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Hotline: Integration, 24. August 2017

Axel Sobbeck, Flüchtlingshelfer, im Interview

„Es ist viel Dankbarkeit zu spüren“

Axel Sobbeck.
Axel Sobbeck.
Welcher Impuls hat Sie dazu geführt, in der Flüchtlingshilfe in Lennestadt aktiv zu werden?

Durch zufällig entstandenen persönlichen Kontakt und die ständige Nähe der Menschen/Flüchtlinge im Ort ist das Bedürfnis entstanden, den Flüchtlingen zu helfen und sie in ihrem Alltagsleben zu begleiten und zu unterstützen.

Welche Erfahrungen haben Sie bislang gemacht? 

Die Erfahrungen sind größtenteils positiv. Durch die vielen intensiven Kontakte sind zwischenzeitlich Freundschaften entstanden. Seitens der Flüchtlinge ist viel Dankbarkeit zu spüren. Man wird als Vertrauensperson akzeptiert und respektiert. Viele Freizeitangebote und Aktivitäten werden zwischenzeitlich mit den Flüchtlingen gemeinsam verbracht. Allerdings erreichen wir mit unseren Angeboten nur einen gewissen Teil der Flüchtlinge.

Was wünschen Sie sich zukünftig für Ihre Tätigkeit?

Die Unterstützung seitens der Stadt Lennestadt, EiL und dem Hannah-Büro funktioniert hervorragend. Trotzdem wünschen wir uns bei dem Umgang mit den Flüchtlingen mehr Kompetenz vor Ort, welche dann auch an die Flüchtlinge transportiert wird. Wünschenswert wäre eine ständige informative Auskunft über die jeweilige personelle Flüchtlingssituation vor Ort (Wer kommt, wer geht?). Der Deutschunterricht in der AWO ist phasenweise sehr schwer zu überprüfen, da wir über den Verbleib bzw. andere Kursangebote nicht informiert werden. 

Was ist Ihnen noch besonders wichtig mitzuteilen?

Es ist schwer, die Zufriedenheit der Flüchtlinge mit der jetzigen Situation zu beurteilen. Begehrlichkeiten und individuelle Ansprüche werden größer. 

Ist in Lennestadt bei der Bevölkerung eine breite Akzeptanz mit der jetzigen Flüchtlingssituation gegeben? 

Kritische Stimmen nehmen zu.
(LP)

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