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Olpe, Olpe, 2. Juli

Mobilität als Überlebensfaktor für den Kreis Olpe

Wege in die Zukunft

Maximilian Völkel (Junge Union), Hermann-Josef Dröge (Referent), W. Ohly (Senioren-Union) und Landrat Frank Beckehoff (v.r.n.l.)
Maximilian Völkel (Junge Union), Hermann-Josef Dröge (Referent), W. Ohly (Senioren-Union) und Landrat Frank Beckehoff (v.r.n.l.)
Foto: CDU Olpe
Unter diesem Motto veranstalteten die Senioren-Union und die Junge Union im Kreis Olpe am Donnerstag, 30. Juni, eine Informationsveranstaltung im Kultur-Bahnhof Grevenbrück. Der Veranstaltungsort wurde bewusst ausgewählt, da er sich in unmittelbarer Nähe zu der, für den Schwerlastverkehr gesperrten, Johannesbrücke sowie dem Bahnhof und dem Busbahnhof Grevenbrück befindet. Das passte hervorragend zu den Themen des Abends.

Landrat Frank Beckehoff stellte den neuen Nahverkehrsplan für den Kreis Olpe vor. Er erklärte die Rahmenbedingungen und die neuen Forderungen für die Barrierefreiheit der Haltestellen. Außerdem erläuterte er verschiedene zukünftige Änderungen der Linien. Im Anschluss stellte der stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen und Vorsitzende des Regionalrats Arnsberg, Hermann-Josef Dröge, den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans vor.

Er erklärte, dass erstmalig eine weitgehende Beteiligung am Verfahren stattfand, wodurch der gesamte Prozess transparenter geworden ist. Oft sei zu lesen, dass der Kreis Olpe mit 3.000 Euro pro Kopf mit am besten berücksichtigt werde. Das weist Hermann-Josef Dröge jedoch zurück. Man könne den Betrag nicht einfach auf jeden Einwohner umlegen. Verschiedene Aspekte, wie Topographie und klimatische Verhältnisse, würden das Sauerland für den Straßenbau ungleich teurer machen, als eine vergleichbare Straße im Münsterland. Außerdem könne man die Kosten für den sechsspurigen Ausbau der A 45 nicht zulasten der anliegenden Kreise einrechnen, da die A 45 eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen darstelle und nicht nur dem regionalen Verkehr diene. Intakte Infrastruktur von hoher Bedeutung Als drittgrößte Industrieregion in Deutschland sei es enorm wichtig, in die örtliche Infrastruktur zu investieren, da immer mehr ansässige Firmen Probleme hätten, ihre Produkte über die vorhandenen Straßen zum Kunden zu liefern. Eine fehlende Investition in die Infrastruktur würde auf Dauer Arbeitsplätze kosten.

Die wichtigsten Projekte für die Region seien der Ausbau der A 45 und der Ruhr-Sieg-Eisenbahnlinie, aber auch der B 55 und der Route 57. Die beiden letztgenannten Projekte sollten nicht, wie geschehen, als einzelne Ortsumgehungen, sondern als Gesamttangente gesehen werden, auf der speziell der Lastenverkehr in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Dies sei ein potentielles Manko des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans. Dröge forderte alle Betroffenen auf, sich für eine entsprechende Änderung einzusetzen. (lp)
(LP)

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