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Olpe, 23. Dezember 2018

UCW-Pressemitteilung

Lebensraum der Insekten im Fokus

Zusätzliche Lebensräume für Insekten möchte die UCW schaffen. Ideen gibt es genug.
Zusätzliche Lebensräume für Insekten möchte die UCW schaffen. Ideen gibt es genug.
Foto: UCW Olpe
Olpe. In einer Pressemitteilung äußert sich die UCW Olpe zu ihrem einstimmig befürworteten Antrag auf Prüfung von Fördermaßnahmen zum Lebensraum der Insekten.

„Neben der weltweit geführten Diskussion rund um das Thema Klimawandel appellieren in jüngster Zeit immer mehr Umweltverbände, Wissenschaftler und besorgte Bürger, auch ein anderes Problem stärker in den Focus zu nehmen: Die Zerstörung des Lebensraumes von Insekten,  verursacht u.a. durch
  • die moderne Landwirtschaft,
  • die zunehmende Wohnbebauung,
  • sowie die Flächenversiegelung durch Straßen und Plätze.
Die UCW Olpe hat dieses Thema aufgegriffen, weil wir glauben, dass ein koordiniertes Engagement von Kommunen, Unternehmen, Schulen und auch Privatpersonen dazu beitragen könnte, die Situation vor Ort zu verbessern.

Zusätzliche Lebensräume könnten vor Ort dadurch geschaffen werden, dass bisher ungenutzte Freiflächen wie Böschungen in Gewerbegebieten, Teile von Parkanlagen oder Spielplätzen in der Kommune, aber auch geeignete Flächen in Wohngebieten attraktiver für die bedrohten Arten gemacht werden.
Mit der Anlage von Biotopen, der Aussaat von Wildpflanzen, einer Reduzierung der Mäharbeiten auf Grünflächen sowie dem Bau und der Aufstellung von „Insektenhotels“  könnte ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht werden.

Neben der Erweiterung der Lebensräume ist aber auch aktives Handeln und Aufklärung hinsichtlich der zunehmenden „Lichtverschmutzung“ angesagt. Ein großer Anteil der Insektenfauna wird durch nachtaktive Gruppen bestimmt. Millionen von ihnen werden von künstlichen Lichtquellen angezogen, ändern ihren gesamten Lebensrhythmus und sterben durch Verbrennungen an den Lampen. Dies hat Auswirkungen in der gesamten Nahrungskettek, so z.B. bei den Fledermäusen. Wunsch nach Unterstützung Um solche Maßnahmen erfolgreich umzusetzen zu können, sind neben den Fachabteilungen der Stadt auch die lokalen Akteure, z.B. Dorfgemeinschaften, Naturschutzverbände, Heimatvereine und interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich zu beteiligen. Besonders wichtig dabei ist auch die pädagogische Begleitung, also die Einbeziehung von Schulen in dieses Projekt. Beispielhaft könnte so im Unterricht oder an Projekten verdeutlicht werden, dass sich persönliches Engagement und  Handeln vorteilhaft für den Umwelt- und Artenschutz auswirkt.

EU, Bund, Land, Bezirksregierung und regionale Verbände haben inzwischen die Notwendigkeit einer gezielten Förderung von solchen Maßnahmen erkannt und entsprechende Fördermaßnahmen initiiert. 5000 Euro eingestellt Der Antrag der UCW an die Verwaltung, unter Federführung von „Olpe biologisch“ zu prüfen, durch welche der aktuellen Fördermaßnahmen solche Projekte  nachhaltig  betrieben und finanziert werden könnten, wurde einstimmig angenommen. Ein für die Bewilligung von Fördergeldern notwendiger Eigenanteil von 5.000 Euro wurde mit Ratsbeschluss vom 13.12.2018 in den Haushalt 2018 eingestellt.

Erste Rückmeldungen, insbesondere aus Schulen zeigen ein großes Interesse daran, dass im neuen Jahr  bald der Startschuss  zu diesem Projekt fällt. Wünschenswert wäre es, wenn dieses Projekt auch über die Stadtgrenzen von Olpe hinaus Nachahmer bzw. „Mitmacher“ findet.“
(LP)

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