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Feuerwehr-Serie, 01. November 2016

Väter begeistern ihre Söhne in Heggen für die Feuerwehr

Brandbekämpfung ist Familiensache

In Heggen ist Brandbekämpfung Familensache
Symbolfoto: Nils Dinkel
Heggen. Die Freiwillige Feuerwehr Heggen ist eine von elf Löschgruppen der Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop. Für den Schutz der Bevölkerung sorgen in Heggen zurzeit 29 aktive Kameraden, die nach Hunderten Stunden Aus- und Weiterbildung ehrenamtlich helfen. Die Löschgruppe ist zwar gut aufgestellt, aber mit Blick auf die Zukunft steigt der Altersdurchschnitt der Kameraden immer weiter an. Nachwuchsförderung ist daher ein wichtiger Aspekt. Die findet auch oftmals innerhalb der Familie statt.
Uwe Hesener ist seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Heggen aktiv und gehört dem Vorstand an. Er hat seinen Sohn Jonas, als dieser zehn Jahre alt wurde, für die Jugendfeuerwehr begeistern können. Jonas hat sieben Jahre in der Jugendfeuerwehr erfolgreich durchlaufen. Ende Januar 2015 wurde er in die Einsatzabteilung übernommen und absolvierte dort zunächst die Grundausbildung.
Uwe Hesener und Sohn Jonas.
 Manfred Bockheim ist seit 38 Jahren Mitglied der Feuerwehr und hat viele Jahre engagiert im Vorstand mitgearbeitet. Er hat seinen Sohn Michael zur Jugendfeuerwehr gebracht, wo dieser sich von Kindesbeinen an einbrachte. Inzwischen ist auch Bockheim junior seit einigen Jahren Mitglied der Einsatzabteilung und gehört aufgrund seines Engagements und den erfolgreich absolvierten entsprechenden Lehrgängen zu den Führungskräften in der Einsatzabteilung. Zurzeit ist er zusammen mit Martin Böhmer für die Sprechfunkerausbildung zuständig.
Michael Bockheim und sein Vater Manfred.
 Thomas Klein steht schon sein ganzes Leben mit der Feuerwehr in enger Verbindung, da sein Vater ebenfalls in der Feuerwehr aktiv war. Thomas Klein ist seit Jugendjahren in der Feuerwehr aktiv und hat sich an vielen Lehrgängen beteiligt. Heute ist er Löschgruppenführer in Heggen und gleichzeitig stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop. Sein Sohn Florian ist seit dem zehnten Lebensjahr dabei und verbringt viele Stunden auf Lehrgängen, um in den nächsten Jahren eine Führungsposition einzunehmen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Thomas Klein und Sohn Florian.
 Jörg Kuhlmann (46) kam 1989 zur Wehr. „Damals auf der Grillfete der Wehr hat Paul Voss mich und meine Freunde Frank Baltes, Thomas Gante und Martin Böhmer angeworben.“ Alle vier sind heute aktiv in Führungspositionen bei der Heggener Wehr vertreten. Jörg Kuhlmann hat seit Anfang des Jahres nun auch Sohn Finn (11) mit dabei. Der trat mit zehn Jahren in die Jugendwehr ein und lernt jetzt in der Nachwuchsabteilung die Arbeiten von der Pieke auf kennen. „Spritzen und Fahrzeugkunde finde ich besonders spannend“, sagt Finn Kuhlmann.
Jörg Kuhlmann und Sohn Finn.
Familiensache etwas anders: Patrick Hunold (23) kam 2010 als Quereinsteiger zur Wehr. Florian Klein brachte seinen Freund einfach mal mit – und der blieb. „Florian hat mir damals alles gezeigt, und das fand ich richtig spannend und wollte dann auch dabei sein.“ So ging es auch seinem kleinen Bruder Kevin (17). Der kam vor vier Jahren dazu und war zunächst in der Jugendfeuerwehr. „Seit Anfang dieses Jahres gehöre ich zur Einsatzabteilung und mache gerade die Grundausbildung.“ Patrick Hunold ist mittlerweile Oberfeuerwehrmann und Betreuer bei der Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Finnentrop.
Patrick Hunold (links) und sein Bruder Kevin.
 Burkhard Wiese (57) hat sein Interesse an der Wehr und ihrer Arbeit 1977 eintreten lassen. Als Maschinist hat er in all den Jahren gerade den Wandel bei der Einsatzfahrzeugtechnik mit Begeisterung verfolgt. Als Maschinist hat er zahlreiche Lehrgänge besucht und Qualifikationen erreicht. Oft an seiner Seite: Sohn Thomas. Der 24-Jährige trat schließlich 2004 in die Jugendfeuerwehr ein und wurde im Januar zum Unterbrandmeister befördert. Auch die nächste Generation Wiese steht schon in den Startlöchern: Sohn Ben Luca (4) liebt es, seinen Vater zur Feuerwehr zu begleiten.
Thomas Wiese (links) und sein Vater Burkhard.
 Was aus drei Generationen der Wehr werden kann, zeigt Familie Orbana. Horst Orbana war lange Jahre Mitglied der Einsatzabteilung und gehört inzwischen der Alters- und Ehrenabteilung an. Er brachte damals seinen Sohn Ralf zur Feuerwehr, der jetzt schon lange treu in der Feuerwehr mitarbeitet. Ralf hat wiederrum seinen Sohn Tim für die Feuerwehr begeistert. Dieser gehört nach sieben Jahren in der Jugendfeuerwehr nun auch der Einsatzabteilung an. Eine Familie mit drei Generationen, die Feuerwehr als Bestandteil ihres Lebens haben.
Ralf Orbana und Sohn Tim.
Auch auswärtige Kameraden sind bei der Wehr in Heggen willkommen. Michael Rauterkus (48) kam wegen der Liebe nach Heggen. „Zuvor war ich in Windhausen in der Wehr“, erzählt der Familienvater. „Als ich 2004 nach Heggen kam, war es klar, auch hier werde ich weiter in der örtlichen Löschgruppe aktiv sein.“ Insgesamt mit seiner Zeit in Windhausen ist er nun schon 32 Jahre in der Wehr. In Heggen ist er zusammen mit Michael Bockheim unter anderem auch für die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten zuständig. Sein Sohn Felix war des öfters mit seinem Vater bei der Wehr. „Seit Anfang des Jahres bin ich jetzt in der Jugendwehr“, ist der 12-Jähirge sichtlich stolz. „Besonders bei Übungen war ich schon immer gern dabei und in diesem Jahr sogar als Verletzter aktiv eingebunden“. 
Michael (links) und sein Sohn Felix Rauterkus.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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