So wird im Hinblick auf die Weiterbildung jeder Mitarbeiter in allen Abteilungen individuell und vor allem zielgerichtet gefördert und unterstützt. Hensel übernimmt beispielsweise die Kosten für VHS-Kurse in Sprachen oder IT.

Um Familie und Beruf problemlos zusammenzubringen, gibt es auch ein Angebot des Unternehmens. Dazu kooperiert Hensel mit dem HANAH-Servicebüro hier in Lennestadt, welches uns die Möglichkeit gibt, uns über die Themen kurzfristige Betreuung von Kindern oder Pflege der Angehörigen zu informieren. In Bezug auf Gesundheit finden regelmäßig Gesundheitstage statt. Hierbei arbeitet Hensel mit der Physiotherapiepraxis THERAfit.

Des Weiteren übernimmt Hensel die kompletten Kosten im Hinblick auf die individuell benötigte Ausstattung für die Arbeit – wie etwa spezielle Arbeitsschuhe oder Bildschirm-Arbeitsplatz-Brillen. Da wird auf jeden einzelnen Mitarbeiter geschaut. Trotz der Größe des Unternehmens ist Hensel sehr familiär – man auch noch Kontakt zum Chef selbst.
Interviews aus dem Berufsleben

Mit der Reihe "Interviews aus dem Berufsleben" stellt LokalPlus monatlich interessante Berufsbilder und spannende Ausbildungen vor. Zu Wort kommen dabei Fachkräfte, Personaler und Azubis regionaler Unternehmen und Institutionen, die aus ihrem Berufsalltag berichten und so einen authentischen Einblick in deren Arbeitswelt ermöglichen.

Ziel ist es, vor allem junge Menschen für eine Karriere in heimischen Unternehmen zu begeistern und so dazu beizutragen, die Lebens- und Arbeitsregion im Kreis Olpe und darüber hinaus in Südwestfalen nachhaltig interessant zu machen.
Ein Artikel von Christoph Reuber

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