Nachrichten Politik
Lennestadt, 25.08.2021

Wunsch der künftigen Anwohner

„Pfarrer-Steffen-Straße“? Elsper favorisieren weiterhin „Bockhelle“

Das neue Baugebiet in Elspe soll weiterhin, wie seit Jahren geläufig, „Bockhelle“ heißen.
Das neue Baugebiet in Elspe soll weiterhin, wie seit Jahren geläufig, „Bockhelle“ heißen.
Nils Dinkel
Elspe. Lange hatten die Elsper Ratsvertreter überlegt und sich Gedanken gemacht: Wie könnte die Straße in dem Elsper Neubaugebiet heißen? Sie entschieden sich gemeinsam für „Pfarrer-Steffen-Straße“, stießen mit ihrem Vorschlag bei den zukünftigen Anwohnern aber nicht auf Begeisterung. Im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen am Dienstag, 24. August, kam das Thema zur Sprache.

Das Gebiet, in dem die die Neubauten entstehen, ist allgemein als „Bockhelle“ bekannt. 19 Grundstücke sollen dort entstehen, eine Mehrheit der feststehenden Bauparteien hat gemeinschaftlich an die Stadt gewandt mit der Bitte, dass die Straße doch weiterhin den geläufigen Namen „Bockhelle“ behalten solle.

Bürgermeister plädiert für mehrheitlichen Wunsch

Bevor die Elsper Ratsvertreter Sebastian Abel und Maximilian Ellinger zu Wort kamen, meldete sich Bürgermeister Tobias Puspas, an den der Wunsch der künftigen Anwohner auch herangetragen worden war. Da sich bereits jetzt die Mehrheit der Bauparteien für den Namen „Bockhelle“ ausgesprochen habe, plädiere auch er dafür, diese Bezeichnung beizubehalten.

Sebastian Abel (CDU) stimmte dem Bürgermeister zu, betonte aber: „Wir Ortsvertreter haben lange überlegt. Wir wollten mit dem Namen ‚Pfarrer-Steffen-Straße‘ niemanden ärgern.“

Nicht mit dem Kopf durch die Wand

Und Maximilian Ellinger (SPD) stellte klar: „Der Unmut der Bürger ist auch bei uns angekommen. Wir wollen natürlich nicht mit dem Kopf durch die Wand, aber wir bedauern, dass der Name ‚Pfarrer-Steffen-Straße‘ nicht zum Zuge kommt.“ Denn, so Ellinger weiter, „Pfarrer Clemens Steffen hätte es verdient, dass eine Straße nach ihm benannt wird.“


Der Pfarrer war bis zu seinem Tod am 25. März 1940 Pastor in Elspe. Als überzeugter Gegner des NS-Regimes und Halbjude war er den damaligen Machthabern ein Dorn im Auge und schaffte es, sich mit viel Fingerspitzengefühl in die örtliche Politik einzuschalten. Sein Ziel war, möglichst solchen Leuten zu politischen Ämtern zu verhelfen, die den politischen Radikalismus nicht aufkommen ließen.

Ein Pflasterweg für Pastor Steffen?

Als Sohn einer wohlhabenden Familie hat Pfarrer Steffen sein ganzes Vermögen zur Restauration der Elsper Kirche gegeben und galt als mutiger und aufrichtiger Mann. Grund genug, so ist Ellinger überzeugt, den Pfarrer mit einem Straßennamen zu würdigen. Da in Zukunft in Elspe wohl keine weiteren Straßennamen zu vergeben seien, plädierte er dafür, den kleinen Pflasterweg in eben diesem Baugebiet nach dem Pastor Steffen zu benennen. Ob das möglich ist, wird jetzt geprüft.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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