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Kreis Olpe, 23. Oktober 2017

Die Heinrichs GmbH macht sich für die Gesundheit der Belegschaft stark

Im Bild: Ausbilder Björn Esleben (rechts) und Werkzeugmechaniker-Azubi Simon Eberts (links).
Im Bild: Ausbilder Björn Esleben (rechts) und Werkzeugmechaniker-Azubi Simon Eberts (links).
Foto: Unternehmen
Kreis Olpe. Die Heinrichs GmbH und Co. KG blickt auf eine über 100 Jahre lange Unternehmensgeschichte zurück, in der das Familienunternehmen ein stetes Wachstum und eine weitgehende Fertigungsspezialisierung entwickelt hat. Das in der vierten Generation inhabergeführte Familienunternehmen fertigt an zwei Standorten mit rund 270 Mitarbeitern im Schatten des Siciliaschachts im ehemaligen Bergbau-Ort Meggen.

Im Gespräch berichten der Geschäftsführer Karl Heinrichs und der Personalverantwortliche Jens Rauterkus über die Ausbildung und die Arbeitswelt bei Heinrichs.
In welchem Spektrum fertigt Heinrichs?
Karl Heinrichs: Wir fertigen Press,- Zieh- und Stanzteile sowie unterschiedliche Baugruppen vor allem für die Automobilindustrie aber auch für viele andere Branchen. Zu unseren Kunden gehören alle führenden deutschen Automobilhersteller, also Daimler, Audi, BMW und VW, und deren große Zulieferer, beispielsweise Wabco, die Brems-, Fahrzeugregel,- Federungs- und Antriebssysteme für die Nutzfahrzeugbranche fertigen. Wir verfügen neben unseren beiden Werken in Lennestadt-Meggen noch über einen Produktionsstandort in Litauen.
In welchem Bereich bilden Sie aus?
Jens Rauterkus: Wir bilden kaufmännische und technische Fachkräfte aus, zurzeit in sieben unterschiedlichen Ausbildungsberufen. Damit sichern wir unseren Nachwuchs. Neu bei uns ist die Ausbildung zum Stanz- und Umformmechaniker. Wir waren eines der ersten Unternehmen im Kreis Olpe, die in diesem Beruf Ausbildungsplätze angeboten hat. In drei Jahren lernt man auf unsere Branche zugeschnitten alles, was zum Bedienen und Einrichten der hoch komplexen Maschinen nötig ist. Der Ausbildungsgang steht jungen Leuten mit allen Schulabschlüssen offen.
Wie kann man sich auf einen Ausbildungsplatz bewerben?
Jens Rauterkus: Auf unserer Internetseite veröffentlichen wir immer aktuell alle offenen Stellen. Wir freuen uns über Online-Bewerbungen als .pdf-Dokument, wer mag, kann natürlich auch auf herkömmliche Weise eine Bewerbungsmappe zusammenstellen und diese per Post schicken. Initiativ kann man sich natürlich auch gerne bewerben. Wir bieten laufend Praktikumsplätze an. Wenn jemand die ersten Schritte in der metallverarbeitenden Industrie probieren möchte, ist er oder sie bei uns immer herzlich willkommen. Es ist auch möglich, ein duales Studium zu absolvieren.
Welche Eigenschaften sollte ein Bewerber mitbringen, um zu Heinrichs zu passen?
Karl Heinrichs: Neben Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Eigenmotivation ist uns wichtig, dass die Leute auch über den Tellerrand schauen wollen. Soziale aber auch kulturelle Kompetenz ist nicht zuletzt wegen der zunehmenden Internationalisierung des Geschäfts unerlässlich.
Welches Arbeitsumfeld erwartet Arbeitnehmer bei Heinrichs?
Karl Heinrichs: Es herrscht diese familiäre Atmosphäre, die Familienunternehmen zu eigen ist: Wir begegnen uns auf Augenhöhe und ermuntern die Belegschaft, sich und ihre Ideen einzubringen. Und wir investieren regelmäßig in unseren Maschinenpark, der insbesondere über zahlreiche hochmoderne Stanz- und Umformautomaten und Schweißroboter, Bearbeitungs- und Montagemaschinen verfügt.

Jens Rauterkus: Berufsanfänger im dritten Lehrjahr können internationale Joberfahrungen in unserem litauischen Werk sammeln. Wir bieten unseren technischen Azubis außerbetriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten an, unter anderem an der LEWA in Attendorn und bei der Schulungsgesellschaft für Stanz- und Umformtechnik in Dortmund (GSU) und es gibt Ausbildungsfahrten. Anfang Oktober waren wir bei John Deere in Mannheim zur Betriebsbesichtigung, der Traktorenhersteller zählt zu unseren Kunden.
Was zeichnet Heinrichs als Arbeitgeber besonders aus?
Karl Heinrichs: Wir machen uns für die Gesundheit unserer Belegschaft stark: Wir ermöglichen ein Fahrradleasing und jeder kann in einem Fitnessstudio hier in der Nähe komplett kostenlos trainieren, soviel er mag. In Kooperation mit einer Krankenkasse bieten wir regelmäßig Gesundheitstage zu verschiedenen Themen an und sind zurzeit dabei unsere Arbeitsplätze von einem Ergonomie-Berater optimieren zu lassen, wo immer es möglich ist. Die Leute sollen aber nicht nur gesund durch ihr Berufsleben kommen, sondern sich auch in ihrer Freizeit fit fühlen. Daher liegen uns Themen wie Stressbewältigung und körperliche Entlastung in der Freizeit am Herzen.
Interviews aus dem Berufsleben

Mit der Reihe "Interviews aus dem Berufsleben" stellt LokalPlus monatlich interessante Berufsbilder und spannende Ausbildungen vor. Zu Wort kommen dabei Fachkräfte, Personaler und Azubis regionaler Unternehmen und Institutionen, die aus ihrem Berufsalltag berichten und so einen authentischen Einblick in deren Arbeitswelt ermöglichen.

Ziel ist es, vor allem junge Menschen für eine Karriere in heimischen Unternehmen zu begeistern und so dazu beizutragen, die Lebens- und Arbeitsregion im Kreis Olpe und darüber hinaus in Südwestfalen nachhaltig interessant zu machen.
Ein Artikel von Andrea Schulte

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