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Olpe, 02. März 2017

Vor dem Bürgerentscheid zum Rathaus-Abriss

IG Olpe-Oberstadt organisiert Info-Veranstaltung zur Stadtentwicklung

Ulf Ullenboom (links) und Andreas Stenzel von der IG Olpe-Oberstadt im Vordergrund, das umstrittene Rathaus im Hintergrund.
Ulf Ullenboom (links) und Andreas Stenzel von der IG Olpe-Oberstadt im Vordergrund, das umstrittene Rathaus im Hintergrund.
Foto: Sven Prillwitz
Olpe. Eine Entscheidung über die Zukunft des Olper Rathauses an der Franziskanerstraße – Sanierung oder Abriss – fällen die Einwohner. Im Vorfeld des Bürgerentscheids lädt die Interessengemeinschaft (IG) Olpe-Oberstadt zu einer offenen Informationsveranstaltung in die Stadthalle ein: Unter dem Motto „Zukunft Stadt – Herausforderungen, Ziele, Spielregeln“ referiert Baudezernentin Judith Feldner hier am Dienstag, 7. März, über Möglichkeiten der Stadtentwicklung.

Die Diskussion, ob das bestehende Rathaus abgerissen und durch einen Neubau im Bereich des Bahnhofs ersetzt werden soll, sei bislang „immer anhand der Kosten“ geführt worden – und damit nach dem Geschmack der Interessengemeinschaft viel zu einseitig. Der finanzielle Aspekt sei schließlich nur einer von vielen, erklären Ulf Ullenboom und Andreas Stenzel. Das Thema Weiterentwicklung der Stadt sei ein weiterer zentraler Aspekt, der bislang lediglich „stiefmütterlich“ behandelt worden sei.

Wie genau ein neues Verwaltungsgebäude aussehen könnte, welche Nutzungsmöglichkeiten denkbar wären und welche Möglichkeiten sich generell für die Stadtentwicklung ergeben können durch Projekte im Umfeld von Rathaus und Bahnhof, soll Judith Feldner am 7. März ab 19 Uhr erläutern. Rund 45 Minuten soll der Vortrag der Baudezernentin dauern, der sich ausdrücklich an alle Bürger richtet. „Wir wollen das Thema in die breite Öffentlichkeit tragen und die Bürger dazu anstoßen, sich am Bürgerentscheid zu beteiligen“, sagt Stenzel. Einzelhändler wünschen sich „intelligente Anbindung“ Nach dem Vortrag sollen die Zuhörer im Foyer Gelegenheit haben, miteinander über die Themen Stadtentwicklung und Rathaus-Zukunft zu diskutieren. Auch Judith Feldner und Mitarbeiter der Verwaltung stehen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Unabhängig vom Ausgang des Bürgerbegehrens: Die Interessengemeinschaft Olpe-Oberstadt, die sich aus rund 50 inhabergeführten Einzelhandelsunternehmen zusammensetzt, wünsche sich eine „intelligente Anbindung“ des Bahnhof-Areals an die Oberstadt, so Stenzel.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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