Nachrichten Schützenfest
Lennestadt, 09. Juli 2018

Aus Sauerlandhalle wird absolute Hochburg

Altenhundemer Schützen krönen König Gisbert Thöne

Gisbert Thöne wird gebührend gefeiert: Er ist der neue Schützenkönig in Altenhundem.
Gisbert Thöne wird gebührend gefeiert: Er ist der neue Schützenkönig in Altenhundem.
Fotos: Nils Dinkel
Altenhundem. Um 11.30 Uhr stand er fest: Der neue Schützenkönig in Altenhundem. In einem spannenden Vogelschießen setzte sich Gisbert Thöne am Montagmorgen, 9. Juli, gegen seine Mitbewerber durch. Er tritt damit die Nachfolge von Andreas Horn an. „Ein würdiger“, urteilte das Schützenvolk.

Zwei Stunden hatten der Wettbewerb und der Kampf gegen das Wappentier etwa angedauert. Nachdem in Runde eins ganze 47 Schützen zum Gewehr griffen, blieben beim finalen Showdown schließlich drei Königsaspiranten übrig: Gisbert Thöne, Martin Vollmert und Philipp Joswiak. Die drei schenkten sich nichts. Schuss für Schuss baute der einst prächtige Holzaar an Masse ab.

Alle Königsaspiranten zeigten großen Willen und eine ebenso große Trefferquote, bis schließlich Gisbert Thöne zum finalen 109. Schuss ansetzte. Die Insignien hatten sich im Vorhinein Torsten Ludwig (Krone), Andreas Groß (Zepter) und Klaus Steinbach (Apfel) gesichert. Auf Theorie folgt PraxisAm Samstag hatte Thöne den Nachwuchsschützen noch Hinweise gegeben. Hier wollte das Schießen kein Ende finden. Thöne ist seit 20 Jahren Schießmeister im Schützenverein Altenhundem. Heute hat er den Jungschützen dann gezeigt, wie es funktioniert. Zahlreiche Schützenbrüder gratulierten dem frisch gebackenen König. Sprechgesänge wie „Gisbert Thöne, du bist 'ne geile Sau“ oder „Du sollst unser König sein“ waren in der gesamten Schützenhalle zu hören und feuerten die Stimmung an.

Thöne ist 57 Jahre alt und regiert gemeinsam mit Ehefrau Sabine. Die 54-Jährige ist Zahntechnikerin. Das Ehepaar hat zwei Kinder: Svenja (26 Jahre) und Carl Willem (19 Jahre). Thöne gehört der dritten Korporalschaft an und arbeitet als Vertriebsleiter. Zu seinen Hobbys gehört seit 44 Jahren der Freitagsstammtisch, der erst kürzlich nach München gereist war. Außerdem widmet er seine Freizeit dem Sport, dem Wandern, dem Reisen und seinen Freunden. „Ich habe mich nicht vorbereitet, aber vieles wird aufgefangen. Man muss sich einfach mal fallen lassen. Das habe ich getan“, sagte Thöne zu seinen Beweggründen. Er hatte sich also spontan dazu entschlossen, auf den Vogel draufzuhalten. Thöne war bereits im Jahr 1983 Jungschützenkönig in Altenhundem und hat auch schon einige Male beim Kampf um die Königswürde mitgemischt.
Ein Artikel von Nils Dinkel

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