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Olpe, 08. März 2018

Erfolgreiche Verhandlungen mit „Flixbus“

Olpe wird Fernbus-Haltestelle für zwei Verbindungen

Am Busbahnhof in Olpe werden ab Ende April auch
Am Busbahnhof in Olpe werden ab Ende April auch "Flixbus"-Fernbusse halten - sehr zur Freude von Baudezernentin Judith Feldner, Bürgermeister Peter Weber (Mitte) und Winfried Quast, Leiter des Bauordnungs- und Planungsamts.
Foto: privat
Olpe. Berlin und Düsseldorf, München und Frankfurt am Main: Großstädte, die schon bald von Olpe aus mit einem Fernbus erreichbar sein werden. „Flixbus“ hat die Kreisstadt als neue Haltestelle für zwei Routen in sein Streckennetz aufgenommen. Ab dem 26. April steuern Busse des Münchener Unternehmens Olpe regelmäßig an.
„Das ist ein Meilenstein für die Verkehrsanbindung Olpes und des gesamten Kreises“, sagte Peter Weber am Donnerstag, 8. März, bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Die Fernbus-Haltestelle soll am Busbahnhof eingerichtet und täglich für die Route Bochum – Linz (Österreich) angefahren werden. Haltepunkte auf dieser Strecke sind unter anderem München und Frankfurt am Main.

Außerdem gehört der Olpe ab dem 26. April, dem Tag der Fahrplanumstellung auf Sommer, an vier Tagen pro Woche (von Donnerstag bis Freitag) zu der „Flixbus“-Verbindung, die von Duisburg unter anderem über Düsseldorf, Göttingen und Braunschweig bis nach Berlin führt. Eine Bedarfshaltestelle für diese Strecke wird übrigens auch in Lennestadt-Altenhundem eingerichtet (Bericht folgt). Beide Verbindungen gelten auch in umgekehrter Richtung.Verhandlungen dauern knapp zwei Jahre Die Routen seien „nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für Tagesausflügler“, sagte Weber. Von den Fernbus-Verbindungen profitieren könnten auch Urlauber, weil unter anderem der Flughafen in Frankfurt am Main direkt angesteuert wird, sowie Studenten, da gleich mehrere Universitätsstädte Haltepunkte auf beiden Verbindungen sind. Ab der kommenden Woche (KW 11) soll Olpe als Ein- bzw. Ausstieg über die Homepage des Fernbus-Unternehmens gebucht werden können.

Die letzte ausstehende Genehmigung für die Haltestelle in der Kreisstadt wurde am Dienstag ausgestellt. Damit endeten Verhandlungen zwischen der Stadt Olpe und „Flixbus“, die sich knapp zwei Jahre lang hingezogen hatten (LokalPlus berichtete). Entscheidenden Anteil an deren erfolgreichem Ausgang habe Winfried Quast, Leiter des Bauordnungs- und Planungsamts, mit seinen „intensiven Bemühungen“ gehabt, betonte Bürgermeister Weber. Drei Aspekte geben den Ausschlag Quast hatte nach eigenen Angaben Anfang 2016 erstmals Kontakt zu dem Fernbus-Unternehmen aufgenommen und die mitunter zähen Verhandlungen geführt. „Es war zunächst gar nicht einfach, ,Flixbus´ für eine Kleinstadt mit 25.000 Einwohnern zu begeistern“, sagte Quast. Drei Aspekte hätten aber schließlich zu einem Umdenken in München geführt. Zum einen die unmittelbare Nähe Olpes zu den Autobahnen 4 und 45 und die auch für einen Reisebus gute und schnelle Erreichbarkeit des Busbahnhofs. Zum anderen ergebe sich mit Olpe als „Knotenpunkt“ ein großer „Einflussbereich mit Potential für den gesamtem Kreis“, so Quast.

Erste Planungen mit dem Münchener Fernbus-Unternehmen hatten Quast zufolge übrigens eine Haltestelle „In der Wüste“ in unmittelbarer Nähe zum Sitz des Energieversorgers „Bigge Energie“ vorgesehen. Quast wollte Olpe damals in das „Nord-Süd-Streckennetz“ von Hamburg nach München aufnehmen lassen. Diese Variante habe „Flixbus“ aber als „organisatorisch schwierig“ bezeichnet und auch deshalb abgelehnt, weil die Haltestelle stadtzentral liegen sollte. Eine Anforderung, die der Busbahnhof erfüllt. Dass Olpe jetzt gleich auf zwei Verbindungen angefahren wird, sei „besonders erfreulich“, sagte Weber.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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