Nachrichten Politik
Lennestadt, 16.09.2021

Kritik an Vorgehensweise der Verwaltung

Elspe hat eine neue Straße: „Bockhelle“ setzt sich durch

Wie soll die Straße in Elspes Neubaugebiet heißen? Mehrheitlich wurde gegen den Vorschlag der örtlichen Ratsvertreter gestimmt, den Zuschlag erhielt der Wunsch der künftigen Anwohner: „Bockhelle“.
Wie soll die Straße in Elspes Neubaugebiet heißen? Mehrheitlich wurde gegen den Vorschlag der örtlichen Ratsvertreter gestimmt, den Zuschlag erhielt der Wunsch der künftigen Anwohner: „Bockhelle“.
pixabay
Elspe. Bockhelle oder Pfarrer-Steffen-Straße? Der Straßenname für das Elsper Neubaugebiet war auch nochmal Thema der Ratssitzung am Mittwoch, 15. September. Und auch, wenn sich die Mehrheit dem Anwohnerwunsch „Bockhelle“ angeschlossen hat: Allen schmeckte die Entscheidung nicht.

Dabei ging es nicht um den Namen, sondern vielmehr um die Vorgehensweise seitens der Verwaltung, wie das Elsper CDU-Ratsmitglied Stefan Schneider erklärte: „Wir vier Elsper Stadtverordneten wurden Anfang des Jahres beauftragt, uns bis Ende Februar gemeinsam einen Namen für das Baugebiet zu überlegen. Die Entscheidung haben wir uns nicht einfach gemacht.“

In digitalen Treffen diskutierten die Ratsvertreter und durchforschten Bücher über die Elsper Historie. Einstimmig entschieden sie sich dann für den Namen „Pfarrer-Steffen-Straße“.

Für Elspe stark gemacht

Pfarrer Steffen habe sich während der Diktatur der Nationalsozialisten stark gemacht für Elspe und die Kirche. Daher seien sich die vier Ratsherren einig gewesen, dass es eine solche Person würdig sei, eine Straße nach ihr zu benennen, um so an sie und ihr Wirken zu erinnern. „Es hätte der Stadt gut zu Gesicht gestanden, den Vorschlag anzunehmen“, betonte Stefan Schneider.

Doch anstatt Ende Februar, als der Vorschlag an die Stadt weitergegeben wurde, eine Entscheidung zu treffen, ging viel Zeit ins Land.

Sechs Monate später...

Erst in der entsprechenden Ausschusssitzung im August habe die Entscheidung über den Straßennamen auf der Tagesordnung gestanden – in der Zwischenzeit seien einige der entsprechenden Grundstücke vergeben worden und die zukünftigen Anwohner hatten sich gemeinsam dafür ausgesprochen, dass die Straße – wie bei den Elspern geläufig – weiterhin „Bockhelle“ heißen solle. Grund: Der Name „Pfarrer-Steffen-Straße“ sei zu lang und mit den Bindestrichen fehleranfällig.

„Es ist nicht glücklich, dass so viel Zeit vergangen ist – die Entscheidung hätte schon im Frühjahr fallen müssen“, kritisierte Schneider. Und regte an, bei künftigen Abstimmungen dieser Art anders vorzugehen: „Das entspricht nicht meiner Vorstellung von politischen Entscheidungen. Sonst muss man im Vorfeld nicht die Stadtverordneten mit einer Namensfindung beauftragen.“

Vorgehensweise überdenken

Auch Maximilian Ellinger (SPD), ebenfalls Ratsvertreter aus Elspe, stimmte zu, dass man über das künftige Vorgehen bei Straßenneubenennungen sprechen müsse. Da aber die Anwohner ein Leben lang mit dem Straßennamen leben müssten, stimme er deren Vorschlag zu.

Zurückhaltend zeigte sich auch sein Fraktionskollege Sebastian Sonntag, der dritte Stadtverordnete aus Elspe: „Ursprünglich liegt die Bockhelle dort, wo jetzt der Bauernhof Börger steht, und nur im äußersten oberen Grenzbereich des Neubaugebietes. Daher sind wir bei der Namenssuche von dem Vorschlag ‚Bockhelle‘ abgerückt.“

Mit zwei Gegenstimmen und elf Enthaltungen erfüllten die Ratsvertreter mehrheitlich den Wunsch der künftigen Anwohner: Die neue Straße in Elspe wird „Bockhelle“ heißen.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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