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Interview

Ein Blick in die Zukunft mit Bürgermeister Andreas Reinéry

Ein Blick in die Zukunft mit Bürgermeister Andreas Reinéry
Symbolfoto: Nils Dinkel
Kirchhundem. Mit dem heutigen Interview veröffentlicht LokalPlus den letzten Text in der Rubrik „50 Jahre Gemeinde Kirchhundem“. Im Gespräch wirft Bürgermeister Andreas Reinéry einen Blick in die Zukunft: Wo sieht er die Gemeinde Kirchhundem?

Herr Reinéry, kurz und knapp und auch mit ein bisschen Phantasie: Wo sehen Sie Kirchhundem in 30 Jahren?

Wenn die Phantasie mit mir durchgeht, hat  sich Kirchhundem in 30 Jahren zum führenden Gründer- und Technologiezentrum in NRW gemausert, der fünfmillionenste Teslar 15.0 läuft in Welschen-Ennest vom Mennekes-Band und mit der solargetriebenen Magnetschwebebahn ist man vom Rhein-Weser-Turm zum Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach in weniger als 10 Minuten unterwegs.  Die Wirtschaftskraft der Gemeinde finanziert den kompletten Kreishaushalt und die beispielhafte intakte Natur und Umwelt Kirchhundems wird bundesweit als Modelkommune präsentiert, Kirchhundem in führender Position im deutschen Glücksatlas gelistet.

In welchen Bereichen muss Kirchhundem noch für die Zukunft gerüstet werden und welche konkreten Pläne und Projekte stehen in den kommenden Jahren an?

Mein Konzept für die Zukunft sieht die Erweiterung von Gewerbeflächen, aber auch der Verkehrsinfrastruktur und Mobilität vor, insbesondere die Entwicklung neuer Radwege und die Digitalisierung – das alles im bestmöglichen Umweltstandard, denn die Umgebung und herrliche Natur sind unser größtes Pfund. Hierzu muss sich Kirchhundem weiter gut aufstellen und organisieren, müssen wir uns weiter die Finanzhoheit erkämpfen und langfristig sichern, um für jede Fortentwicklung das nötige Fundament zu haben. Arbeit ist sicher auch, in das Zusammengehörigkeitsempfinden, in Kirchhundemer Identität und Verbundenheit zu investieren.  Mit jedem dann erfolgreichen gemeinsamen Projekt gewinnt Kirchhundem.
Wirft einen Blick in die Zukunft: Bürgermeister Andreas Reinéry.
Die Gemeinde ist nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern vor allem auch der Einwohner: Wie kann Kirchhundem für den Bürger lebenswert bleiben?

Wenn wir es schaffen, die Erweiterung von Gewerbeflächen, Infrastruktur und Mobilität weiter voranzutreiben, Radwege, Digitalisierung so umzusetzen, wie ich es mir für Kirchhundem vorstelle, und das mit dem vermischen, was wir bereits haben - die intakte, herrliche Natur, das Gemeinschaftsgefühl und auch die Eigenarten und Einzigartigkeiten eines jeden Fleckchens in der Gemeinde Kirchhundem - dann haben wir eine Gemeinde, in der es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.

Ganz nahe Zukunftsmusik ist das Jubiläum der Gemeinde: Wie wird es gefeiert, was ist geplant?

Die kommunale Neugliederung vor 50 Jahren hat unser Kirchhundem in die heutige Form gegossen. Wir wollen dieses halbe Jahrhundert in einer würdigen Weise feierlich angehen, planen eine zentrale Feier am Freitag, 5. Juli. Seine Eminenz Kardinal Dr. Paul Josef Cordes, emeritierter Kurienkardinal und Vertrauter dreier Päpste ist – Kirchhundemer. Er hat die Schirmherrschaft im Jubeljahr übernommen.

Wir avisieren verschiedene Aktionen, die sich übers Jahr verteilen, angemessen und in würdiger Bescheidenheit, die aber identitätsstiftend sein sollen, Gemeinschaftsgefühl und Kirchhundemer Zusammenhalt ansprechen sollen und auch eine gute Außenwirkung herstellen. Am 22. September werden wir mit einer zentralen Feier die Skulptur „Kommunikation“ einweihen, die vor dem Rathaus in wochenlanger Steinmeisel-Arbeit als Geschenk der Sparkassenstiftung entsteht. Der Geburtstag wird am gleichen Tag mit einem „Tag der Vereine“ im ganzen Ort Kirchhundem begangen.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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