Nachrichten Politik
Olpe, 07.05.2021

Saßmicker Ortsvorsteherin zu Gewerbegebieten

„Es darf nicht sein, dass einige Dörfer über Gebühr belastet werden“

„Es darf nicht sein, dass einige Dörfer über Gebühr belastet werden“
privat
Saßmicke/Gerlingen. Zu den Beschlüssen der Räte in Olpe und Wenden, sich für die Verwirklichung des interkommunalen Gewerbegebietes „Ruttenberg“ in Gerlingen einzusetzen (LokalPlus berichtete), nimmt die Ortsvorsteherin des Nachbarortes Saßmicke, Sandra Kurz-Schneider, Stellung. Sie schreibt:

„Die Bezirksregierung hat dem Industriegebiet „Ruttenberg“ nicht grundlos eine Absage erteilt. Sieht man sich den Steckbrief Umweltbericht zur Neufassung des Regionalplanes an, kann man lesen, dass das Gebiet aus umweltschutztechnischen Gründen nicht geeignet ist, da für Mensch, menschliche Gesundheit und Erholungsfunktionen erhebliche Umweltauswirkungen durch das Gewerbegebiet zu erwarten sind, da der Erholungswald der Stufe 1 wegfallen würde.

Schwierige Topographie

Ebenso ergeben sich für das Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Artenvielfalt voraussichtlich erhebliche Auswirkungen. Betrachtet man dazu noch die schwierige topographische Lage, kann man gut verstehen, wieso das „Kölsche Heck“, welches aktuell im Regionalplan-Entwurf zu finden ist, aufgrund seiner Nähe zur HTS (schnelle und einfachere Anbindung) sowie flacherer Topographie geeigneter ist.

Die aktuelle Verkehrssituation ist katastrophal und mit dem Gewerbegebiet holt man sich weiteren Verkehr von etwa 12.000 bis 14.000 Fahrzeugen dazu. Es ist eine Umgehungsstraße direkt ins Industriegebiet geplant, die etwa 40 Prozent Entlastung für die Ortsdurchfahrt geben soll. Das freut mich sehr für die Gerlinger. Man wird sehen, ob es Erfolg hat.

Wieso zusätzliche 80 Hektar?

Klar brauchen wir Arbeitsplätze und Industriegebiete, aber für die Umwelt und uns Bürgerinnen und Bürger wäre eine weitläufige Verteilung der Gewerbeareale auf das Kreisgebiet besser. Es darf nicht sein, dass Gerlingen, Saßmicke und Hillmicke über Gebühr durch Industrieflächen belastet werden und andere Dörfer im Kreisgebiet weiterhin schön ungestört im Grünen leben.


Wenn das Industriegebiet „Kölsche Heck“ mit knapp 70 Hektar bereits im Regionalplanentwurf steht, wieso brauchen wir zusätzliche 80 Hektar in Gerlingen?“

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(LP)

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