Nachrichten Politik
Lennestadt, 21.11.2020

Interview - Teil 1

Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas zu Besuch bei LokalPlus

Bürgermeister Tobias Puspas besuchte die LokalPlus-Redaktion und die ontavio GmbH in Altenhundem.
Bürgermeister Tobias Puspas besuchte die LokalPlus-Redaktion und die ontavio GmbH in Altenhundem.
Nils Dinkel
Lennestadt. Er hatte konkrete Vorstellungen von seinem ersten Arbeitstag als Bürgermeister von Lennestadt – letztlich lief der Tag komplett anders als geplant. Kein Problem für Tobias Puspas: Beim Besuch in der LokalPlus-Redaktion erzählte er von seinem „etwas anderen Start“ und von dem neu gewonnenen Vergnügen, seine Tage nun gemeinsam mit seinen drei Damen zu Hause beginnen zu dürfen.

Wie waren die ersten Tage als Bürgermeister von Lennestadt?
Hammer. Ich hatte eine konkrete Vorstellung, wie ich die ersten Tage organisieren würde. Davon habe ich nichts getan. Es gab so viele wichtige Besprechungen und es mussten konkrete Entscheidungen getroffen werden, da war ich anfangs komplett fremd gesteuert.
Am wichtigsten ist mir, die Mitarbeiter in der Verwaltung mitzunehmen in die neue Wahlperiode. Ich wollte von Büro zu Büro gehen und jeden kennenlernen. Das habe ich erst nach einigen Tagen geschafft. Aber mein erster Arbeitstag war trotzdem besonders: Ich bin bei richtig schlechtem Wetter in Sporke mit meinem Hollandrad losgefahren, die Lederschuhe im Rucksack, und habe mich am Bauhof spontan entschieden, abzubiegen und „Guten Morgen“ zu sagen. Das war super.
Im Moment muss ich extrem viel lesen. Ich habe den Anspruch, dass ich die Dinge, die ich unterzeichne, auch verstehe. Und ich fahre so viel wie möglich raus: Wenn Probleme vor Ort sind, möchte ich keine Entscheidungen vom Schreibtisch aus treffen.
Toll ist, dass ich morgens jetzt dabei sein darf, wenn meine Töchter aufstehen – das war früher aufgrund meiner Arbeitszeiten als Kriminalbeamter in Meschede nicht möglich. 
Tobias Puspas im Gespräch mit LokalPlus-Redakteurin Kerstin Sauer.
Die CDU hat ihre absolute Mehrheit verloren, Entscheidungen brauchen ab jetzt die Zustimmung auch anderer Fraktionen. Wie wollen Sie als CDU-Bürgermeister alle Fraktionen an einen Tisch bekommen?
Genauso, wie ich es schon jetzt mache: Ich telefoniere viel mit den Vorsitzenden der Fraktionen, bevor ich Entscheidungen treffe. Wenn ich ein Thema habe, das wichtig ist, will ich wissen, wie die Fraktionen dazu stehen. Ich möchte auch, dass die Stadtverordneten informiert sind über Termine und Neuigkeiten aus ihren Orten und nicht als Letzte von Entscheidungen erfahren.
Es gibt Themen, die die Ratsmitglieder in der vergangenen Zeit gespalten haben. Zum Beispiel der Bahnhof in Meggen. Ist das Thema für Sie abgehakt? 
Ich will mich damit beschäftigen, weil es ein wichtiges Thema für Meggen ist. Ich möchte nicht bewerten, was bis jetzt gelaufen ist, ich möchte das vom jetzigen Stand vernünftig weiterführen. Wir können jetzt mit dem Investor gemeinsam etwas entwickeln und die Meggener daran beteiligen – ihre Stimmen gehören dazu.
Wichtig ist, und da denke ich manchmal, dass dieser Aspekt zu kurz gekommen ist: Der Neubau am Meggener Bahnhof MUSS in Kombination mit der Sanierung der Unterführung gesehen werden. Wir dürfen nicht durch ein Hin und Her Gefahr laufen, dass uns die Bahn als Unterstützer irgendwann abspringt. Der Ruf nach einer vernünftigen barrierefreien Unterführung ist älter als der Beschluss, den Bahnhof abzureißen. Beides gehört zusammen und muss jetzt in die Weiterentwicklung einbezogen werden.
Bürgermeister Tobias Puspas beim Gespräch mit der Geschäftsführung.

Im Rahmen seines Redaktionsbesuches bei LokalPlus nutzte Tobias Puspas auch die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung. Philipp Thöne, Felix Berghoff und Dominik Scholz (ontavio GmbH) sowie Christof Sieler (LokalMedia GmbH) tauschten sich mit dem neuen Bürgermeister zu Fragen des Wirtschaftsstandortes Lennestadt und den Themenfeldern digitales Marketing, neue Medien und Arbeitskräftegewinnung aus. Dabei zeigten ihm die Geschäftsführer auch die erweiterten Büroräume am Stammsitz in Altenhundem.

Lest ab Sonntag, 22. November, den zweiten Teil des Bürgermeister-Interviews: „Wir sind hier auf dem Land – und das soll auch so bleiben“.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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