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Lennestadt, 09. Mai 2017

Stadt Lennestadt stellt erste Planung für kombinierte Hochbauweise vor

Neue Wohnungen und Parkplätze im Wigey?

Anhand dieser Skizze haben Bürgermeister Stefan Hundt und der Beigeordnete Stefan Hundt die städtischen Überlegungen für neue Park- und Wohnflächen im Wigey erläutert.
Anhand dieser Skizze haben Bürgermeister Stefan Hundt und der Beigeordnete Stefan Hundt die städtischen Überlegungen für neue Park- und Wohnflächen im Wigey erläutert.
Foto: Sven Prillwitz
Von Sven Prillwitz
Redaktion
Altenhundem. Im Wigey sollen neue Parkplätze und Wohnungen entstehen – und zwar in kombinierter Hochbauweise. Diese Idee haben Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt und der Beigeordnete Karsten Schürheck am Dienstag, 9. Mai, vorgestellt. Zwingende Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens: Es müssen sich private Investoren finden.

Zwischen der B236 und der Wigeystraße befinden sich aktuell zwei Parkflächen, die durch einen Fußweg, der von den „Höfen“ zur Lenne führt, voneinander getrennt sind. Auf beiden Parkplätzen, so die Idee der Stadt, soll je eine weitere Ebene mit Pkw-Stellflächen aufgesetzt werden. Darüber sollen in Etagenbauweise nach Möglichkeit Wohnungen entstehen. Als maximale Bauhöhe für die Gebäude sind derzeit 20 bzw. 15 Meter vorgesehen. Eine Brücke, die über den Fußweg führt, könnte beide Immobilien zudem miteinander verbinden.  

Die Idee für ein solches Projekt im Wigey gebe es bereits seit einigen Jahren, sagte Hundt. Angesichts des steigenden Wohnraumbedarfs auch in Altenhundem sei jetzt aber „ein guter Zeitpunkt, sich damit auseinanderzusetzen“. Außerdem lohne es sich mit Blick auf die erneut gestiegene Kaufkraftbindung, mittelfristig auch die Anzahl der Parkplätze zu erhöhen, so der Bürgermeister weiter. Und: Der Bahnhof Altenhundem wird 2019 an das Intercity-Streckennetz der Bahn angeschlossen, was ebenfalls zur einem erhöhten Bedarf an Parkplätzen führen werde. Drei Bedingungen Noch handle es sich um reine Gedankenspiele, betonte Hundt. Drei Aspekte allerdings stünden bereits fest: Eine direkte Zufahrt zum Wigey von der Bundesstraße aus wird es nach Rücksprache mit Straßen.NRW nicht geben, weil der Landesbetrieb die Entstehung eines „Gefahrenpunkts“ vermeiden möchte. Eine Erschließung sei somit nur über die Wigeystraße möglich.

Zweite Bedingung: ein „ansprechendes architektonisches Äußeres“ für beide Gebäude und heller, freundlicher Parkraum. „Wir haben in dem Bereich eine hohe Verkehrsfrequenz, daher ist ein solches Projekt auch eine Visitenkarte für den Ortskern“, sagte Hundt. Die Lage im Wigey sei mit dem Blick auf die Lenne und die Nähe zu Einzelhändlern und Dienstleistern im Ortskern sowohl für zusätzlichen Wohnraum als auch für weitere Parkflächen ideal.

Und drittens: Private Investoren müssen das Vorhaben finanzieren. Die Stadt könne und werde das Projekt mit eigenen Mitteln definitiv nicht stemmen, so Hundt. Außerdem erklärte der Bürgermeister, die Idee „zusammen mit einer interessierten Öffentlichkeit entwickeln“ zu wollen. Am Dienstagabend stellten Hundt und Schürheck das Vorhaben im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen vor.
Mehr P+R-Plätze im Bereich von „Schneiders Hof“

Wegen des erwarteten höheren Bedarfs an Parkplätzen durch die Anbindung Altenhundems an die Intercity-Strecke der Deutschen Bahn soll das Angebot an „Park+Ride“-Plätzen im Bereich von „Schneider‘s Hof“ ausgeweitet werden. Entsprechende Fördermittel seien beantragt, sagte Bürgermeister Stefan Hundt am Dienstag. Die entsprechende Baumaß nahme sei für das laufende Haushaltsjahr 2017 vorgesehen.
Ein Artikel von Sven Prillwitz

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