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Lennestadt, Lennestadt, 9. September 2016

Lehrbienenstand: "Verpflichtung nicht eingehalten"

Lehrbienenstand:
Zur Berichterstattung und zu den Vorgängen rund um den Lehrbienenstand an der Vogelwarte in Altenhundem hat ein weiterer Leserbrief unsere Redaktion erreicht.

"Im Jahre 1978 hat das Land Nordrhein-Westfalen sowohl die Vogelwarte, das Bienenhaus als auch die Streuobstwiese aufgegeben und nicht mehr bewirtschaftet.
Nach einem 18-jährigen Dornröschenschlaf ohne Bewirtschaftung wurde seitens der seinerzeit rot-grünen Landesregierung das gesamte Areal Bienenhaus, Vogelwarte, Streuobstwiese und angrenzende Grundstücke zum Verkauf ausgeschrieben.

Parallel zu dem ausgeschriebenen Verkauf hatte der damalige Imkervereinsvorsitzende, der verstorbene K. H. Cordes, alle Fraktionen des Landtages CDU, SPD und Grüne um Unterstützung um den Erhalt bzw. Verpachtung/Verkauf des Bienenhauses gebeten. Die damalige Ministerin, Frau Bärbel Höhn, Mitglied der Grünen Landtagsfraktion, verwies an die Bezirksregierung in Arnsberg, die auf das Gebotsverfahren zum Verkauf verwies und stellte anheim, entsprechend das Angebot zum Erwerb zu unterbreiten. Kostenlose Nutzung Nach dem Erwerb der Grundstücke haben die Eigentümer der Grundstücke aufgrund des guten persönlichen Einvernehmens mit dem Vorsitzenden des Imkervereins, Herrn Cordes, eine kostenlose Nutzung des Bienenhauses gestattet. Es wurde ein Nutzungsvertrag über 7 Jahre mit stillschweigender Verlängerung von je einem Jahr abgeschlossen. Der Imkerverein hat sich hierin verpflichtet, sowohl das Bienenhaus als auch die Streuobstwiese zu pflegen und zu unterhalten!

Wenn nach nunmehr 20-jähriger, kostenloser Nutzung (abzüglich einer Mietzahlung für 1 Jahr) die Frischwasserversorgung und die Dachundichtigkeiten bemängelt werden, so spricht das schon für sich! Die Nutzer haben die ihrerseits zugesagten Pflege- und Unterhaltungsarbeiten zu keiner Zeit ausgeführt. Die Eigentümer haben dies geduldet. Politisches Kapital Wenn nunmehr davon die Rede ist, dass sich die Imker von Herrn Bürgermeister Hundt im Stich gelassen fühlen, darf dies nur als Polemik der Grünen gewertet werden. Seit dem Verkauf des Areals durch das Land an die Investoren und den Versuch, einen Teil der Flächen an bauwillige Interessenten abzugeben, ziehen die Grünen einen Karren mit der Absicht, politisches Kapital zu schlagen! Zwei Mitglieder der Grünen haben im ersten Bauabschnitt, Vogelwarte I, ihr Eigenheim errichtet und versuchen nun, mit allen erdenklichen Mitteln die Erweiterung des Baugebietes zu verhindern. Man fragt sich tatsächlich, ob sie unter dem Motto handeln: Aus und mit andermanns Leuten Leder ist gut Riemen schneiden!

Das dritte Umweltgutachten ist in Auftrag gegeben worden. Bis zum heutigen Tage ist weder eine Haselmaus, schützenswerte Fledermäuse oder eine Schlingnatterpopulation im beabsichtigten Baugebiet Vogelwarte II gefunden worden! Massive zeitliche Verzögerungen zur Realisierung der Bauflächen haben die Grünen aber erreicht.

Als Naturfreund, Wanderer, Angler und Jäger bin ich mir wohl bewusst, welch große Aufgaben die Bienen und auch die Imker für unsere Natur übernehmen! Daraus vermeintlich politisches Kapital zu ziehen, kann ich zugunsten der Grünen nicht unterstützen! Franz Prein
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(LP)

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