Nachrichten Politik
Lennestadt, 13.01.2021

Bürgerinitiative kritisiert Pläne und mangelnde Information

Windkraftanlagen bei Oedingen: So ist der aktuelle Stand

Bei Oedingen könnten Windkraftanlagen entstehen - ob und wann ist aber noch völlig ungewiss.
Bei Oedingen könnten Windkraftanlagen entstehen - ob und wann ist aber noch völlig ungewiss.
Nils Dinkel
Lennestadt/Eslohe. Seit Ende letzten Jahres existiert die kreisübergreifende Bürgerinitiative „4future4nature“ gegen den Windpark Herrscheid-Lennestadt und Herrscheid-Eslohe. In einer Pressemitteilung bemängelt die Interessengemeinschaft unter anderem die fehlenden Informationen an die Bürger – dem widerspricht Lennestadts Beigeordneter Karsten Schürheck im Gespräch mit LokalPlus.

„Während die Politik unverdrossen ihrem eigenen Mantra nachhängt, die Bürger ihrer Kommunen bestens informiert und von Beginn an mitgenommen zu haben, ergibt sich bei den Initiatorinnen des Protests vor allem eine dominierende Rückmeldung seitens der betroffenen Bevölkerung:… davon habe ich jetzt zum ersten Mal gehört …“, schreibt Ulrike Gast von der Interessengemeinschaft in ihrer Pressemitteilung. Wovon zum ersten Mal gehört?

Vier Anlagen auf dem Herrscheid

„Die Firma ABO-Wind plant östlich des Oedingerbergs, auf dem Herrscheid, die Errichtung von insgesamt vier Windkraftanlagen. Zwei werden sich im Grenzgebiet der Stadt Lennestadt befinden und zwei angrenzend im Bereich der Gemeinde Eslohe“, führt die Bürgerinitiative aus. Auf der Internetseite von ABO-Wind könne man bereits erste Informationen zum Windpark Herrscheid-Lennestadt nachlesen.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Im Juni 2020 hatte ABO-Wind bereits für den Bereich Lennestadt einen Genehmigungsantrag beim Kreis Olpe gestellt. Dieser ist im Oktober vom Kreis Olpe für vollständig bescheinigt worden. ABO-Wind hat hierzu ein Artenschutzgutachten, ein schalltechnisches Gutachten und ein Gutachten zum Schattenwurf eingereicht. Diese Gutachten können von interessierten Bürgern beim Kreis Olpe beantragt werden. Hierzu muss ein formloser Antrag auf Einsicht in Umweltinformationen gestellt werden.“

Optisch bedrängende Wirkung?

Für die Bürger solle – „angeblich“, so schreibt die Bürgerinitiative - keine optische bedrängende Wirkung durch die Windräder entstehen. „Außer Acht gelassen wird bei diesem Aspekt aber gleich zweierlei: Zum einen, dass die Windräder auf einem Gebirgszug liegen und die umliegenden Dörfer nah in den umliegenden Tälern darunter. Zum anderen verschwindet selbst ein nur 200 Meter hohes Objekt irgendwo in der planen Pampa rechnerisch erst nach 42 Kilometern am Horizont.“


Die Bürgerinitiative rät, dass sich Interessierte mit Hilfe des Internets ein eigenes Bild machen, „um sicher einzuordnen, was kommunal so von sich gegeben wird.“ Wie beispielsweise die Ankündigung einer Bürgerinformation, die inzwischen „antiquiert“ sein soll.

Bereits im August öffentlich infomiert

Dem – und dem Vorwurf der mangelnden Bürgerinformation – widerspricht Lennestadts Beigeordneter Karsten Schürheck: „Bereits im August haben wir in einer öffentlichen Vorlage über die Planungen von ABO-Wind informiert“, so Schürheck. Spätestens seitdem sei bekannt, dass mögliche Investoren aktiv seien.

Beim Kreis Olpe habe die Firma einen konkreten Antrag für den Bau von Windkraftanlagen in oben genanntem Gebiet erstellt. Und hier kommt die Stadt Lennestadt wieder ins Spiel: „Daraufhin haben wir ein Bauleitverfahren eingeleitet. Nicht, weil schon eine Entscheidung für den Windpark gefällt wurde, im Gegenteil: Wenn wir das Verfahren nicht eingeleitet hätten, wäre die Stadt Lennestadt nicht mehr in die Planungen involviert gewesen und der Kreis hätte entschieden“, erklärt Karsten Schürheck.

„Dadurch schaffen wir Transparenz“

Soll heißen: Erst durch das Bauleitverfahren hat die Stadt Lennestadt die Möglichkeit, die Öffentlichkeit zu beteiligen, die Bürger zu informieren und in Lennestadt politisch zu entscheiden. „Genau dadurch schaffen wir Transparenz“, betont Schürheck und hebt hervor: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen, was passiert.“


Generell, so sagt der Beigeordnete, „können wir uns als Kommune grundsätzlich vorstellen, dass dort Windkraft entsteht. Aber es ist noch nichts entschieden.“

Zuvor werde der Antrag auf Herz und Nieren geprüft, außerdem sollen die Bürger informiert werden – in welcher Form in Zeiten der Pandemie, werde zu gegebener Zeit geprüft und bekannt gegeben. „Jeder hat die Chance, dazu was zu sagen. Alle Anmerkungen werden dann geprüft und im Verfahren bewertet“, betont Schürheck.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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