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Olpe, 06. April 2017

Stadt Olpe hofft auf 90-prozentige Förderung aus Landesmitteln

Umfassende Erneuerung des Spielplatzes „Im Weierhohl“ geplant

Umfassende Erneuerung des Spielplatzes „Im Weierhohl“ geplant
Symbolfoto: Nils Dinkel
Olpe. Der Kinderspielplatz „Im Weierhohl“ soll umfassend erneuert werden –und das idealerweise mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Landes: Die Olper Stadtverordneten haben die Verwaltung am Mittwoch, 5. April, damit beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Gleichzeitig segnete der Rat ein Konzept für Spiel- und Bolzplätze ab.

Im Januar hatte das NRW-Bauministerium den „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017“ ausgerufen. Ziel: die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Förderung von Bildung und Familien. Der Investitionspakt sieht zu diesem Zweck unter anderem den Neubau und die Modernisierung von Spielplätzen vor. Wichtige Voraussetzung für eine Förderung sind unter anderem ein integrativer Ansatz und eine städtebauliche Gesamtstrategie. Beide Voraussetzungen sieht die Stadt Olpe erfüllt.

Zum einen übernehme der Spielplatz „Im Weierhohl“ mit seiner zentralen Lage eine „zentrale Versorgungsfunktion für alle Kernstadtbewohner und –besucher“, heißt es in der entsprechenden Sitzungsvorlage. Auch mit Blick auf die Barrierefreiheit und einer „ausreichenden Ausstattung mit Begegnungs- und Kommunikationsflächen“ komme der Spielplatz für die Förderung aus dem Investitionspakt infrage. Zum anderen ist die geplante Erneuerung Bestandteil des sogenannten Spielplatzkonzepts für die gesamte Stadt. Gesamtkosten von rund 100.000 Euro Daher machen sich Rat und Verwaltung Hoffnung, die Neugestaltung des Spielplatzes zu 90 Prozent mit Fördergeldern aus dem Landesprogramm finanzieren zu können. Die Kosten für die Erneuerung „Im Weierhohl“ hat das Unternehmen „wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum“ auf rund 100.000 Euro beziffert. Geplant sind unter anderem zwei große Stationen zum Klettern und Balancieren, mehrere Holzhäuschen und neue Sitzbänke.

Das neue Vorhaben für den Spielplatz „Im Weierhohl“ – ursprünglich war nur eine Sanierung vorgesehen – hat die Verwaltung mittlerweile in das überarbeitete Spielplatzkonzept aufgenommen. Das stellt eine Zustands- und Bedarfsanalyse für Spiel- und Bolzplätze im gesamten Stadtgebiet dar – und beinhaltet gleichzeitig die Aufgabe von insgesamt fünf Spielplätzen. Aus für fünf Spielflächen und einen Bolzplatz So werden die Standorte an der Friedrich-von-Spee-Straße (Olpe), am Johannesweg (Olpe), „Zum Honigsack“ und „Hohe Straße“ (Dahl) sowie Mesterfeld (Oberveischede) jeweils wegen mangelnder Nutzung dicht gemacht. Gleiches gilt für den Bolzplatz am Hüttenweg in Neuenkleusheim. „Die Folgenutzung dieser Flächen ist noch offen“, sagt Olpes Bürgermeister Peter Weber auf LokalPlus-Anfrage.

Darüber hinaus sieht das Spielplatzkonzept vor, den Spiel- und Bolzplatz am „Rhoder Stein“ (Rhode) in einen Mehrgenerationenplatz umzuwandeln. Die Dorfgemeinschaft soll dabei eine tragende Rolle spielen. Darüber hinaus kommen folgende Standorte dem Konzept zufolge ebenfalls für eine Umgestaltung bzw. einer Erweiterung zu Mehrgenerationenplätzen infrage:
  • Thieringhausen, Zur Stockert I und II
  • Stachelau, Rehringhauser Straße
  • Saßmicke, Saßmicker Straße
  • Rehringhausen
  • Griesemert/Waukemicke
  • Altenkleusheim, Auf der Leie
  • Rhode, Am Rhoder Stein
  • Eichhagen, An der Pettmecke
  • Dahl, Dahler Straße/Marienweg
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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