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Olpe, 12. November 2016

UCW erklärt Position zum Rathaus-Neubau

UCW erklärt Position zum Rathaus-Neubau
Symbolfoto: Prillwitz
Olpe. Zum geplanten Rathaus-Neubau erklärt Andreas Zimmermann, Mitglied der Ratsfraktion der UCW Olpe:

Es ist soweit! Nach über 5 Jahren Beratungen, vielen Sitzungen und endlosen Zahlenkolonnen steht es fest, das Rathaus kommt weg. In der Ratssitzung am 10.11.2016 haben eine Mehrheit aus UCW, CDU und FDP für den Abriss des Rathauses und einen Neubau auf dem Bahnhofsgelände entschieden.

Nachdem die CDU kundgetan hatte, dem Beschluss der Verwaltung folgen zu wollen und auch dem Museum aufgeschlossen gegenüberstand, sind auf Vorschlag der UCW einige Änderungen in den schlussendlich gefassten Beschluss eingeflossen. So soll das Alte Lyzeum als Bestandteil der Verwaltung eingeplant werden um den Flächenverbrauch für einen Neubau zu minimieren. Weiter wird das schon vor langer Zeit beschlossene aber nie eingerichtete Stadtmuseum Bestandteil der Planungen. Die von Beginn an auch von der UCW geforderte Flexibilität der Nutzung ist auf Antrag der FDP ebenfalls in den Beschluss aufgenommen worden. Deutlicher Beschluss Gegen eine Minderheit aus SPD und den Grünen, wobei sich die SPD in der Sitzung am Donnerstag leider vor Allem durch polemisieren hervorgetan hat, ist der Beschluss mit 32 zu 10 Stimmen deutlich für den Neubau ausgefallen. Alle Fraktionen sind sich einig, dass das neu zu errichtende Gebäude kein Wunschkonzert wird. Es wird sehr viel Wert auf kosten- und flächensparendes Bauen gelegt. Bevor es jedoch an die Planung für den Neubau geht, gilt es das gesamte Areal in einem sogenannten "integrierten Handlungskonzept" städtebaulich zu überplanen. Auch das war im Übrigen schon von Beginn der Diskussionen an eine Forderung der UCW. Alleine durch diese vorbereitenden Massnahmen wird der Neubau erst 2021/2022 angegangen.

Schlussendlich gibt es deutlich mehr Vorteile für diesen Neubau. Eine Sanierung wäre nicht nur finanziell risikoreich, sondern hätte vor Allem auch bautechnisch unkalkulierbare Risiken bedeutet. Hier seien nur stichpunkthaft die fehlende Barrierefreiheit, unklare Betonkernsubstanz, hoher Aufwand für Lüftungs- und Klimatechnik genannt. Der wichtigste Aspekt ist für die UCW aber die (zwar zu spät in die Waagschale geworfene) städtebauliche Chance die beiden Areale Bahnhof, Markt bis in die Oberstand zu einem gemeinsamen Bereich zu vereinen. Visionen Wirklichkeit werden zu lassen Die UCW Fraktion betont, dass mit ihrem schon in 2014 beschlossenen "JA, ABER" zum Rathausneubau genau diese Vorgaben (Museum, Mitnutzung vorhandene Bausubstanz, kostensparend) in den gefassten Beschluss übernommen wurden. Ebenso bieten wir allen Bürgern, welche Informationsbedarf zu den getroffenen Entscheidungen haben, jederzeit ein offenes Ohr.

Die Gegner des Neubaus fordern wir auf, sich wieder an den weiteren vor uns liegenden Aufgaben zu beteiligen, um die Zukunft der Stadt Olpe positiv zu begleiten und die Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. (LP)

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