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Der Kreis Olpe rockt!, 16. April 2017

„Der Kreis Olpe rockt!“/ Rückblick auf das Rockade Festiwoll 2016

Aus dem LP-Archiv: Pogo, Pils und Punkrock

Neben
Neben "Mirrorplain" standen sechs weitere Acts auf der Bühne.
Fotos: Nils Dinkel
Kirchveischede. Der erste Samstag im September ist immer etwas Besonderes für das kleine Fachwerkdorf Kirchveischede: Auf der Heide, einer Lichtung im Wald wurde am Samstag, 3. September, das bereits 14. Rockade-Festiwoll gefeiert. Dort teilten sich sieben Bands eine Bühne. Bei bestem Herbstwetter sorgten neben Headliner „Tim Vanthol und Band“ unter anderem auch „Social Distrust“ aus Kirchhundem für Pogo-Tanz und Bierduschen. (Erstveröffentlichung am 4. September 2016)

Als Opener traten „TIL“ aus Wenden auf. Das Trio krönte damit abermals das wohl erfolgreichste Jahr ihrer Bandgeschichte. „Auch wenn wir als Opener spielten und es noch nicht so voll war: Es hat trotzdem Spaß gemacht“, sagten „TIL“. „Mirrorplain“ aus Finnentrop, kamen mit einer Mischung aus stimmungsvoller Bühnenshow und Independent Hardrock gut beim Publikum an. Darauf folgte die Band „Volley“, die gleichzeitig als erste nicht hiesige Band auftrat. Obwohl: Ein Teil der Besetzung hat auch sauerländische Wurzeln. Mit ihren Songs „Have Fun“ oder „Cops“, der gleichzeitig auch der letzte Song war, luden sie zum Pogo und Headbangen ein und holten sich üppigen Applaus der Besucher ab. Dann betrat eine weitere Band aus Köln die Bühne: „anorak“, die kurzfristig für „KMPFSPRT“ einsprangen. Bei Songs wie „Morning View“ oder „Cold Water“ schafften sie es auf bis zu 150 Beats pro Minute (BPM). Flaper bringen Stimmung auf die HeideMit „Social Distrust“ aus Flape wurde es dann erstmals richtig voll im Bühnenbereich. Während des Auftritts, bei dem das Publikum zum Dauer-Pogo ansetzte, wurde es dunkel auf dem Festivalgelände. Die Musiker traten bereits zum vierten Mal auf dem „Rockade-Festiwoll“ auf: 2004, 2007, 2011 und 2016 – so oft hat noch keine Band auf der Heide gespielt.

Unter anderem spielten „Social Distrust“ die Songs „The End“ und „Boundaries“. Auch neue Stücke präsentierten sie dem Publikum. Der Funke sprang auf das Publikum über: Der eine war schweißgebadet, der andere biergetränkt und vermehrt waren auch nackte Oberkörper zu sehen.

Mit energiegeladener Bühnenpräsenz, schnellen Gitarrenriffs und Bewegungen sorgten die Musiker der Band „Blackout Problems“ nochmal für Riesenstimmung. Mit Songs wie „The King“, „Into the Wild“ oder „The Drive“ luden die Musiker nicht nur zum Pogo, sondern auch zum Stagediving ein. Die Münchener Band ist noch bis November auf Tour.Niederländer zum AusklangBevor die Aftershow-Party im Ilot in Altenhundem startete, betrat „Tim Vanthol & Band" die Bühne. Mit vergleichsweise ruhigeren Tönen und einigen Akustik-Songs komplettierte die Formation das breitgefächerte Line-Up. „Tim Vanthol & Band“ spielten Stücke wie „What it Take“ oder „Hands Full“. Tim Vanthol zeigte sich begeistert: „Wie geil seid ihr denn?“, fragte er in die Menge. „Ein riesen Applaus für das Rockade-Festival.“
Ein Artikel von Nils Dinkel

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