Nachrichten Schützenfest
Olpe, 15. Januar 2017

Musikverein Rhode begleitet Programm

Schützenball der St. Sebastianus Schützen Olpe

Schützenball der St. Sebastianus Schützen Olpe
Foto: Nils Dinkel
Olpe. Gut besucht war der Schützenball der St. Sebastianus Schützen in Olpe, der am Samstag, 14. Januar, in der Stadthalle stattfand. Vertreter aller neun Corporalschaften hatten sich eingefunden. Zum Rahmenprogramm gehörten neben dem Einzug des Königspaares auch die Ansprachen von Major Peter Liese und von Schützenkönig Stephan Neuhaus. Der Musikverein Rhode spielte ein Konzert. Nach der Königspolonaise klang der Abend mit der Band „Taktlos“ aus.

Liese begrüßte zahlreiche Gäste in der Stadthalle, unter anderem das 25-jährige Jubelkönigspaar Guido und Gerda Schneider, das 50-jährige Jubelkönigspaar Dieter und Petra Kraft, die Vereinigung der „Alten Könige“, Altmajor Horst Müller, Altmajor Paul Imhäuser, Bürgermeister Peter Weber und Landrat Frank Beckehoff. Zu Beginn seiner Ansprache ging er kurz auf die aktuelle Terrorsituation ein. Anschließend lockerte er die Runde auf: „Hoffen wir, dass die neuen Gastronomen etwas länger durchhalten als der letzte in der Villa.“
Das Königspaar: Nicole Menne und Stephan Neuhaus.
Das vergangene Schützenjahr habe am 16. Januar 2016 mit dem Schützenball begonnen. Das Königspaar war Christian und Christiane Reißner. In seiner etwa 45-minütigen Ansprache ging Liese auch auf die Feierlichkeiten des Schützenfestes ein. „Ganz besonders begrüßten wir am Schützenfestfreitag Moritz Stracke. Zwei Wochen zuvor trat er dem Verein bei.“ Neben einer laminierten Biermarke mit der Nummer 5500 und einer neuen Olper Schützenkappe, durfte Stracke aufs Dach des Ümmerichs, um die Fahne zu hissen. Im Vorfeld keine Königsanwärter bekanntIn diesem Jahr sei es in den Wochen vor Schützenfest ruhig gewesen um mögliche Königs-Aspiranten. Umso überraschender sei es für Liese gewesen, dass dann ein Finale mit neun Mitbewerbern bestritten wurde. „Beim Vogelschießen zuzusehen, ist Aufregung pur. Selbst mitzuschießen ist total locker und viel entspannter“, so Liese. Der 86. Schuss, „ein Wahnsinns-Treffer“, der den Aar zu Boden krachen ließ, war der entscheidende in der Kreisstadt.
Peter Liese sprach etwa 45 Minuten zu den Sebastianus-Schützen.
„Gespannt wie ein Flitzebogen war ich, wer wohl in wenigen Augenblicken über den Tanzboden getragen würde“, sagte der Major. Dann sah er Stephan Neuhaus und Nicole Menne. Neuhaus, der unter der Woche in Düsseldorf arbeitet, „ist ein echter Olper Junge“. Menne habe sich kurz zuvor noch eine Zigarette angezündet. Die Dame hatte ihren Traum, Schützenkönigin zu werden, bereits abgeschrieben. Familie Neuhaus zieht mehrfach umStephan Neuhaus sei damals, als er der Jugendfeuerwehr beitrat, der kleinste Feuerwehrmann Deutschlands gewesen. „Eine extra Uniform mussten sie ihm bestellen“, so Liese. Außerdem sei Neuhaus mit seiner Familie fünf Mal innerhalb von Olpe umgezogen. „Das erklärt auch die Zugehörigkeit zur zweiten Corporalschaft“. Liese hob hervor, dass erstmals seit 14 Jahren wieder der Musikverein Rhode beim Schützenball auftrat. „Der Verein feiert heute seinen 55. Geburtstag.“
Auf der Setlist der Musiker standen unter anderem ein Potpourri „für unsere Neun“ aller Corporalschaften, „Nothing else Matters“, oder auch das Waidmannsheil. Gesanglich unterstützt wurde der Musikverein Rhode von Anne Gierse und Dominik Feldmann. Zu den Zugaben zählte auch „Preußens Gloria“, das vom Publikum gewünscht wurde. Sticheleien gegen den BürgermeisterEine Stichelei gegen den Bürgermeister hatte der Major ebenfalls in seine Ansprache eingearbeitet: „Seit 16 Monaten sind Sie nun schon im Amt. Läuft ja alles wie am Schnürchen.“ Das mit dem neuen Rathaus sei so gut wie in trockenen Tüchern, das Freibad sei im Sommer komplett geschlossen gewesen, der Parkplatz am Hallenbad werde kostenpflichtig. „Bin mal gespannt, wie das in den nächsten Tagen mit dem Winterdienst klappt“, sagte Liese. 4

Auch Schützenkönig Stephan Neuhaus richtete einige Worte an die Besucher. „Die Begeisterung für das Olper Schützenfest ist so lange ich zurückdenken kann in mir. Diese drei Tage waren und sind immer stets Gesetz.“ Das Schützenfest sei das Beste, was Olpe zu bieten hätte. Seinen ersten Schuss habe er nach eigenen Angaben 2012 gemacht. 2014 führte er das erste Mal die zweite Corporalschaft an.
Zwei Whiskys und ein großes ZielAm Schützenfestsonntag sei er früh nach Hause gegangen. Nach zwei Whiskys in der Kneipe Piano trat er mit den Worten „Ich muss jetzt ins Bett, denn ich will morgen den Vogel schießen“ den Heimweg an. Nach seinem Erfolg an der Vogelstange besuchte er diverse Schützenfeste im Stadtgebiet. „Ein Highlight war die Teilnahme am Bundesschützenfest in Bad Westernkotten“, sagte er.

Neuhaus bedankte sich bei allen Unterstützern und Wegbegleitern. Seinen außerordentlichen Dank sprach er seiner Königin Nicole Menne und ihrem Sohn Jonas aus. „Ohne dich, lieber Jonas, wüde ich vielleicht jetzt nicht hier oben stehen. Du gabst das entscheidende Okay“, sagte der Schützenkönig. Auch seinem Chef Dr. Hans-Jörg Paatz und Ehefrau Petra, die für den Schützenball von Hamburg nach Olpe gereist waren, dankte er für die Unterstützung. Er bedankte sich außerdem beim Musikverein Rhode und übergab ein Flachgeschenk.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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