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Lennestadt, 13. Januar 2017

Leserbrief zur Lehrbienenstand-Thematik

„Über Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit“

Leserbrief zur Lehrbienenstand-Thematik
Symbolfoto: Prillwitz
Lennestadt/Kreis Olpe. Am 31. Januar endet der Mietvertrag, den der Imkerverein und die Investoren Franz Prein und Egon Behle für den Lehrbienenstand an der Vogelwarte in Altenhundem abgeschlossen haben. Die Diskussionen über juristische und politische Hintergründe und Verantwortung halten seit einigen Monaten an. Jetzt hat die LokalPlus-Redaktion ein weiterer Leserbrief zu der Thematik erreicht.
„Zu unserem Bedauern haben wir davon Kenntnis erhalten, dass der Imkerverein Altenhundem seine „Bienenheimat“, den Lehrbienenstand, verlieren soll. Der Lehrbienenstand ist ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Vereinsarbeit, die hier über Jahrzehnte geleistet wurde. In den letzten Jahren erhielten unter anderem rund 260 Neuimkerinnen und Neuimker ein solides Fundament für ihre imkerlichen Tätigkeiten. 

Im vergangenen Jahr verzeichnete der Imkerverein Altenhundem zahlreiche Aktivitäten. Ein Grundlehrgang für Neuimker, der im Auftrag des Landesverbands Westfälischer und Lippischer Imker e.V. durchgeführt wurde, war wieder ausgebucht. 33 Neuimker wurden an 8 vollen Tagen, verteilt auf das Bienenjahr, mit der Imkerei vertraut gemacht. Dieser stets ausgebuchte Kurs mit jeweils 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fand zum 8. Mal in Folge statt und ist ein fester Bestandteil im Lehrprogramm der Westfälischen-Lippischen Imkerschaft. Die Volkshochschule mit einem Schnupperkurs und die Universität Siegen mit Lehramtsstudenten der Biologischen Fakultät nutzten den Lehrbienenstand. Hierbei unterstützten immer die ehrenamtlichen Referenten des Imkervereins. „Auch wertvolle Arbeit für menschliches Miteinander“ In den Monaten Mai bis August, 1mal pro Monat, richtete der Imkerverein Altenhundem an dem Lehrbienenstand einen Tag der offenen Tür aus. Besucher aus Nah und Fern nutzten dieses Angebot. 

Zu 5 Führungen meldeten sich private Gruppen. 5 Schulklassen, 3 Kindergärten und 1 Gruppe aus einer Behindertenwerkstatt wählten den Lehrbienenstand als Ausflugsziel, um sich über Honig und Bienen zu informieren. Bei den ganzen Veranstaltungen kam auch der Naturschutz nicht zu kurz. Die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Tierzucht ist in den Satzungen der Imkervereine auch verankert.

Diese erfolgreiche Arbeit ist nicht nur dem uneigennützigen Engagement der heimischen Imker zu verdanken, sondern auch dem Vorhandensein eines Lehrbienenstandes. Ein Lehrbienenstand dient zur fachlichen und allgemeinen Bildung, Schulung imkerlicher Praxis, Werbung und Imagepflege und das ist in der Vergangenheit erfüllt worden. Dass hier auch wertvolle Arbeit für ein menschliches Miteinander geleistet wird, ist unbestreitbar. Der Lehrbienenstand ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Die Arbeit, die hier geleistet wird, erfreut sich größter Wertschätzung, nicht nur auf örtlicher Ebene, sondern auch überregional in Westfalen-Lippe. 

Dem Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e.V., der Dachverband für über 8000 Imkerinnen und Imkern, liegt sehr viel daran, wenn der Lehrbienenstand weiter zur Verfügung stehen könnte."


Norbert Pusch
Obmann für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
im Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e.V. 
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(LP)

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