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Wenden, 24. Oktober 2017

Vier Arbeitsgruppen erarbeiten Konzepte

ZWO: Nutzung der ehemaligen Grundschule Ottfingen nimmt Formen an

ZWO: Nutzung der ehemaligen Grundschule Ottfingen nimmt Formen an
Foto: ZWO
Ottfingen. Seit der Gründung der Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen im März dieses Jahres ist viel passiert. Der Verein, der als Reaktion auf die Schließung der örtlichen Grundschule gegründet wurde (LokalPlus berichtete), hat nach eigenen Angaben mittlerweile über 250 Mitglieder(innen) hat. Vier Arbeits- und Projektgruppen arbeiten derzeit unter anderem an einem Konzept zur Nutzung der aktuell leerstehenden Immobilie.

Nach der Sommerpause forcierte auch die Arbeitsgruppe „Immobilie Grundschule Ottfingen“ die Aktivitäten. Hier wurden in den vergangenen letzten Monaten zwei Nutzungskonzepte für die ehemalige Grundschule erstellt. „Wir haben Studenten der Universität Siegen gefunden, die ihre Masterarbeit an unserer ehemaligen Grundschule gemacht haben“, so Peter Solbach, Leiter der Arbeitsgruppe. „Dabei haben wir ganz bewusst viele Freiheiten zugelassen, um auch für unsere weitere Arbeit neue Impulse zu bekommen.“ Das Ergebnis, so Solbach, könne sich sehen lassen.

Dem Bürgermeister der Gemeinde Wenden, Bernd Clemens, sowie Markus Hohmann und Henning Schmidt aus der Verwaltung die beiden Konzepte im Rahmen eines Abstimmungstermins zur weiteren Vorgehensweise vorgestellt. Auch wenn die Umsetzung der Konzepte in der ausgearbeiteten Form nicht in infrage komme, seien die Ideen der ehemaligen Studenten, Moussa Bdeier und Tim Klüger, „begeistert honoriert“ worden, teilt der Verein mit. Die Rede ist weiterhin von „konstruktiven Gesprächen mit den Vertretern der Gemeinde“, in denen auch erste Ideen für eine weitere Nutzung des Gebäudes durch die Dorfgemeinschaft Ottfingen ausgearbeitet worden seien. Die Gedankenspiele sollen „in den nächsten Wochen konkretisiert“ werden. Umbau-Pläne und neuer Elternverein Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit der Erstellung eines Umbau- und Nutzungskonzeptes „Bauen im Bestand“ und der Vorbereitung zur Anmeldung eines durch das EU-Förderprogramm LEADER subventionierten Projekts zur Umgestaltung des mittleren Gebäudeteils. „Auch dazu werden wir externe Ressourcen nutzen, um ein professionell ausgearbeitetes Konzept vorweisen zu können“, kündigt Bernadette Raichle an, Geschäftsführerin der Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen. Ziel sei es, dieses Konzept bis zum Jahresende der Verwaltung sowie dem Rat der Gemeinde und den Ottfinger Bürgerinnen und Bürgern vorstellen zu können.

Für den Altbau der ehemaligen Grundschule sind die Planungen schon weiter fortgeschritten. Nachdem zu Jahresbeginn die ZWO-Projektgruppe „Kindergarten“ gegründet und somit die Basis zur Gründung des neuen Elternvereins „Dorfnest Ottfingen“ gelegt wurde, befindet sich dieser Verein bereits in der Entwicklung konkreter pädagogischer Konzepte. Dabei unterstützen die Mitglieder der ZWO-Projektgruppe – namentlich Marina Bünting (Leiterin der Projektgruppe), Hiltrud Ochel und Judith Fischer – bei Bedarf den gewählten jungen Vorstand des neuen Elternvereins nach wie vor mit Rat und Tat. Die Planungen für den Um- und Ausbau des alten Flügels der Grundschule unter Federführung der Gemeinde Wenden und in Abstimmung mit dem neuen Trägerverein seien weitestgehend abgeschlossen, sodass der Umbau im Januar 2018 beginnen kann. „Wir werden zum Sommer nächsten Jahres mit zwei Gruppen starten, die sowohl Platz für Kinder unter 3 Jahren bieten, als auch für Kinder von 3 bis 6 Jahren“, so der Vorsitzende des neuen Trägervereins Andreas Arns. AG „Dorfarchiv“ kümmert sich um die Historie Die jüngste Arbeitsgruppe „Dorfarchiv“ wird sich darum kümmern, die oft wertvollen, aber vielleicht schon vergessenen historischen Bilder und Dokumente, die sich zum Beispiel auf privaten Dachböden befinden, zu digitalisieren und wenn die Besitzer zustimmen auch für die Nachwelt zu archivieren. Aber auch für alle Ottfinger Vereine, die ihre historischen Dokumente, Bilder oder Insignien für die Nachwelt sicher wollen, bietet das vom ZWO getragene Dorfarchiv eine Heimat.

Weitere Arbeitsgruppen sind in Planung. Die ZWO lädt alle interessierten Bürger dazu ein, bei den bestehenden Projekt- und Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Schriftführer Simon Solbach ruft zum Mitmachen auf: „Derzeit suchen wir insbesondere Personen, die uns bei der Kommunikation der vielen Aktivitäten, zum Beispiel bei der Erstellung von Pressemitteilungen oder der Formulierung von Texten für die Webseite unterstützen.“ Es könnten aber auch neue Ideen mitgebracht werden, um zu überlegen, ob sich daraus neue Themenschwerpunkte und Gruppen ergeben können. Aber auch die Unterstützung als passives Mitglied sei jederzeit willkommen. „Für die laufenden Projekte benötigen wir Einiges an finanziellen Mitteln“, sorgt sich Andreas Fischer, Kassierer der Zukunfts-Werkstatt. „Da sind insbesondere die Erstausrüstung der Arbeitsgruppe „Dorfarchiv“ mit Computer und Zubehör sowie Aktenschränken und Archivierungsmaterial aber auch die Konzeptentwicklung zur Nutzung der ehemaligen Grundschule zu nennen, die wir aus den derzeitigen Einnahmen allein nicht werden stemmen können.“ Verein sieht sich auf einem guten Weg Aber auch für den zu leistenden Eigenanteil zum derzeit im Bau befindlichen Dorfplatz wirbt Kunibert Kinkel als Leiter der Projektgruppe „Dorfplatz“ um weitere Spenden. Der Vereinsvorsitzende Olaf Arns sowie Ortsvorsteher Hubert Halbe sehen den Verein auf einem guten Weg, das Netzwerk und die Aktivitäten zum Wohl der Einwohner der Ortschaft Ottfingen und den dort ansässigen Vereinen und Verbänden weiter auszubauen.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Zukunfts-Werkstatt-Ottfingen sowie entsprechende Mitgliedsanträge finden sich auf der Webseite der ZWO.
(LP)

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