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Olpe, Olpe, 23. Juni 2016

„Sekundarschule am Biggesee" umstritten / Rat: Neuen Vorschlag erarbeiten

Namenssuche geht weiter

Sekundarschule: Namenssuche geht weiter
Symbolfoto: Rüdiger Kahlke
Die zum Schuljahr 2012/13 eingerichtete und gemeinsam mit der Stadt Drolshagen betriebene Sekundarschule bleibt vorerst namenlos. Der Rat der Stadt Olpe folgte damit am Mittwoch, 22. Juni, nach kurzer Diskussion dem modifizierten Beschlussvorschlag des Fachausschusses.

Der hatte angeregt, im Einvernehmen mit der Stadt Drolshagen einen neuen Vorschlag zu erarbeiten. Der ursprüngliche Vorschlag lautete „Sekundarschule am Biggesee" Im Schulentwicklungsplan für Olpe hatte der Gutachter dafür plädiert, der Schule einen „Namen eigener Prägung" zu geben. Damit könne die Akzeptanz der neuen Schule schneller hergestellt werden als mit dem Begriff Sekundarschule.

In der Vorlage für den Ausschuss Bildung, Soziales, Sport hatte es geheißen: „Der Biggesee verfügt über hohes Identifikationspotential für die gesamte Region und stellt ein verbindendes Element der beiden Städte Olpe und Drolshagen dar, in denen die Schule jeweils über einen Standort verfügt. Der Namenszusatz ,Schule der Kreisstadt Olpe mit Teilstandort in Drolshagen´ ist erforderlich, da nach dem Schulgesetz NRW aus dem offiziellen Namen stets der Schulträger hervorgehen muss.´ Die Namensgebung war im Ausschuss jedoch umstritten, so Nicole Hütte. Frage „im Dialog" klären Carsten Sieg (VCDU) plädierte dafür, der Schule keinen Namen aufzudrücken, den sie nicht wolle. Die Frage sollte „im Dialog" geklärt werden. Christian Hohn (Grüne) plädierte dafür, die Öffentlichkeit bei der Namensgebung einzubeziehen. Volker Reichel (SPD) betonte: "Die Schule gehört uns." Die Stadt gebe ihr als Träger auch einen Namen. Der sollte zeitlos und unabhängig von pädagogischen Konzepten sein. Udo Baubkus (UCW) schlug als Namen „Bigge-Lister" vor. Dann seien beide Kommunen berücksichtigt. Bei einer Gegen- und einer Nein-Stimme folgte die Stadtverordnetenversammlung der Vorlage, erneut über den Namen zu beraten.

Da wird zunächst wieder die Schule gefordert sein, mit der Bitte einen alternativen Vorschlag auszuarbeiten, so Ingo Sondermann vom Schulamt der Stadt. Eilbedarf sieht er nicht, da die Schule ja einen Namen habe. Er geht davon aus, dass die Bildungseinrichtung damit erst zu Beginn des Schuljahres 2017/18 einen neuen Namen erhält.
Ein Artikel von Rüdiger Kahlke

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