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Olpe, 30. Dezember 2017

Gedanken zum Jahreswechsel: Olpes Bürgermeister Peter Weber

„Spannendes und bewegtes Jahr“ mit wichtigen Entscheidungen

Olpes Bürgermeister Peter Weber.
Olpes Bürgermeister Peter Weber.
Foto: Nils Dinkel
Olpe. Das Jahr 2017 ist so gut wie vorüber. Zeit für einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate; und Zeit für eine Vorschau auf das kommende Jahr. LokalPlus lässt daher kurz vor dem Jahreswechsel den Landrat und die Bürgermeister im Kreis Olpe zu Wort kommen. Nachfolgend der Beitrag von Peter Weber, Bürgermeister der Stadt Olpe:

„2017 war ein spannendes und bewegtes Jahr. Beim Blick zurück auf 2017 überwiegen bei mir die positiven Erinnerungen deutlich. Schon früh im Jahr war klar, dass in Olpe der dritte Bürgerentscheid anstand. Von den Bürgern war die Frage zu beantworten, ob das Rathaus saniert oder neu gebaut werden soll. Das Verfahren hat schon einige Nerven gekostet, denn bekanntlich lassen sich Gegner von Projekten leichter mobilisieren. Die deutliche Mehrheit, mit der die Olper Bürger sich für den Neubau und die damit verbundene städtebauliche Chance ausgesprochen haben, hat mich sehr gefreut. Sie war eine wichtige Bestätigung für die große Mehrheit des Stadtrates und die dort gefasste Entscheidung.

Der Spatenstich am 30. März in Sondern war der lang ersehnte Startschuss für die Umsetzung des wichtigsten Regionale-Projekts in Olpe. Nach langer Planung und einigen Verzögerungen begann der Bau der neuen Seepromenade. Mit dem Baufortschritt sind wir bisher zufrieden. Wenn uns der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, können wir die Eröffnung im Sommer 2018 wie geplant feiern. Leader-Projekte: Vorankommen trotz „bürokratischer Hürden“ Die ersten Leader-Projekte in der Region 2017 konnten bewilligt werden, weitere Projekte sind in der Planung. Wir sehen, dass es auch hier nun vorangeht - das ist gut so. Allerdings zeigt sich auch, dass die bürokratischen Hürden teilweise sehr hoch sind. Ich hoffe, dass der Zugang zu den Fördergeldern für Vereine und Organisationen vom Land zukünftig einfacher gestaltet wird.

Ein besonderes Erlebnis war für mich die Teilnahme der Wettkampfgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Olpe an der Feuerwehr-Olympiade in Villach. Als Fan konnte ich vor Ort die junge Olper Mannschaft anfeuern. Die Silbermedaille war ein verdienter Lohn für viele Trainingseinheiten. Zugleich ist sie für das Team auch ein Ansporn, 2019 wieder bei der Landesausscheidung NRW anzutreten, die diesmal im heimischen Kreuzbergstadion in Olpe stattfinden wird. Breitbandausbau eines der wichtigsten Projekte Nachdem die Telekom 2017 schon in Teilen des Stadtgebiets Olpe im Eigenausbau Breitbandanschlüsse geschaffen hat, steht jetzt im gesamten Kreis Olpe der geförderte Ausbau an. Für mich ist dies eines der wichtigsten Projekte 2018, denn der ländliche Raum darf nicht abgehangen werden. Der kreisweite Ausbau wird zwar erst 2019 beendet sein, aber es ist gut, dass es nun losgeht. Durch die gute Zusammenarbeit unter der Federführung des Kreises Olpe sind wir der erste Kreis im Land, in dem der geförderte Ausbau beginnt.

Die zentralen Projekt in Olpe betreffenden die Stadtentwicklung. Dabei beschäftigen wir uns mit der Ausweisung von Wohnbauflächen, mit der Erschließung des 2. und 3. Bauabschnitts des Gewerbegebiets Hüppcherhammer und natürlich mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept. Ausgehend vom Bereich um den Bahnhof werden dabei die Auswirkungen auf alle Teile der Stadt betrachtet. Ich freue mich auf interessante Diskussionen mit den Bürgern über Ideen, Chancen und Wünsche zur Entwicklung der Innenstadt. Denkmalbereichssatzung: „Wichtiges Instrument“ Ein Augenmerk wird dabei auch auf der Erarbeitung der Denkmalbereichssatzung liegen. Diese Diskussion haben wir Anfang Dezember im Bauausschuss begonnen. Leider wurde dieses wichtige Thema von der Debatte über den zweiten Kirchturm der Martinuskirche überlagert. Das ist aber keine Aufgabe der Stadt Olpe und muss an anderer Stelle entschieden werden. Es geht um viel mehr: Die Denkmalbereichssatzung ist ein wichtiges Instrument, um erhaltenswerte Bausubstanz im historischen Bereich von Olpe erhalten zu können. Dabei müssen wir versuchen, die unterschiedlichen Interessen - gerade auch die Interessen der Eigentümer alter Gebäude – angemessen zu berücksichtigen. Eine spannende Aufgabe, die viele Gespräche erfordern wird und für das Stadtbild von Olpe von größter Bedeutung ist. 

Und nicht zuletzt haben wir in Südwestfalen den Zuschlag für die Regionale 2025 erhalten mit dem zentralen Thema „Digitalisierung“. 2018 fällt der Startschuss, um Projekte zu diesem Thema zu entwickeln. Die Regionale 2025 wird uns dabei helfen, die Region zukunftsfähig aufzustellen.

Der Ausblick auf das Jahr 2018 zeigt, dass viele spannende und interessante Aufgaben anstehen. Ich freue mich darauf.“
(LP)

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