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Olpe, 11. November 2016

Bürgermeister Weber sieht Politik gefordert

Preise auf dem Wohnungsmarkt steigen weiter

Wohnungsmarkt: Weber sieht steigende Preise mit Sorge
Symbolfoto: Matthias Clever
Olpe. Mit der hohen Nachfrage nach Wohnungen in Olpe steigen auch die Preise. Bürgermeister Peter Weber betrachtet die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. In der Ratssitzung am Donnerstag, 10. November, sprach er von einer Herausforderung für Politik und Verwaltung.

Die hohe Nachfrage sei zwar als Beleg für die weiterhin steigende Attraktivität der Stadt als Wohnraum zu bewerten und erfreulich. „Die Kehrseite der Medaille ist, dass Nachfrage und Preise deutlich stärker ansteigen als das Angebot an freien Wohnungen“, sagte Weber. Er betrachte die vor allem im Bereich der Kernstadt hohen Preise mit einer „gewissen Sorge“ und sieht politischen und kommunalen Handlungsbedarf.

Enttäuscht zeigte sich Weber von Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW. Groschek habe bei einem Besuch in Olpe im September darauf hingewiesen, wie wichtig die Förderung des sozialen Wohnungsbaus sei. Die Kreisstadt habe in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf. „Leider hat Herr Groschek seinen Worten aber keine Taten folgen lassen. Die Landesregierung hat einen Förderantrag für ein innovatives Konzept der Wohnungsbaugenossenschaft für den Kreis Olpe abgelehnt“, zeigte sich Weber verärgert.

Dennoch soll sich in Sachen sozialer Wohnungsbau etwas tun: Die Wohnungsbaugenossenschaft plant, an der Jahnstraße drei Wohnhäuser zu errichten, in denen 18 neue Wohnungen entstehen sollen – mit für Familien bezahlbaren Preisen.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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