Nachrichten Politik
Lennestadt, 03. Juni 2020

Kritik nach Ausschuss-Entscheidung

Neubau-Pläne am Meggener Bahnhof sorgen für Unmut in der Bevölkerung

Im Februar wurde das alten Bahnhofsgebäude in Meggen abgerissen. Über einen geplanten Neubau wird derzeit kontrovers diskutiert.
Im Februar wurde das alten Bahnhofsgebäude in Meggen abgerissen. Über einen geplanten Neubau wird derzeit kontrovers diskutiert.
Foto: Nils Dinkel
Meggen. In Meggen brennt die Luft: Laut Beschluss im nichtöffentlichen Teil des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen am Dienstag, 26. Mai, soll im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Meggen ein Gebäudekomplex mit zwölf Wohneinheiten entstehen. Den Zuschlag hat die Schweizer Incler GmbH erhalten. Damit war der Alternativ-Vorschlag einer Meggener Bauherrengemeinschaft vom Tisch.

Seit der Veröffentlichung der Pläne „herrscht im Ort absolutes Unverständnis“, betont Thorsten Stachelscheid, einer der insgesamt sieben Mitglieder der Bauherrengemeinschaft, im Gespräch mit LokalPlus. Er erklärt: „Wir sind alle Meggener Bürger, sechs von uns zahlen hier ihre Gewerbesteuer. Wir wollten in unseren Ort investieren – und jetzt erhält eine Schweizer Firma den Zuschlag.“ Pläne lehnen sich an das alte Gebäude an Dabei, so betont Stachelscheid, gehe es nicht um die Entscheidung für einen anderen Investor an sich. Aber: „Unsere Pläne lehnen sich an den alten Bahnhof an: Wir wollten kleine, altersgerechte Wohnungen zwischen 65 und 70 Quadratmetern bauen und vermieten. Der Bahnhof hätte sich in unserem Gebäude wieder gefunden, sogar den alten Holzschuppen wollten wir wieder entstehen lassen.“

Der Schweizer Investor – dessen Gesellschafter und Geschäftsführer der aus Lennestadt stammende Walter Brieden ist - hingegen, so erklärt Thorsten Stachelscheid, „baut dreimal so groß – das passt überhaupt nicht in unser Ortsbild.“ Den Meggenern würde hier etwas vor die Nase gesetzt, was sie nicht haben wollen: „Wollen wir ernsthaft so einen Klotz in unserer Ortsmitte neben dem Ehrenmal stehen haben?“

In der folgenden Bildergalerie (die Bilder können vergrößert werden) sind zum einen die Pläne des Schweizer Investors Incler zu sehen als auch eine Fotomontage der Meggener Bauherrengemeinschaft, in der alle drei Gebäude (alter Bahnhof und die beiden neuen Pläne) übereinander dargestellt werden: „Hier liegt doch was im Argen“, vermutet Thorsten Stachelscheid – und spricht damit für viele Meggener, die nicht verstehen, nach welchen Kriterien die Vergabe im nichtöffentlichen Teil des Ausschusses entschieden wurde.

So wird auf der Facebook-Seite „Mein Meggen“ Kritik laut: Die Bürger seien „außen vor“ gelassen worden. „Sonst wird wegen jedem Mist eine Bürgerversammlung anberaumt. Warum wurden diese Pläne nicht erst einmal den Meggenern vorgestellt?“, fragt sich auch Thorsten Stachelscheid.

Als „falsch“ bezeichnet auch Dr. Gregor Kaiser, Fraktionsvorsitzender der Grünen, die Entscheidung für den Schweizer Investor: „Den Zuschlag hat nun ein Projektentwickler bekommen, der wenig Bezug zu Meggen hat und den Ort am Ruhrtalradweg verortet.“ Bürgermeister Hundt: Pläne haben überzeugt Von einem „längeren Willensentwicklungsprozess“ bei den Plänen für Meggen spricht Bürgermeister Stefan Hundt im Gespräch mit LokalPlus: „Es ist nichts Neues, dass in Meggen abgerissen und neu gebaut werden sollte. Die Entscheidung im Ausschuss fiel nach einem längeren Bewerbungsprozess und nach ausgiebiger Beratung über die Entwürfe.“ Dabei habe die Vorstellung des Schweizer Investors – Wohneinheiten gepaart mit einer Gewerbefläche im Erdgeschoss – in dieser Form überzeugt.

Hundt weiter: „Wir haben in der letzten Bürgerversammlung 2019 in Meggen alle Anwesenden ausdrücklich gebeten, sich bei der Entwicklung des Ortes aktiv zu zeigen.“ In dieser Versammlung habe man alle baulichen „Brennpunkte“ in Meggen dargestellt, ganz bewusst auch die Punkte, „wo man nicht weiter kam“. Wie den Bahnhof. „Wir haben deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass da was geschehen muss.“ Entscheidung nach den neuen Entwürfen Nach der vorletzten Entscheidung, bei der die Pläne der Schweizer Firma und der Meggener Bauherrengemeinschaft in die „Endrunde“ kamen, sollten diese ihre Entwürfe nochmal ausarbeiten und detailliert darstellen, was sie bauen wollen. „Anhand der neuen Entwürfe wurde beraten und entschieden“, erklärt der Bürgermeister.

Die Pläne, so beschreibt er, zeigen ein dreifach gegliedertes Gebäude mit verbindenden Glastrakten, die eine Durchsicht ermöglichten. Es sei „eingegliedert in die städtebauliche Planung des Ehrenmal-Platzes“.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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