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Olpe, 27. Oktober 2016

Rat entscheidet am 10. November über Standort

Rathaus-Frage vor der Entscheidung

Was passiert mit dem Rathaus in Olpe? Der Arbeitskreis hat seine Überlegungen zum Thema abgeschlossen, jetzt geht es um die Entscheidung.
Was passiert mit dem Rathaus in Olpe? Der Arbeitskreis hat seine Überlegungen zum Thema abgeschlossen, jetzt geht es um die Entscheidung.
Symbolfoto: Prillwitz
Olpe. Die Arbeit des Interfraktionellen Arbeitskreises „Rathaus“ in Olpe ist getan. So sieht es auch dessen Leiter Frank Clemens (CDU). „Nach zehn Sitzungen seit seiner Gründung im November 2012 sind wir uns im Arbeitskreis parteiübergreifend einig: Alles ist gesagt, alle notwendigen Fakten liegen auf dem Tisch. Es ist an der Zeit, eine abschließende Entscheidung zu treffen, damit es in Olpe mit der Stadtentwicklung endlich weitergehen kann.“

In der zehnten Sitzung des Arbeitskreises im Oktober verständigten sich die Parteivertreter darauf, dass die zuletzt ausgearbeiteten Ergebnisse zu Fragen des Sanierungsbedarfs im jetzigen Olper Rathaus und zu möglichen Nutzungs- und Erschließungskonzepten für das Realschulgelände in der nächsten Sitzung des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen am Montag, 7. November, ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses allen Olper Stadtverordneten und den interessierten Bürgern vorgestellt werden. Damit soll der letzte Schritt zur Vorbereitung der abschließenden Debatte und Entscheidung über den künftigen Standort des Olper Rathauses in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 10. November, ab 17 Uhr getan werden.

Bereits 2008 hatte die Gemeindeprüfungsanstalt des Landes NRW in ihrem Prüfbericht mit der Empfehlung für Furore gesorgt, „die Stadt Olpe solle aufgrund der negativen Architektur und der enorm schlechten Flächeneffizienz des Rathauses perspektivisch die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit eines Neubaus prüfen.“ Diese nüchterne Prüfungsfeststellung sorgte in der Folgezeit für erhitzte Debatten, die sich in erster Linie um Fragen der Wirtschaftlichkeit eines solchen Vorhabens bei einem gerade einmal 38 Jahre alten Verwaltungsgebäude drehten. Schwierige Aufgabe „Die schwierige Aufgabe des Arbeitskreises bestand darin, den politischen Entscheidungsträgern im Olper Stadtrat, losgelöst von allen Emotionen in der Öffentlichkeit, gleichermaßen Zugang zu den wesentlichen Informationen für die Vorbereitung einer ausgewogenen, abschließenden Entscheidung in dieser Frage zu verschaffen“, so Frank Clemens.

Gelungen sei dies letztlich nur, weil "allen Arbeitskreismitgliedern, egal, welche Parteiinteressen sie vertreten, von Anfang an klar war, wie wichtig und vorentscheidend die Beantwortung dieser Frage für die weitere Entwicklung der Kreisstadt Olpe ist.“ Wirtschaftlichkeit geprüft Seit 2012 hat der Arbeitskreis in seinen zehn Sitzungen mit Hilfe der Verwaltung und externer Fachbüros Fragen zur Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes aufgearbeitet. Gleichzeitig ging es um die Auswirkungen auf die weiteren städtebaulichen Planungen im Bereich des Bahnhofsumfeldes, des Realschulgeländes, des ehemaligen Sibo-Standortes und vor allem auf die Oberstadt. Der Arbeitskreis hat darüber hinaus die Einbindung der Öffentlichkeit im Rahmen von zwei Bürgerwerkstätten in der Aula der Realschule im April und Mai des Jahres begleitet.
Zehn Sitzungen hat der Arbeitskreis absolviert.
Für die Weiterleitung aller wichtigen Erkenntnisse an die für die endgültige Entscheidung zuständigen Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung waren jeweils zwei Vertreter von FDP, B`90/Die Grünen, SPD, UCW und CDU verantwortlich. Der amtierende Vorsitzende des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen, Rüdiger Schnüttgen, von der Olper CDU komplettierte das elfköpfige Gremium. In der konstituierenden Sitzung des Arbeitskreises im Januar 2013 wurde Frank Clemens (CDU) die Sitzungsleitung und Moderation einvernehmlich übertragen. „Seitdem haben wir vieles sachlich diskutiert und aufgearbeitet, die Sorgen und Wünsche der Olper Bürger angehört und uns die Zeit genommen, aus verschiedenen Blickrichtungen und unterschiedlichen Interessenlagen eine Bewertung zum Wohle der Zukunft unserer Stadt vorzunehmen“, resümiert Clemens.

Seit seinem Amtsantritt nahm Neubürgermeister Peter Weber an fünf Sitzungen des Arbeitskreises teil. „Ich hatte von Beginn an den Eindruck, dass alle Mitglieder ihren Fokus auf Sachlichkeit und Fachlichkeit legen. Die oft überschäumende öffentliche Diskussion hat nie dazu geführt, dass einzelne Arbeitskreismitglieder diese Ebene verließen. Das sind gute Bedingungen für eine gute Entscheidung“, lobt Weber.
(LP)

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