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Olpe, 05. Dezember 2016

Markthändler machen Preiserhöhung nicht mit

Standgebühren für Olper Wochenmarkt bleiben stabil

Standgebühren für Olper Wochenmarkt bleiben stabil
Symbolfoto: Barbara Sander-Graetz
Olpe. Trotz eines Minus´ im Gebührenhaushalt für 2015 will die Stadt Olpe auf eine Erhöhung der Standgebühr für den Wochenmarkt verzichten. Die Verwaltung fürchtet, dass ein höherer Preis Händler abschrecken könnte. Das geht aus der Beschlussvorlage 286/2016 für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (12. Dezember) und des Rates (13. Dezember) hervor.

Genau 6061,27 Euro fehlen in der Abrechnung für 2015, um bei den städtischen Kosten für den Wochenmarkt (insgesamt 13.765,61 Euro) „auf Null“ zu kommen. Als Ursachen hierfür hat die Verwaltung höhere Kosten für Personal und Bewirtschaftung (Strom, Wasser, Reinigung und Müllbeseitigung) ausgemacht. Außerdem hätten weniger Markthändler als in den Vorjahren ihre Stände auf dem Wochenmarkt aufgebaut, was geringere Einnahmen bei den Standgebühren bedeutet. Die Unterdeckung soll aus der Stadtkasse gezahlt werden.

Die Gebührenkalkulation für 2017 sieht für den Wochenmarkt einen deutlich höheren Kostenansatz in Höhe von 17.900 Euro vor. Dem stehen 15.750 Euro an erwarteten Einnahmen aus Standgebühren gegenüber beim aktuell gültigen Preis (35 Cent pro Tag und Quadratmeter). Um die prognostizierten Kosten für 2017 einzuspielen und zusätzlich das Defizit für 2015 auffangen zu können, wäre eine Erhöhung der Standgebühr auf 53 Cent erforderlich.

Ein Vorhaben, das die Stadt verworfen hat, weil die Händler nicht mitspielen: Die haben der Verwaltung klar gemacht, dass sie nicht bereit sind, einen höheren Betrag zu zahlen. Aus diesem Grund fürchtet die Stadt, dass eine Preissteigerung zu einer „weiteren Abwanderung der Marktbeschicker“ führen könnte. Ein Risiko, das vermieden werden soll:  „Die Wochenmärkte sind belebende Elemente des Olper Stadtbildes und sollen unbedingt erhalten bleiben. Die Märkte genießen eine große Akzeptanz in der Olper Bevölkerung“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Daher bleibt es für die Markthändler bei 35 Cent pro Tag und Quadratmeter Standfläche.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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