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Lennestadt, 14. April 2017

Ehemalige Justizministerin zu Gast in Grevenbrück

CDU informiert über "Kriminalität und Senioren"

Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des Weißen Rings, gab wichtige Informationen.
Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des Weißen Rings, gab wichtige Informationen.
Foto: privat
Grevenbrück. „Kriminalität und Senioren“, unter diesem Titel hatten die Senioren Union und die Frauen Union Lennestadt in das Foyer der Schützenhalle Grevenbrück eingeladen.

Als Referenten konnten Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des Weißen Rings, und Erich Rettinghaus, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft NRW, gewonnen werden. Roswitha Müller-Piepenkötter wurde als erfahrene Richterin und Vorsitzende des deutschen Richterbundes im Jahr 2005 Justizministerin im Kabinett von Jürgen Rüttgers. Sicherer Kreis Olpe Sowohl der Olper CDU-Landtagskandidat Jochen Ritter als auch Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider sowie der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von NRW, Theo Kruse, nahmen an der gut besuchten Veranstaltung teil. „Wieder einmal wurde deutlich, wir leben im Kreis Olpe sicher, auch die Senioren“, resümierte Jochen Ritter. Dennoch sei die innere Sicherheit Staatsaufgabe Nr. 1.

Deutlich wurde aber auch, dass Hilfsorganisationen für Kriminalitätsopfer, wie der Weiße Ring, der ausschließlich durch Spenden finanziert wird, einen nicht wegzudenkenden Beitrag für Opfer von Straftaten leisten. Denn auch im Kreis Olpe kommt es zu Delikten, die das Opfer noch lange Zeit nach der Tat beeinflussen. Darum setzt der Weiße Ring zu einem frühen Zeitpunkt an. Finanzielle Hilfen Auch finanzielle Hilfen, zum Beispiel für einen Rechtsanwalt, aber auch für Einbruchschutz können gewährt werden. Die einzelnen Möglichkeiten wurden von Roswitha Müller-Piepenkötter vorgetragen. Demnach schüttet der Weiße Ring für diese Hilfe bundesweit inzwischen 14 Millionen Euro jährlich aus. Der Polizeigewerkschafter Erich Rettinghaus machte beeindruckend auf Defizite in der aktuellen NRW-Regierungspolitik aufmerksam.

Fazit aller Beteiligten: „Wir brauchen mehr Polizei. Der Straftäter muss damit rechnen, erwischt zu werden. Eine höhere Strafandrohung reicht alleine nicht aus, wenn der Täter sich sicher fühlt.“
(LP)

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